Mantrailing-Einsatz erfolglos: Vermisstensuche im Fall Anja Bareinz aus Leipzig


Bitte um Hinweise im Vermisstenfall Anja Bareinz


Nach drei Jahren ausnahmslos erfolgreicher Mantrailing-Einsätze, durch die unter anderem ein junger Mann vor dem Selbstmord bewahrt werden konnte, wurde unsere bisherige Erfolgsquote von 100 % durch den Vermisstenfall der Anja Valyiah Bareinz aus Leipzig leider gebrochen. Frau Bareinz, Mutter einer zweijährigen Tochter und wohnhaft in Grünau-Ost, wird seit dem 29.11.2016 vermisst. Nachfolgend erläutert die Kurtz Detektei Leipzig die Umstände des Verschwindens, soweit bekannt, und die Einzelheiten unseres Mantrailing-Einsatzes.

Wir sind dankbar für jeden Hinweis, der zur Auffindung der vermissten Dame führen könnte. Wenden Sie sich hierfür bitte entweder direkt an unsere Detektei (Tel.: 0341 6970 4082, E-Mail: kontakt@kurtz-detektei-leipzig.de) oder an die zuständige Polizeidirektion Leipzig-Südwest (Tel.: 0341 94600).


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Wer hat Anja Bareinz (1,74 m, schlanke Statur) am 29.11.2016 oder danach gesehen? Bitte helfen Sie der Familie, indem Sie Informationen weiterleiten – selbst wenn Sie unsicher sind, ob es sich bei einer etwaigen Sichtung wirklich um Anja Bareinz handelte. 

Mantrailing als kriminalistisches Mittel zur Personensuche


Auftraggeberin unserer Leipziger Detektive ist die Mutter der Vermissten, die sich momentan um deren kleine Tochter kümmert. Laut Informationen unserer Klientin war der letzte bekannte Aufenthaltsort von Anja Bareinz am Abend des 29.11.2016 die Bar 55 an der Ecke Marktstraße/Lindenauer Markt in 04177 Leipzig. Seit ca. 21:45 an diesem Abend ist das Telefon der jungen Mutter ausgeschaltet.

Die Mutter der Vermissten kontaktierte die Kurtz Privatdetektei Leipzig und wurde von unseren Fachberatern auf die für gewöhnlich sehr effektive Möglichkeit des Mantrailings hingewiesen. Bei dieser Form der Vermisstensuche werden hochspezialisierte Personenspürhunde zum Einsatz gebracht, die anhand von Geruchsträgern die letzten Spuren einer gesuchten Person nachverfolgen können. Die Fähigkeiten dieser Hunde sind enorm, erfolgreiche Trails selbst noch nach Wochen und Monaten, teils durch widrigstes Gelände wie fließende Gewässer, zieren die Statistik unseres Mantrailing-Experten, entsprechend hoch ist die Erfolgsquote. Die Auftraggeberin unserer Leipziger Detektei erklärte sich mit dem Mantrailing-Einsatz einverstanden, und so fand sich unser Experte am 05.12.2016 auf dem Polizeirevier Leipzig-Südwest ein, um dort den Fall mit der Klientin und den zuständigen Sachbearbeitern der Polizei zu besprechen. Eine polizeiliche Begleitung des Trails war zwar nicht vorgesehen, doch uns wurde Unterstützung zugesichert, wenn die Hunde Signale zum Betreten von Häusern und Wohnungen geben sollten.


Problematische Sicherung der Geruchsträger


Der erste Schritt des Mantrailings besteht in der Sicherung einer geeigneten Geruchsprobe. Anhand der Geruchsmoleküle, die jeder Mensch sozusagen „verliert“, können Mantrailer-Hunde Spuren aufnehmen und über die Verfolgung der Moleküle den Weg der gesuchten Person nachvollziehen. Die Sicherung der Geruchsprobe im Fall Anja Bareinz sollte in ihrer Wohnung stattfinden, wo unsere Sachbearbeiter vom Lebensgefährten der Vermissten empfangen wurden. Dieser hatte bereits vier Kleidungsstücke auf dem gemeinsamen Bett bereitgelegt, allerdings war keines davon optimal geeignet, da die Kleidung nicht in luftdichten Tüten verpackt war und weil sich zu allem Überfluss mehrere Katzen auf dem Bett aufhielten, sodass die Kleidungsstücke aller Wahrscheinlichkeit nach kontaminiert waren. Unser Spezialist fragte deshalb nach getragenem Schuhwerk der Vermissten, dieses sei allerdings nicht vorhanden, da Frau Bareinz das einzige Paar Schuhe, das sie besitze, tragen müsse. Auf die Frage, ob es wenigstens eine Zahnbürste der Gesuchten gebe, wich der Lebensgefährte zunächst aus und bot eine eher ungeeignete Haarbürste an, schließlich willigte er jedoch in die Sicherung der Zahnbürste als Geruchsprobe ein.

Ideal – und in den meisten Fällen leicht zu beschaffen – wären Gegenstände, die Schweiß oder Talg beinhalten, sei es auch nur in geringen Mengen (bspw. durch Berührung mit den Fingern, wobei über die entsprechenden Drüsen stets beide Stoffe abgesondert werden). Zu diesen Geruchsträgern zählen zum Beispiel benutzte Kopfkissen, Decken, Handtücher und Taschentücher oder auch getragene Socken, Blusen, Hosen und, wie oben angedeutet, Schuhe. Wichtig ist zudem, dass die Geruchsträger nicht durch andere menschliche und – mit Einschränkungen – auch tierische Geruchsträger kontaminiert wurden, da sonst die Geruchsspuren mehrerer Personen anhängig sind, wodurch die Personenspürhunde Schwierigkeiten bekommen, ausschließlich der gesuchten Person zu folgen.


Anzeigeverhalten an zwei Orten in der direkten Umgebung


Der eigentliche Trail nach der Sicherung der Geruchsträger sollte knapp sechs Stunden dauern und wurde vollständig mit GPS-Geräten aufgezeichnet. Zum Zwecke der Gegenprüfung und der Entlastung im Ermüdungsfall kamen drei Mantrailing-Hunde im Wechsel zum Einsatz. Mittels des Geruchsträgers Zahnbürste begann die Suche an der Bar 55. Alle drei Hunde stellten ein Bewegungsprofil im Umkreis von ca. 1,5 km um die Bar 55 auf, wobei es an zwei Punkten zum Anzeigeverhalten der Tiere kam. Bei Punkt 1 handelte es sich um ein Wohnobjekt und bei Punkt 2 um ein Gewässer, beide sind durch die Polizei zu überprüfen.

Zu einem eindeutigen Ergebnis kam es leider nicht, immerhin aber ebenso wenig zu einem eindeutigen Hinweis auf ein Kapitalverbrechen. Die Problematik dieses Mantrailer-Einsatzes lag vermutlich in der Beschaffenheit der Geruchsträger. Neben der oben beschriebenen Probleme ließ sich leider nicht zweifelsfrei verifizieren, dass die Gegenstände tatsächlich der Vermissten gehören und dass sie auch nur von dieser genutzt wurden. Im Sinne unserer Auftraggeberin, der vermissten Anja Bareinz, ihrer kleinen Tochter, ihres Lebensgefährten und aller anderen ihr nahestehenden Personen hoffen wir auf eine baldige Aufklärung dieses Falles. Wir alle sind für jeden Tipp aus der Bevölkerung äußerst dankbar!


Kurtz Detektei Leipzig

Beuchaer Straße 10

04318 Leipzig

Tel.: 0341 6970 4082

Mobil: +49 (0)163 8033 967

E-Mail: kontakt@kurtz-detektei-leipzig.de

Web: http://www.kurtz-detektei-leipzig.de

http://www.kurtz-detektei-leipzig.de/2016/12/12/mantrailing-einsatz-erfolglos-vermisstensuche-im-fall-anja-bareinz-aus-leipzig/

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Über Detektiv-Observationen: Patrick Kurtz, Inhaber der Kurtz Detektei München, im „Langen Interview“ – Teil 3


Für das Format „M19 – das lange Interview“ des Radiosenders Mephisto 97.6 unterhielt sich Patrick Kurtz, Inhaber der Kurtz Detektei München, eine Stunde lang mit Chefredakteurin Paula Drope über den Detektivberuf. Im dritten Teil geht es um Observationen und um den Alltag unserer Privatdetektive in München. Den zweiten Teil über die Detektiv-Ausbildung finden Sie hier.


Der erste Fall: Observation wegen Wettbewerbsverbots


Paula Drope: „Herr Kurtz, was war Ihr erster Fall?“

Patrick Kurtz: „Mein erster Fall war ein Verstoß gegen das Wettbewerbsverbot. Da hatte ein Mitarbeiter einen Exklusivvertrag mit einer Firma – er durfte nur für diese eine Firma arbeiten und nicht für einen Konkurrenten. Die Firma war sich aber sicher, dass er doch für einen Konkurrenten arbeitete, und dementsprechend haben unsere Münchner Detektive ihn dann observiert. Vier Tage waren das, glaube ich, drei Tage lang herumsitzen, jedes Mal 10-12 Stunden. Das war am Anfang zwar schön als Verdienst, doch es ist einfach nichts passiert. Am vierten Tag war es dann aber soweit: Der Mitarbeiter stand wirklich auf der Matte beim verdächtigten Unternehmen und arbeitete dort.“

Paula Drope: „Und was ist dann passiert?“

Patrick Kurtz: „Dann habe ich den Ermittlungsbericht geschrieben, an den Auftraggeber der Kurtz Detektei München weitergegeben und, ich denke, anschließend wird es die fristlose Kündigung gegeben haben. Wahrscheinlich gab es da auch eine Vertragsstrafe. Er wird dann keine geringe Summe gezahlt haben für den Vertragsverstoß. Aber das weiß ich nicht.“

Paula Drope: „Das heißt, wie es nach den Fällen weitergeht, das wissen Sie meistens gar nicht?“

Patrick Kurtz: „Es kommt immer darauf an. Wenn es eine gütliche Einigung gibt unter den Parteien, dann weiß ich im Endeffekt meistens nichts davon. Wenn es vor Gericht geht, dann kriegen wir natürlich noch einmal Bescheid wegen der Zeugenladung etc. Auch um Bilder anzufordern, müssen wir nachträglich kontaktiert werden. Denn die dürfen wir nicht einfach so herausgeben aufgrund des Kunsturhebergesetzes. Manche Auftraggeber halten natürlich gerne den Kontakt, gerade bei privaten Sachen: „Sie haben uns geholfen, das war wunderbar usw.“ Ich bin nach einem Fall sogar schon einmal zum Essen eingeladen worden von einer Klientin, die sehr nett war. Bei den meisten Fällen, die unsere Detektive in München bearbeiten, ist es aber trotzdem so, dass man nicht weiß, wie es weitergeht.“


Detektive müssen das Verhalten von Zielpersonen lesen können.


Paula Drope: „Sie haben jetzt hauptsächlich von Observationen gesprochen, da würde ich mal sagen, man sitzt dann im Auto? Sie haben auch gerade schon gesagt, das sei manchmal ein bisschen langweilig.“

Patrick Kurtz: „Manchmal, ja.“

Paula Drope: „Gab es denn schon so richtig brenzlige Situationen während eines Einsatzes?“

Patrick Kurtz: „Ja, mit Sicherheit. Da überrumpeln Sie mich jetzt allerdings, da ich ein bisschen im Gedächtnis kramen muss. Es gibt immer mal wieder Situationen, in denen ist man sich unsicher: Ist man jetzt noch safe, ist man von der Zielperson erkannt worden, hat die Zielperson einen schon gesehen? Es gibt ganz unterschiedliche Charaktere von Zielpersonen: Manche können unsere Privatdetektive aus München den ganzen Tag lang angucken und erkennen einen trotzdem nicht wieder, und andere, wenn die einen zweimal im Rückspiegel sehen, werden sie sofort nervös. Das merkt man den Zielpersonen als Detektiv meist sehr schnell an. Bei wieder anderen hat eine gewisse Grundnervosität andere Gründe als unsere Observation: Vielleicht sind sie nervös, weil sie gerade ein Delikt begehen. Dann hat ihr ungewöhnliches Verhalten nichts damit zu tun, dass sie glauben, konkret durch unsere Wirtschaftsdetektive aus München entdeckt worden zu sein, sondern ist einfach der brenzligen Situation geschuldet, in der sie sich wegen ihres Delikts befinden.“


Auch bei Privatdetektiven kann nicht immer alles funktionieren.


Patrick Kurtz: „Ich hatte auch schon einmal den Fall, das fällt mir jetzt spontan ein, dass uns eine Zielperson angesprochen hat, weil ihr aufgefallen ist, dass wir hinter ihr hergefahren sind. Das Observationsumfeld war eine ganz, ganz kleine Gemeinde, und innerhalb dieser Gemeinde gab es dann noch ein abgeschlossenes Areal mit 6-7 Häusern, das nur von 2 Landstraßen aus einsehbar war. Man hätte nicht in dem Areal selbst parken können, denn das wäre sofort aufgefallen – keine Chance. Man konnte nur die beiden Abfahrtswege abdecken. Das haben unsere Münchner Privatdetektive entsprechend gemacht. Wir waren verdeckt, d.h. man konnte uns auch von der Straße aus nicht sehen. Die Zielperson hätte uns unter keinen Umständen sehen können, es fuhren aber regelmäßig landwirtschaftliche Fahrzeuge an uns vorbei und am 2. oder 3. Tag passierte es dann: Unsere Detektive aus München nahmen die Observation auf, fuhren der Zielperson hinterher und sahen, wie die Zielperson in ein Haus ging. Wir postierten uns dann 200-300 Meter entfernt von dem Haus.

Plötzlich stand die Zielperson an meinem Autofenster und sagte: „Sie können jetzt einstellen.“ Ja, das war kein so schöner Moment. Ich habe das hinterher aufgearbeitet: Wie konnte es nur dazu kommen? Allerdings konnte ich keine Fehler auf unserer Seite entdecken – die Observation wäre einfach nicht anders möglich gewesen. Es muss einer der landwirtschaftlichen Fahrer dort gewesen sein, der unsere Münchner Detektive gesehen hat und wahrscheinlich mit der Zielperson verwandt oder mit ihr befreundet war. Außerdem muss er von der Situation der Zielperson gewusst haben [Krankschreibungsbetrug]. Er muss die Zielperson gewarnt haben. Es gab an der Stelle einfach keine andere Möglichkeit, die Observation durchzuziehen, außer man hätte vielleicht, weiß ich nicht, einen Hubschrauber gehabt, aber der wäre natürlich auch aufgefallen [lacht]. Nein, mir fallen auch im Nachhinein keine Lösungen für die Sache ein. Manchmal geht es einfach nicht.“

Paula Drope: „Das heißt, das ist letztendlich eine Pechsituation?“

Patrick Kurtz: „Ja. Durch einen Trick haben wir der Zielperson den Verstoß dann aber doch noch nachweisen können – obwohl sie bereits wusste, dass sie observiert worden war. Dieser Mitarbeiter war sich in der Folge zu sicher und machte zum Glück Fehler.“


Mann sitzt im Auto und blickt in den Rückspiegel; Detektiv München, Detektei München, Privatdetektiv München
Sie sind selten, doch es gibt sie: Zielpersonen, die schon mit dem zweiten Blick in den Rückspiegel misstrauisch werden.

Vorinformationen bei der Vorbereitung einer Observation


Paula Drope: „Wie groß muss dieser Glücksfaktor sein, dass man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist oder eben zur richtigen Zeit nicht an einem entsprechenden Ort?“

Patrick Kurtz: „Das ist sehr, sehr fallabhängig. Bei mir beispielsweise – das sage ich den Leuten immer, wenn sie anrufen, weil der Ehemann oder die Ehefrau fremdgeht, und sie mich fragen, wie viel das kostet –, dann sage ich, das ist ganz schwierig, pauschal zu beurteilen, wenn ich nur die Auskunft habe: „Ich hege den Verdacht, mein Partner geht fremd.“ Ich muss Folgendes immer wissen:

  • Ist das ein konkreter Verdacht?
  • Wann und wo könnte etwas passieren?
  • Oder ist es einfach nur so ein allgemeines Gefühl, das sich auf Indizien aufbaut?

Wenn unsere Privatdetektive in München nämlich nur ein allgemeines Gefühl haben, dann müssen wir auch auf gut Glück quasi ins Blaue hinein observieren. Wenn wir allerdings wissen, an dem Tag ist da und da eine Veranstaltung, der geht da vielleicht mit einer anderen Frau hin, dann können wir das natürlich deutlich besser eingrenzen. Dementsprechend kommt es immer auf die Situation an und auf das Vorwissen, das uns von den Auftraggebern übermittelt wird.“


Detektiv-Arbeit und die Kooperation mit der Polizei


Paula Drope: „Ehebruch ist ja etwas, das für Privatpersonen nicht schön ist, aber letzten Endes nichts, was die Polizei interessiert?“

Patrick Kurtz: „Genau.“

Paula Drope: „Sie haben aber auch größere Fälle. Wann stößt die Kurtz Detektei München an ihre Grenzen, also dass Sie die Polizei hinzuziehen müssen?“

Patrick Kurtz: „Bei Kapitalverbrechen sind wir sowieso verpflichtet, sie zu melden. Ansonsten gibt es wenige Situationen, in denen wir wirklich erstens verpflichtet sind und es unseren Detektiven in München zweitens auch etwas nützen würde, die Polizei hinzuzuziehen. Es liegt meistens im Ermessen des Auftraggebers und wir können uns ja nicht über den Willen des Auftraggebers hinwegsetzen. Beispielsweise wenn wir ein Kind oder einen Jugendlichen observieren, weil er unter Verdacht steht, Drogen zu nehmen. Wir können da nicht sagen, wir rufen jetzt die Polizei, weil der Junge Drogen dabei hat, denn das würde dem Kind und den Eltern als Auftraggeber der Kurtz Detektei München natürlich schaden. Das wäre nicht Ziel des Auftrags. Dementsprechend gibt es eher wenige Schnittpunkte, bei denen wir wirklich aktiv mit der Polizei arbeiten.“