Diebstahl und Unterschlagung in Unternehmen


Jährlich über 136.000 bekannte Fälle in Deutschland


Ein wahrhaft diebisches Vergnügen muss ein Bielefelder Flugbegleiter der viertgrößten deutschen Fluglinie Condor empfunden haben, als er sich über Monate hinweg Geldpakete mit einem Gesamtwert von über 100.000 € im wahrsten Sinne des Wortes „angelte“. Sogenannte Safety-Bags werden auf dem Flug mit den Einnahmen aus Bordverkäufen gefüllt und nach der Landung in speziell verschlossenen Tresoren verstaut – eigentlich eine diebstahlsichere Vorrichtung, die der Flugbegleiter allerdings mithilfe eingefädelter Angelhaken umgehen und somit seine hochpreisige Beute an sich reißen konnte. Aufgedeckt wurde dieser Diebstahl von der Kriminalpolizei Bielefeld, nachdem die Firmenleitung feststellt hatte, dass in den vergangenen Monaten insgesamt neun solcher Pakete verschwunden waren. Da die Kripo sowohl in der Wohnung des Täters Geldbündel als auch auf seinem Konto kürzlich eingegangene Einzahlungen von über 50.000 € fand, wird nun wegen besonders schweren Diebstahls (§ 243 StGB) gegen den Mann ermittelt.

Allein im Jahr 2014 gab es in Deutschland über 136.000 bekannte Fälle von Diebstählen aus Büroräumen, Lagern und Diensträumen; die Dunkelziffer dürfte um einiges höher liegen, da manche Unternehmen kleinere Diebstähle entweder gar nicht erst feststellen oder sie aus Angst vor einem beschädigten Ruf oder schlechter Presse geheim halten und stattdessen versuchen, die Delikte intern aufzuklären – zum Beispiel mit der Hilfe unserer Detektei aus Bielefeld (0521 2567 0055). Unsere Wirtschaftsermittler helfen jeder Art von Firmen dabei, scheinbar unerklärliche Einbußen in der Jahresbilanz, verschwindende Lagerbestände und fehlende Geldbeträge, sprich Unterschlagungen und Diebstähle im Unternehmen, aufzuklären. Nicht selten sind die Täter unter den eigenen Mitarbeitern zu finden (Angestelltenkriminalität), besonders wenn es in letzter Zeit keinen Einbruchsfall gab, bei dem Wertgegenstände, Geld, Materialien oder Waren hätten entwendet werden können.


Gefahrenpotentiale richtig einschätzen


Viele Unternehmensleitungen sind sich noch immer nicht der größer werdenden Gefahr bewusst, die von den eigenen Angestellten ausgehen kann: Diversen Statistiken zufolge werden Eigentumsdelikte gegen Unternehmen trotz des Riesenfaktors Ladendiebstahl in über der Hälfte aller Fälle nicht durch Externe verübt, sondern durch Mitarbeiter, die Arbeitsabläufe und Sicherheitslecks besser kennen als jeder Außenstehende. Besonders nachlässig gehen einzelne Firmen mit Passwörtern, Schlüsseln oder Türcodes um, die nach dem Ausscheiden von Arbeitnehmern nur in den seltensten Fällen direkt geändert werden. Dem ehemaligen Angestellten stehen somit im wahrsten Sinne des Wortes Türen und Tore offen, um unauffällig in die Büroräume eindringen zu können und sich bspw. am verhassten Chef für die Kündigung zu rächen bzw. um sich schlicht und ergreifend illegal zu bereichern. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs, denn weitaus häufiger kommt es im Arbeitsalltag zu Diebstählen und Unterschlagungen durch vermeintlich loyale Mitarbeiter, wie unsere IHK-zertifizierten Privatdetektive in Bielefeld aus der Erfahrung zahlreicher Einsätze in diesem Ermittlungsfeld berichten können. Was oft als eher harmloses, wenngleich ärgerliches Einstecken von Kugelschreibern und Notizblöcken beginnt, wächst sich leicht zum regelmäßigen Diebstahl größerer Geldbeträge aus. In der Praxis sind sechsstellige Summen, die über mehrere Monate oder Jahre hinweg nach und nach gestohlen werden, selbst bei Kassenmitarbeitern keine Seltenheit – von Tätern in höheren Positionen mit größeren Befugnissen ganz zu schweigen!

Häufig, so die brisante Realität im Firmenalltag, werden Diebstähle entweder gar nicht oder viel zu spät festgestellt, sodass mitunter kein Schuldiger mehr ermittelt werden kann und das Unternehmen auf dem Schaden und der Unsicherheit hinsichtlich der Ehrbarkeit seiner Belegschaft sitzen bleibt. Es ist für sämtliche Betriebe von äußerster Wichtigkeit, Schlupflöcher für Diebe zu eliminieren, eine absolut zuverlässige und im positiven Sinne pedantische Buchhaltung zu beschäftigen und im Schadensfall zuverlässige Ermittler wie unsere Wirtschaftsdetektive aus Bielefeld zu beauftragen. Wir sind die starken Partner an Ihrer Seite, wenn Ihre Firma unter Delikten durch Mitarbeiter leidet, und beraten Sie gern auch im Anschluss an die Ermittlungen dahingehend, wie Nachahmungstaten im Keim erstickt und Ihre Betriebsräume im Allgemeinen sicherer gemacht werden können.


Kontrollmechanismen schaffen – gerade in Unternehmen mit hoher Angestelltenfluktuation


Je kleiner das Unternehmen ist, desto weniger erwarten die Vorstände und Firmenchefs, dass es zu Diebstählen kommen könnte. Doch ein familiäres Klima und ein kleiner, vermeintlich treuer Mitarbeiterstab vermitteln ein allzu oft trügerisches Gefühl der Sicherheit. Denn egal wie sehr die Unternehmensleitung glauben und hoffen mag, dass ihrer Firma „so etwas“ nicht passieren kann: Diebstähle unter Angestellten kommen auch in den besten und familiärsten Betrieben vor. Freundlichkeit und Vertrauen schützen nicht vor diebischen Mitarbeitern, sondern gute Kontrollmechanismen, hohe Sicherheitsstandards und der Faktor Abschreckung – so kann es durchaus positive Effekte zeitigen, die Belegschaft im Nachhinein von einem Detektiveinsatz zu unterrichten (im nachfolgenden Link finden Sie zur Veranschaulichung ein Beispiel Leipziger Detektiv-Kollegen). Unsere Bielefelder Wirtschaftsdetektei übernimmt eine Vielzahl unterschiedlichster Ermittlungen für Unternehmen (Übersichten hier und hier), identifiziert die Täter und überführt sie mit gerichtsverwertbaren Beweisen: kontakt@kurtz-detektei-bielefeld.de.

Neben den genannten Faktoren kann auch eine hohe Fluktuation von Angestellten, zum Beispiel bei der Einstellung von Praktikanten, Auszubildenden, Saisonarbeitern, Volontären, Aushilfskräften etc., zu einer erhöhten Zahl von Eigentumsdelikten im Betrieb führen, ohne dass sich die Firmenleitung dessen bewusst ist. Wer nur für einen kurzen Zeitraum angestellt ist, identifiziert sich oftmals wenig bis gar nicht mit dem Unternehmen und ist daher eher bereit, firmenschädigende Straftaten zu begehen. Schließlich verlässt man das Unternehmen ja schnell wieder und in einem Dreivierteljahr werde sich sowieso niemand mehr an die eigene Person erinnern, so oder ähnlich die Gedanken bei einem solchen Verhalten. Es ist daher nach Meinung unserer Detektive in Ostwestfalen wichtig, Vertrauensstrukturen zu schaffen und zeitgleich die Ahndung von Diebstählen und sonstigem Fehlverhalten am Arbeitsplatz deutlich zu betonen. Und auch der persönliche Background von Jobaspiranten spielt eine entscheidende Rolle, weswegen sich Bewerberprüfungen durch die Detektei Kurtz als Präventivmaßnahme häufig auszahlen.


Wütender Angestellter; Detektei Bielefeld, Detektiv Bielefeld, Privatdetektiv Bielefeld, Ostwestfalen
Die Motive für Mitarbeiterdiebstähle reichen von schierer Gier über Not, Verzweiflung und Frustration bis hin zur Wut auf die beschäftigende Firma bzw. auf einzelne Vorgesetzte – das Motto in letzteren Fällen: „Denen zeig ich’s jetzt mal so richtig!“ 

Gerichtsfeste Beweisdokumentation durch qualifizierte Detektive


Sollten Sie oder Ihre Buchhaltung bei der Prüfung der Zahlen, Bilanzen, Lagerbestände oder Erträge feststellen, dass sich Ungereimtheiten ergeben, für die kein Grund gefunden werden kann, handelt es sich vermutlich um eine „diebische Elster“ in Ihrem Unternehmen. Doch wie kann nun vorgegangen werden? Haben Sie bereits einen oder mehrere bestimmte Angestellte in Verdacht, Geld oder Waren unrechtmäßig an sich zu nehmen, so kann bspw. einer unserer Bielefelder Privatdetektive in die Firma eingeschleust werden und somit die verdächtigen Mitarbeiter unauffällig observieren, um festzustellen, ob es zu Diebstählen kommt. Haben Sie ein großes Lager, in dem viele Mitarbeiter und Zulieferer ein und aus gehen, überprüfen unsere Ermittler die Arbeitsabläufe. Kommen Waren von einem Lieferfahrzeug nie beim Kunden an, übernimmt ein Detektivteam die unauffällige Observation des Auslieferers, um etwaige Abweichungen von der vorgegebenen Route festzustellen und die Verbringung der Ware an nicht hierfür vorgesehene Orte gerichtsfest zu dokumentieren. Benötigen Sie Hilfe bei der Erstellung und Umsetzung eines individuellen Sicherheitskonzepts für Ihre Firma? Unsere qualifizierten Sicherheitsberater und IT-Sicherheitsfachkräfte stehen Ihnen zur Verfügung.

Wenden Sie sich vertrauensvoll an unsere professionell und diskret agierenden Detektive in Bielefeld. Sie erreichen uns montags bis freitags von 08:00 bis 20:00 Uhr sowie am Wochenende und an Feiertagen von 10:00 bis 18:00 Uhr unter der folgenden Rufnummer: 0521 2567 0055.


Verfasserin: Maya Grünschloß

 

Kurtz Detektei Bielefeld

Otto-Brenner-Straße 209

D-33604 Bielefeld

Tel.: 0521 2567 0055

Mail: kontakt@kurtz-detektei-bielefeld.de

Web: http://www.kurtz-detektei-bielefeld.de

http://www.kurtz-detektei-bielefeld.de/2016/11/15/diebstahl-und-unterschlagung-im-unternehmen/

http://www.kurtz-detektei-bielefeld.de/mitarbeiterüberwachung-in-bielefeld/diebstahl-und-unterschlagung/

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Nach Ermittlungen der Kurtz Detektei Bielefeld: LKA hebt Trickbetrüger aus | Anzahlungsbetrug

Eine Logistikfirma aus Polen ist auf der Suche nach weiteren Lastkraftwagen für ihre Flotte. Im Internet findet sie einen Anbieter für Nutzfahrzeuge aus Bielefeld, der mit sehr günstigen Angeboten lockt. Zwei Mitarbeiter der polnischen Firma, die später die Kurtz Wirtschaftsdetektei Bielefeld beauftragen wird, begeben sich nach Ostwestfalen, um die Fahrzeuge zu besichtigen. Der Verkäufer begrüßt sie auf einem weitläufigen Gelände mit zahlreichen Nutzfahrzeugen, führt die Verkaufsobjekte vor, die laut ihm sein Eigentum sind, unternimmt Probefahrten mit den Interessenten und zeigt auch die echten Fahrzeugpapiere vor – alles erscheint seriös und wasserdicht. Die Auftraggeber unserer Bielefelder Detektive handeln die Kaufsumme noch um 10.000 € herunter, unterschreiben den Kaufvertrag und überweisen einen Gesamtbetrag von 136.000 € an den Händler. Da die Fahrzeuge kurzfristig noch im Einsatz seien, wird ein zeitnaher Abholtermin vereinbart.

Am Tag der Abholung ist auf dem Gelände nichts vom Händler zu sehen. Die Klienten der Kurtz Detektei Bielefeld suchen das örtliche Büro der ansässigen Logistikfirma auf. Dort kenne man den Händler zwar, aber von einem Kauf wisse man nichts. Der Herr habe sich mit einem Gewerbe für den An- und Verkauf von Nutzfahrzeugen an die Firma gewandt und ihr mitgeteilt, sofort einen Käufer für die LKW zu haben. Aus diesem Grund wurden ihm Fahrzeugschlüssel und -papiere übergeben, sodass er als Zwischenhändler fungieren konnte. Man habe ihn aber schon länger nicht mehr gesehen und Geld sei auch nicht eingegangen. Die LKW gehören natürlich nicht dem Verkäufer, sondern der Logistikfirma, und der angebliche Eigentümer ist mit den 136.000 € verschwunden. Entsprechend soll die Kurtz Privatdetektei Bielefeld den Anzahlungsbetrüger ausfindig machen.


Weitere Betrügereien? Kontaktaufnahme zu einem Anbieter.


Da der von der Zielperson genannte Name mit größter Wahrscheinlichkeit falsch ist, wird die Adressrecherche über die zur Kaufabwicklung genutzte Handynummer des Trickbetrügers eingeleitet. Mittels dieser Nummer findet der recherchierende Detektiv aus Bielefeld diverse weitere Rufnummern und Interneteinträge, u.a. eine Annonce für den Verkauf eines Mercedes Sprinter. Unter der Legende, ein Kaufinteressent für den Sprinter zu sein, nimmt der Ermittler erst telefonisch (vergeblich) und dann per Whatsapp Kontakt zum Anbieter auf. Nach knapp zwei Stunden ruft der Inserent zurück und nennt deutlich einen Namen, der nicht identisch ist mit dem vorgeblichen Namen des LKW-Händlers. Wir nennen den Mann in diesem Bericht nachfolgend „Herr Bünde“. Er gibt bereitwillig Auskunft über den Sprinter und stimmt der Reduzierung des Kaufpreises um mehr als 1.000 € zu. Der Bielefelder Detektiv und die mögliche Zielperson vereinbaren die Besichtigung und Abholung des Fahrzeugs an einer Hamburger Adresse.


Detektive ermitteln die korrekte Zielperson


Die Vorrecherche ist somit einstweilen beendet und die Wirtschaftsermittler beginnen am Folgetag mit der Observation der vom Verkäufer mitgeteilten Adresse. Vor Ort stellt die Kurtz Detektei Bielefeld zwar einen Mercedes Sprinter fest, jedoch ist dieser nicht typgleich mit jenem aus dem Angebot. Da sich in der mittelbaren Umgebung kein anderer Sprinter befindet, wird dieses Fahrzeug unter Sichtkontrolle gehalten. Ferner prüfen die Detektive in den folgenden Stunden die Adresse hinsichtlich des Erscheinens der Zielperson, von der eine Personenbeschreibung vorliegt. Am Nachmittag trifft tatsächlich eine Person an der Wohnadresse ein, die nach Rücksprache und Fotoabgleich mit den Auftraggebern der Kurtz Wirtschaftsdetektei Bielefeld als der gesuchte Anzahlungsbetrüger verifiziert werden kann. Auch der zum Verkauf angebotene Mercedes Sprinter wird kurz darauf von zwei weiteren Personen in die Zielstraße gefahren.

Einer der beiden eingesetzten Bielefelder Wirtschaftsdetektive nähert sich den drei Männern und kann aus ihrem Gespräch heraushören, dass die beiden Unbekannten gerade eine Probefahrt mit dem Sprinter durchgeführt haben. Allerdings können sich Interessenten und Verkäufer nicht auf einen Preis einigen und trennen sich deshalb. Die Zielperson betritt ihre Wohnadresse. Auf diese Art konnten unsere Ermittler die Identität des Verkäufers verifizieren und sind nun in der Lage, die Behörden einzuschalten.


Organisierte Bandenkriminalität?


Auf den nächsten Tag fällt der vereinbarte Termin unseres Detektivs mit dem Verkäufer. Vorab hatte die Kurtz Privatdetektei Bielefeld mit dem LKA (Landeskriminalamt) Hamburg die Festnahme des Betrügers besprochen. An einem Treffpunkt in der Nähe des Zugriffsortes findet sich zunächst unser Bielefelder Detektiv mit zwei Kollegen von der Kurtz Detektei Hamburg ein, um den Einsatz zu besprechen, und anschließend noch das Einsatzteam des LKA Hamburg – der Einsatzleiter und diverse Beamte in Zivilkleidung. Da die behördlichen Ermittler hinter den Aktivitäten der Zielperson organisierte Bandenkriminalität mit potentiell gewaltbereiten Tätern vermuten, besteht das Zugriffsteam aus mehr als zehn LKA-Beamten und zusätzlich einigen Schutzpolizisten. Unser Privatdetektiv aus Bielefeld soll allein den ersten Kontakt zur Zielperson aufbauen, während das Einsatzkommando die Situation absichert. Als Zugriffszeichen wird ein Anruf an den Einsatzleiter des LKA vereinbart.

Als unser vorgeblicher Kaufinteressent die Mitteilung erhält, dass alle LKA-Beamten in Position sind, fährt er in die Zielstraße ein. Der Sprinter steht bereits vor Ort, die Zielperson wolle laut telefonischer Rückfrage in wenigen Minuten da sein. In der Wartezeit schaut sich unser Detektiv aus Bielefeld interessiert den Sprinter an, da bis zu diesem Zeitpunkt nicht sichergestellt ist, ob er von anderen Mitgliedern der vermuteten Bande beobachtet wird. Schließlich erscheint Herr Bünde mit seinem fünfzehnjährigen Sohn und übergibt dem Ermittler sofort die Fahrzeugschlüssel, damit dieser den Transporter besehen könne. Der Fahrzeugschein liege im Handschuhfach und der Fahrzeugbrief im Kombi. Der Detektiv gibt sich fachkundig und untersucht das Fahrzeug mit laufendem Motor; schließlich willigt er in den Kauf für € 7.500, statt vormals € 8.600, ein. Herr Bünde akzeptiert den genannten Preis und gibt an, das Fahrzeug für den Imbissbetrieb noch ca. eine Woche zu benötigen, der Käufer könne aber eine Anzahlung leisten. Der Detektiv teilt mit, dass er € 500 als Anzahlung bei sich habe und den Restbetrag auf ein Konto überweisen könne. Leider führe Herr Bünde keinen Kaufvertrag bei sich, aber man könne ja alles in dem mitgeführten Block des Käufers festhalten. Der Bielefelder Privatdetektiv fordert Herrn Bünde auf, seine Kontonummer auf dem Block zu notieren, und bittet ihn um seinen Personalausweis. Hierbei handelt es sich um einen deutschen Personalausweis, der tatsächlich auf den von Herrn Bünde angegebenen Namen ausgestellt ist. Somit ergibt sich die Vermutung, dass beim Verkauf des Sprinters womöglich kein Trickbetrug angewandt werden soll, sondern dass es sich um einen legalen Privatverkauf handelt. Der Betrüger kritzelt auch eine provisorische Quittung auf den Block des Detektivs.


Blitzzugriff der Kriminalbeamten | Verhaftung des Täters


Da es jetzt zu der Übergabe der 500 €-Anzahlung kommen soll, täuscht unser Privatdetektiv aus Bielefeld einen Anruf an sein Büro vor, informiert dabei aber tatsächlich den Einsatzleiter des LKA Hamburg, dass nun der Zugriff erfolgen kann. Im Anschluss verwickelt der Ermittler Herrn Bünde noch kurz in ein Gespräch und hält ihn dabei zwischen der offenen Beifahrertür und dem Sitz auf. Kurz darauf schwärmen aus allen möglichen Ecken unauffällige Zivilfahnder auf die Zielperson zu und nehmen den Betrüger fest. Als die Gefahrensituation geklärt ist und Herr Bünde in Handschellen am Fahrzeug steht, kommen noch weitere Teammitglieder des LKA Hamburg hinzu, es handelt sich um Beamte aus dem Bereich Spuren- und Beweissicherung. Die Polizei sichert den Nahbereich der Zielstraße ab.

In der Nachbesprechung mit den Ermittlern der Kurtz Detektei Bielefeld und der Kurtz Detektei Hamburg teilen die Beamten mit, dass bei Herrn Bünde eine Tüte mit 5.000 € an Bargeld gefunden wurde. Der Sohn der Zielperson wird nach einer Befragung durch zwei Beamte zum Haus seiner Mutter begleitet. Ein Mannschaftswagen der Polizei verbleibt vor Ort, um den Abtransport der zu beschlagnahmenden Fahrzeuge zu überwachen.



Beschlagnahmung von Vermögenswerten


Im Nachgang der Ermittlungen wird unseren Wirtschaftsdetektiven mitgeteilt, wo die Bearbeitung der Strafsache erfolgt. Hier können die polnischen Auftraggeber der Kurtz Wirtschaftsdetektei Bielefeld und Ostwestfalen eine zivilrechtliche Anklage auf Rückgabe der gezahlten Summe in Höhe von € 136.000 zzgl. der angefallenen Kosten unserer Ermittlungen sowie der Ergreifung der Zielperson stellen. Einige Vermögensgüter können bereits unmittelbar nach der Festnahme Herrn Bündes beschlagnahmt werden.

Für die in diesem Fall äußerst fruchtbare und vorbildliche Kooperation mit den Behörden danken wir dem LKA Hamburg herzlich!


Nachtrag


Der Täter wurde im August 2016 zu drei Jahren Haft verurteilt. Eine Bewährung gibt es bei diesem Strafmaß grundsätzlich nicht.