„Sherlock Holmes in Bielefeld“ – Hörfunk-Feature von Radio Bielefeld mit Detektiv Patrick Kurtz


Unterhaltsamer Hörfunk-Beitrag von Radio Bielefeld über den Detektivberuf. Mit Patrick Kurtz von der Kurtz Detektei Bielefeld nach einem Gespräch mit Timo Teichler. Nachfolgend: Abschrift + Audio.


„Sherlock Holmes in Bielefeld“


Moderator: „Du bist für mich so ein richtiger kleiner Inspektor. Ein typischer „Tatort“-Gucker: ‚Ich kenne den Täter schon nach fünf Minuten!‘ Wie oft du hier im Studio so aus dem Fenster guckst und Leute beobachtest …“

Timo Teichler: „Also, ich hab als Kind auch wirklich gerne Detektiv gespielt und liebe, wie du schon gesagt hast, Krimis und das Mit-Spionieren.“

Moderator: „Ich seh‘ dich auch so im Café sitzen, Tageszeitung vor dem Gesicht mit zwei Löchern drin. Wie das die Profis machen, wollten wir wissen. Und mich hat überrascht, dass wir überhaupt Profis, also Privatdetektive, hier bei uns in Bielefeld haben. Unter anderem den dreißigjährigen Patrick Kurtz. In Bielefeld hat er im Monat durchschnittlich zwei Aufträge. Dabei geht es um: Betrügt mich mein Partner? Meldet sich einer krank, obwohl er es gar nicht ist? Oder: Wird in der Firma geklaut?


Wie arbeiten Privatdetektive?


Patrick Kurtz: „Der Alltag eines Detektivs ist schon stark sitzgeprägt. Man muss viel Geduld und gutes Sitzfleisch mitbringen. Wenn man sich über 17 Stunden lang auf eine Tür konzentrieren muss, ohne dass da jemals jemand rauskommt, dann ist das schon eine Prüfung.“

Timo Teichler: „Zur Grundausstattung gehören ein Auto, ein Handy, eine gute Kamera – gibt’s auch getarnt in einer Armbanduhr oder Brille –, und das hier darf auch nicht fehlen:“

Patrick Kurtz: „Wenn man längere Standobservationen hat, muss man sich einfallen lassen, was man mit dem Urin macht, der zwischendurch doch mal drückt. Ich würde auf jeden Fall nicht empfehlen, aus Punica-Flaschen zu trinken, weil die sich nämlich sehr anbieten für sowas.“

Timo Teichler: „Vor allem ist es wichtig, beim Spionieren nicht erwischt zu werden. Hilfreich ist da: Wechselkleidung.“

Patrick Kurtz: „Eine Brille, Mützen sind immer gut, eine Wechseljacke vor allem auch. Wenn man eine ganz andere Jacke anhat, dann macht das schon mal einen riesen Unterschied. Ich bin einmal sogar so weit gegangen, dass ich mir eine Maske übergezogen habe. Eine wirklich echt wirkende Maske, natürlich nicht, wenn man ganz nah rangeht, aber zumindest wenn man in einem Abstand von 10, 15 Metern ist, dann ist nicht erkennbar, dass es eine Maske ist. Ich bin dann eben zu einem alten Herrn geworden.“


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Von Auftraggebern und Vorgehensweisen


Timo Teichler: „Alter Herr, junge Dame, Promis, ehemalige Fußballnationalspieler – Patricks Auftraggeber sind ganz unterschiedlich. Ein Klassiker ist natürlich so ein Fall wie Untreue. Stichwort: Hotelzimmer.“

Patrick Kurtz: „Das Ohr an die Zimmertür anlegen, das machen wir nicht. Aber wenn das Gestöhne laut genug ist im Zimmer, dann ist das natürlich ein Hinweis, der akustisch für uns wahrnehmbar ist und den wir auch entsprechend in unseren Bericht aufnehmen.“

Timo Teichler: „Und in manchen Berichten geht es dann auch um Diebstahl in Firmen.“

Patrick Kurtz: „Dann werden wir eingeschleust und nehmen Kontakt auf zu den Mitarbeitern, zum Kollegium, fügen uns da ein, um eben herauszufinden, wer nun das schwarze Schaf ist in der Belegschaft.“

Moderator: „Und was er über die schwarzen Schafe so alles herausgefunden hat, das hört ihr heute Nachmittag bei uns – oder schon jetzt auf radiobielefeld.de.“



Fallbericht: Untreue-Observation in den Niederlanden


Moderatorin: „In Filmen sitzen sie in versifften Büros, es herrscht Bodennebel wegen der vielen Qualmerei und wenn sie losziehen, dann mit dunklen Sonnenbrillen oder Hüten. Und manchmal gibt’s dann noch einen auf die Nuss. So ist zumindest mein Filmbild von einem Detektiv.

Die gibt’s aber tatsächlich auch im wahren Leben. Bei uns in der Stadt zum Beispiel ist Patrick Kurtz als Detektiv unterwegs und auch weit über die Stadtgrenzen hinaus. Und ein Klassiker, was die Einsätze angeht: Die Ehefrau beauftragt Patrick, um den Ehemann der Untreue zu überführen.“


Ein ungewöhnlich naher Kontakt zur Zielperson


Patrick Kurtz: „Die Observation ging bis in die Niederlanden hinein, wo er quasi Urlaub gemacht hat mit seiner Praktikantin. Also, es war eine Mischung aus Urlaub mit der Praktikantin und Geschäftstreffen mit Kunden. Während dieses Urlaubs hat er sich natürlich extrem sicher gefühlt.

Wir hatten ein Hotelzimmer direkt über ihm und saßen dann immer beim Essen mit ihm zusammen im Hotel, haben ihn auch in der Stadt immer mal wieder getroffen, weil wir ihn natürlich verfolgt haben, und er kam uns dann auch wieder entgegen. Wir sind damit sehr locker umgegangen, weil wir ganz genau wussten: Unter dieser Legende – wir sind zusammen Urlauber in diesem Hotel – ist das vollkommen unauffällig. Das führte dann sogar so weit: Er hat uns wiedererkannt, wir haben ihn gegrüßt – ganz offensiv –, er hat zurückgegrüßt, und wir haben von ihm alle Informationen erhalten, die wir haben wollten.

Dass man die Zielperson grüßt, ist aber wirklich außergewöhnlich. Da braucht die Zielperson ein starkes Sicherheitsgefühl, dass sie eben nicht überwacht wird. Und man muss sich natürlich auch relativ geschickt verhalten als Ermittler, damit das möglich ist. Aber zuweilen ist es möglich, dass man mit der Zielperson in direkten Kontakt tritt und auf diese Art und Weise die Beweise ermittelt, die man gerne haben möchte.“


Vom Ehemann betrogen – und überglücklich darüber!


Patrick Kurtz: „Die Reaktion der Frau war sehr interessant: Sie war restlos begeistert darüber, dass wir ihn der Untreue überführt haben. Normalerweise sind unsere Auftraggeber eher schockiert, wenn das dann rauskommt – der Partner geht fremd. In dem Fall war es nicht so. Sie war begeistert davon, dass sie ihm diese Beweise um die Ohren hauen durfte.“

Moderatorin: „Detektiv glücklich, Auftraggeberin glücklich, alles erfolgreich ausgeführt, dumm gelaufen für den Ehemann. Patrick hat auch schon Promis beschattet. Wie das abgelaufen ist, das hört ihr auch noch heute Nachmittag hier bei mir. Radio Bielefeld ist immer am Puls der Stadt, jeden Tag, den ganzen Tag.“



Untreue-Fall der Detektei Kurtz mit prominenter Zielperson


Moderatorin: „Patrick Kurtz ist 30 Jahre alt, Bielefelder und von Beruf Detektiv. Ich stell‘ mir die ja immer so mit dicker Sonnenbrille, hoch gestelltem Jackenkragen und einem Hut so tief in die Stirn gezogen vor. Und so ein bisschen was ist auch dran, hat Patrick uns erzählt. Patrick wird angeheuert, um zum Beispiel den Ehemann der Untreue zu überführen oder aber auch um herauszufinden, wer in der Firma Sachen mitgehen lässt. Und auch Promis gehörten schon zu seinen Kunden.“

Patrick Kurtz: „Eine tricky Story, weil die Person, um die es da ging, ein, ich sage mal, B-Prominenter war. Also schon jemand, den kennt nicht jeder, aber den kennen viele, und das Gesicht würde auch so ziemlich jeder wiedererkennen. Den sollten wir observieren, und der Auftrag kam von einem anderen B-Prominenten mit ungefähr gleichem Bekanntheitsstatus.“


Promi sucht Thai-Puff auf


Patrick Kurtz: „Es passierte erst einmal eine ganze Weile nichts, er war bei irgendwelchen Fernsehstudios unterwegs und wir eben hinterher. Bis er dann irgendwann eine Privatadresse betrat und auch längere Zeit nicht wieder herauskam. Während der Ermittler draußen saß und diese Privatadresse observierte, um zu schauen, ob dieser B-Prominente da wieder herauskommt, hat er einmal im Internet geguckt, ob diese Adresse eventuell mit Prostituierten verbunden sein könnte. Und tatsächlich war es ein Thai-Puff.

Es lief dann so: Die Dame, die ihn wahrscheinlich bedient hat, steckte irgendwann den Kopf zur Tür raus, guckte nach links, guckte nach rechts, schaute sich um, ob eventuell jemand auf der Straße steht, der ihn wiedererkennen könnte. Und als dann vermeintlich der Weg frei war – sie wusste natürlich nicht, dass der Ermittler im Auto saß –, kam er rausgelaufen und machte sich davon. Das war genau das, was der Auftraggeber wissen wollte – im Auftrag der Frau.“


Kurioses Personengeflecht


Patrick Kurtz: „Letzten Endes hatte also die Frau von diesem B-Prominenten den anderen B-Prominenten beauftragt, uns zu beauftragen, dass wir einmal diesem Herrn hinterhergehen. Wenn ich den jetzt im Fernsehen sehe, denkt man sich natürlich immer so seinen Teil.“

Moderatorin: „Oh Gott, oh Gott. Wilde Geschichten, die der Bielefelder Detektiv Patrick Kurtz schon erlebt hat und immer wieder erlebt. Natürlich nicht alles bei uns in der Stadt, er arbeitet weit über die Stadtgrenzen hinaus. Alle Infos zu Patrick und den Fällen findet ihr auch auf radiobielefeld.de.“



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D-33602 Bielefeld

Tel.: +49 (0)521 2567 0055

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„Besondere Berufe: Detektiv“ – Patrick Kurtz im Berufsporträt bei Rhein-Main TV


Für das Themenmagazin „Im Blick“ des Senders Rhein-Main TV interviewt Robert Murrmann Privatdetektiv Patrick Kurtz im Büro der Kurtz Detektei Frankfurt. Nachfolgend eine Abschrift des Interviews. Hier der Link zum Video.


Drei Fragen an einen Detektiv


Frage 1: Welche Voraussetzungen braucht ein guter Detektiv?


Patrick Kurtz: „Um Detektiv zu werden, sollte man Köpfchen haben, meiner Meinung nach – das ist ganz wichtig. Sitzfleisch, also ganz, ganz viel Geduld. Konzentrationsfähigkeit: Wenn man über viele Stunden auf einen Punkt fokussiert sein muss, an dem vielleicht gar nichts passiert, dann ist das anstrengend, dann ist das mental fordernd. Diese Geduld und Konzentrationsfähigkeit, die braucht man also.

Was mir häufig geholfen hat, ist körperliche Fitness. Es erleichtert mir, bei Observationen zum Beispiel, gerade bei Fußobservationen, den Abstand groß zu halten und also unauffällig zu bleiben, ohne dass ich den Sichtkontakt verliere, weil ich eben schnell aufschließen kann, weil ich flexibel bin und mich auch nicht davor scheue, mal über eine Mauer oder über einen Zaun zu klettern, wenn es legal und zielführend ist. Und dementsprechend halte ich die körperliche Fitness auch für wichtig.“



Frage 2: Welche Vorurteile begegnen Ihnen täglich bei der Arbeit?


Patrick Kurtz: „Viele denken natürlich an solche Geschichten wie Trovatos und Carsten Stahl. Damit haben wir auch zu kämpfen bei manchen Anfragen von Klienten. Wir müssen ihnen so ein bisschen die Flausen aus dem Kopf treiben, weil sie eben denken, wir könnten da sonst was für Späße machen, die gegen das Persönlichkeitsrecht der Zielperson verstoßen. Zum Beispiel mit Richtmikrofonen arbeiten auf größere Distanzen, also Leute abhören – so etwas ist ein No-Go in unserer Branche, dazu haben wir überhaupt keine Rechte. Zum Beispiel auch in Privaträume hinein fotografieren, quasi beim Stelldichein – bei der Untreue – am besten noch unter die Bettdecke fotografieren. Das sind so Geschichten, die wir natürlich auch nicht machen dürfen.

Und dementsprechend werden teilweise falsche Erwartungen durch das Fernsehen geweckt, und die Leute kommen dann auch mit falschen Erwartungen auf uns zu.“


Frage 3: Wie aufregend ist der Beruf wirklich?


Patrick Kurtz: „Die Spannung in unserem Job, die ist ganz, ganz unterschiedlich, von Fall zu Fall total individuell. Viele Fälle sind wirklich gähnend langweilig. Da sitzt man stundenlang im Auto, manchmal auch 10 Stunden, 12 Stunden, und das dann über mehrere Tage hinweg, ohne dass wirklich etwas Relevantes passiert. Das ist einfach ganz, ganz viel warten. Und das ist natürlich der Punkt, an dem es auch ein anstrengender Job ist und nicht unbedingt ein schöner Job.

Es gibt aber natürlich auch immer wieder extrem spannende Fälle. Einmal vom Sachverhalt her, also wenn es nicht unbedingt die Standardgeschichten sind wie Untreue – das haben wir natürlich tausendmal gesehen, und es ist auch nicht unbedingt so, dass wir da immer wieder was Neues erleben. Und dann gibt es Fälle, in denen einfach viel passiert. Wenn viel passiert, dann macht es Spaß. Wenn die Zielperson sich viel bewegt und man mit dem Fahrzeug hinterher sein muss, man immer konzentriert sein muss, dass man sie nicht im Straßenverkehr verliert oder auch in der Fußgängerzone, je nachdem wie der Fall gelagert ist, dann ist das einfach spannend und dann macht das Spaß. Aber das ist nicht unbedingt der Alltag.“


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„Ich habe eine Woche lang den Verfassungsschutz beschattet“ – Ermittler der Kurtz Detektei Berlin als Observationscoach für VICE


„Einer muss es ja machen.“


Der Ur-Berliner Ermittler Christian von der Kurtz Detektei Berlin coacht Martern Boeselager vom VICE Magazin Deutschland hinsichtlich Observationstaktiken. In Form eines scherzhaften Sozialprojekts zum Motto „Zivilcourage“ nähert sich Martern Boeselager in seinem umfangreichen Artikel realen Observationspraktiken an und nimmt dabei den Bundesverfassungsschutz aufs Korn.

Ein Auszug mit den Passagen, die unseren Berliner Privatdetektiv Christian involvieren:


Die Vorbereitung – Praktischer Teil


Aber genug gebüffelt! Jetzt wird es Zeit, mir ganz praktisch die Fertigkeiten anzueignen, die ich für diesen Auftrag brauchen würde. Um zu lernen, wie ich echte Geheimdienst-Angestellte beschatte, ohne dass sie mich sofort bemerken und mit ihren vergifteten Regenschirmen stechen, brauche ich Hilfe von einem Profi.


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Ein moderner GPS-Tracker inklusive Magnetbox und Akkumodul, mutmaßlich aktuell gängigstes Modell bei deutschen Detektiven.

Observationstipps eines alten Haudegen unter den Berliner Detektiven: Unauffälligkeit auf ganzer Ebene


„Das Wichtigste ist, nicht erkannt zu werden“, erklärt mir Christian von der Kurtz Detektei Berlin. „Sehen könnse dich, aber erkennen dürfense dich nich.“ Christian ist ein Profi: Der 49-Jährige ist seit über zehn Jahren Privatdetektiv, davor war er verdeckter Ermittler bei der Polizei. Er hat sich bereiterklärt, mir das Beschatten zu erklären – und zwar unter realen Bedingungen.

Dazu soll ich ihn einfach auf einer laufenden Observation besuchen. Und so kommt es, dass ich an einem verregneten Morgen mit Christian in seinem schwarzen Audi an einer Straßenecke in Berlin-Schöneberg sitze und darauf warte, dass ein Ex-Knasti auftaucht, der möglicherweise seine Freundin gefangen hält (vielleicht ist sie aber auch einfach nur zu ihm gezogen und ihrer Familie gefällt das nicht, das weiß man nicht so genau).


Observations-Einmaleins: mit der Umgebung verschmelzen


Während wir warten, frage ich Christian, ob er es für leichtsinnig hält, dass ich professionelle Beschatter beschatten will. „Erstmal rechnen die natürlich nicht damit, dass jemand an denen dran ist“, sagt er. „Aber ich glaube, durch diese Tätigkeit hat man einen anderen Blick für die Umwelt. Ich zum Beispiel scanne eigentlich immer die Leute in der Umgebung ab.“

Deshalb sei es besonders wichtig, sich immer der Umgebung anzugleichen. „Auf dem Ku’damm bin ich Tourist, im Grunewald habe ich ’nen Hund dabei, um spazieren zu gehen“, sagt Christian. „In die Umgebung passen, das ist das A und O.“ Mindestens genauso wichtig: die richtige Legende. „Du musst immer für dich selber wissen: Wer bist du gerade? Und was machst du gerade?“


Der richtige Abstand


Und dann geht es an praktische Hinweise: die richtige Entfernung für eine Beschattung zu Fuß zum Beispiel. „Man muss nah genug dran sein, um alles mitzubekommen, aber weit genug, dass man nicht verbrannt wird“, erklärt Christian. „50 Meter, würde ich sagen, Pi mal Daumen. Wenn er um die Ecke geht, muss man halt ein bisschen beschleunigen.“ Mein Vorteil ist hier, dass unsere Verfassungsschützerinnen sich aktuell offenbar damit schwertun, es überhaupt zu erkennen, wenn irgendwo jemand gehetzt oder gejagt wird. Vielleicht gilt das sogar dann, wenn es ihnen selber passiert.

Und noch was: „Wichtig ist: Am aufmerksamsten ist jeder, wenn er gerade sein Haus verlässt“, sagt der Detektiv. „Man guckt immer: Ist alles in Ordnung, ist alles normal? Deshalb sollte man gerade an der Wohnungstür nie zu nah dran sein.“ In meinem Fall bedeutet das: Ich muss Abstand vom Gebäude haben, wenn ich die rauskommenden Verfassungsschützer nicht nervös machen will.

Nach einer knappen Stunde ist das Zielobjekt immer noch nicht aufgetaucht, aber mein Crashkurs beendet. Ich bedanke mich bei Christian. Ich bin bereit, und ich muss los – nach Köln.


Hinweise


Der – deutlich umfangreichere – Originalartikel von Martern Boeselager erschien in VICE. Die Hervorhebungen (Fettschrift), Zwischenüberschriften und Verlinkungen auf dieser Seite können vom Original abweichen.


„Wie ermitteln Sie als Privatdetektiv unauffällig, Herr Kurtz? – Die große Sonntags-Story“ | Lübecker Nachrichten


Die Fälle von Sherlock Holmes lassen so manches Herz schneller schlagen, Detektivserien sind im Fernsehen beliebt. Doch wie sieht die alltägliche Arbeit wirklich aus? Der Privatermittler und Inhaber der Kurtz Detektei Kiel und Schleswig-Holstein, Patrick Kurtz, erzählt ausführlich aus seinem Alltag.

Patrick Kurtz ist Privatdetektiv, Kriminalist, Schriftsteller und Inhaber der Kurtz Detektei Kiel und Schleswig-Holstein. Im Dienstleister-Ranking der Wirtschaftswoche wurde die Detektei Kurtz gar als drittbester Ermittlungsdienst in Deutschland ausgezeichnet. Neben seiner Detektei in Schleswig-Holstein führt Kurtz auch in den anderen 15 Bundesländern Detekteien. Der IHK-zertifizierte Detektiv ermittelt für Privatpersonen und Unternehmen in den verschiedensten Fällen: Von der Überwachung verdächtiger Mitarbeiter bis zur Überprüfung der Treue von Ehepartnern geht er der Wahrheit auf den Grund. Auch dann, wenn es unbequem wird.


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Vom unauffälligen Observieren


Josephine Andreoli, Lübecker Nachrichten: „Beigefarbiger Trenchcoat mit aufgestelltem Kragen, die Mütze tief ins Gesicht gezogen, die Pfeife im Mundwinkel – sieht so der Arbeitsalltag für Detektive aus, Herr Kurtz?“

Patrick Kurtz: „Wer unauffällig observieren möchte, der trägt vermutlich eher keinen beigefarbenen Trenchcoat. Allerdings habe ich einen karierten Trenchcoat, der vermutlich auch nicht ganz unauffällig ist, dafür aber ziemlich detektivisch aussieht. Hinter der Zeitung verstecken wir uns bei Observationen auch nicht mehr. Das war früher vielleicht mal notwendig – um Kameras zu verstecken.“

Josephine Andreoli: „Wie observiert man denn betont unauffällig?“

Patrick Kurtz: „Betont unauffällig ist meistens ziemlich auffällig. Man ist unauffällig, indem man sich so gibt, wie die anderen in seiner Umgebung, indem man sich in sein Umfeld einfügt. Wenn man jemanden in einem Restaurant observiert, ist es deutlich unauffälliger, wenn noch ein Partner mit dabei ist, weil es eher ungewöhnlich ist, dass jemand allein essen geht. Und natürlich sollte ich auch meine technischen Hilfsmittel so auswählen, dass sie unauffällig sind, was heute recht einfach ist. Jeder hat ein Smartphone und kann damit unauffällig Fotos machen. Ich habe sogar Uhren, die haben ein knopflochgroßes Objektiv, da drücke ich drauf und kann Videoaufnahmen und Bilder machen. Die Kameras sind mittlerweile so klein, die kann man überall verstecken.“


Oft geht es um Untreue in der Partnerschaft


Josephine Andreoli: „Und kommen die Leute tatsächlich zu Ihnen, um herauszufinden, ob die Ehefrau oder der Ehemann fremdgeht?“

Patrick Kurtz: „Ja, bei Privatpersonen geht es ganz klischeehaft tatsächlich häufig um Untreue in der Partnerschaft. Wir sprechen dabei von Untreueermittlung. Das ist der Sachverhalt, den wir bei uns in der Detektei am häufigsten haben.“

Josephine Andreoli: „Warum spionieren die Leute ihrem Partner nicht selbst hinterher?“

Patrick Kurtz: „Den eigenen Partner zu observieren, halte ich für ziemlich unklug, wenn man unauffällig sein möchte. Zum einen kennt der natürlich das eigene Gesicht, zum anderen ist der Otto Normalbürger nicht in Observationstaktiken geschult. Es ist schon häufiger vorgekommen, dass Auftraggeber uns gesagt haben, dass sie dem Partner bereits hinterherspioniert haben, aber aufgeflogen sind. Das erschwert uns dann die Arbeit. Die Zielperson ist ja dann schon sensibilisiert, guckt sich vielleicht häufiger mal um und scannt die Umgebung.“

Josephine Andreoli: „Aber wer rechnet schon damit, von einem Detektiv observiert zu werden?“

Patrick Kurtz: „Da gibt es durchaus Leute. Es gibt ja genügend Menschen, die Dreck am Stecken haben und sich dessen bewusst sind. Und die passen auch auf. Besonders sensibilisiert sind zum Beispiel Menschen, die Krankschreibungsbetrug begehen. Die wissen ja ganz genau, dass sie gegen ihren Arbeitsvertrag verstoßen und der Arbeitgeber berechtigt wäre, ihnen eine fristlose Kündigung auszusprechen.“


Die meisten Aufträge kommen von Privatpersonen


Josephine Andreoli: „Es kommt also häufiger vor, dass auch Unternehmen Sie beauftragen. Wie ist die Gewichtung von Aufträgen durch Privatpersonen und Unternehmen in Ihrer Detektei?“

Patrick Kurtz: „Wir bekommen definitiv mehr Aufträge von Privatpersonen. Ich schätze, das ist ein Verhältnis von 65 zu 35 Prozent. Aber die Umsätze werden natürlich stärker von den Unternehmen geprägt.“

Josephine Andreoli: „Wird man als Detektiv reich?“

Patrick Kurtz: „Wie in den meisten Branchen sind beide Extreme gegeben, wobei das Gros der Ermittler heutzutage eher schlecht verdient, weil die Auftragslage rückgängig ist. Vor 20 bis 30 Jahren war es deutlich wahrscheinlicher, als Detektiv zu Vermögen zu kommen.“


95 Prozent der Arbeit ist Observation


Josephine Andreoli: „Was macht den Hauptteil Ihrer Arbeit aus?“

Patrick Kurtz: „Wenn man im Feld aktiv ist, macht die Observation schon 95 Prozent der Zeit aus. Die Observationen selbst laufen aber ganz unterschiedlich ab. Manche geschehen fußläufig, die meisten werden allerdings im Fahrzeug durchgeführt. Man muss da jede Menge Sitzfleisch mitbringen – das ist sehr sehr viel Warterei. Teilweise sitzt man 16, 17 Stunden am Stück im Auto und es passiert nichts. Man muss dabei aber natürlich trotzdem konzentriert bleiben und einen bestimmten Punkt, zum Beispiel eine Tür, fokussieren.“

Josephine Andreoli: „Und was ist, wenn man mal auf die Toilette muss?“

Patrick Kurtz: „Zu zweit ist das meist nicht so problematisch, da kann einer mal kurz weg. Aber wenn man allein ist – ich würde nicht empfehlen, aus einer Punica-Flasche zu trinken, das ist so das Standardmittel bei uns.“


Heavy Metal gegen Müdigkeit


Josephine Andreoli: „Was machen Sie, wenn Sie mal müde werden?“

Patrick Kurtz: „Ich höre Heavy Metall! Ich gehe dann meistens die Doppelfußmaschine vom Schlagzeuger mit, da werde ich automatisch wieder wach. Oftmals höre ich auch Hörbücher, früher viel Sherlock Holmes, aber das kann ich mittlerweile in- und auswendig.“

Josephine Andreoli: „Ist Ihre Arbeit so spannend, wie durch Sherlock Holmes und Thomas Magnum vermittelt?“

Patrick Kurtz: „So spannend wie in Filmen und Romanen vermittelt, ist die Arbeit meistens nicht. Vor allem reihen sich nicht zahlreiche spektakuläre Fälle aneinander, sondern es kommt vielfach vor, dass sich Fälle wiederholen. Spannend ist die Arbeit aber natürlich trotzdem.“


Die rechtliche Grundlage ist das A & O


Josephine Andreoli: „Welche Eigenschaften sollte ein Detektiv unbedingt mitbringen?“

Patrick Kurtz: „Fachkompetenz. Die rechtlichen Grundlagen sind das A und O, die muss man draufhaben, sonst bringt man sich und seine Auftraggeber in Teufels Küche. Hinzu kommen Hartnäckigkeit, Sitzfleisch, Konzentrationsfähigkeit und körperliche Fitness. Man muss auch mal Hindernisse überwinden oder einen größer werdenden Abstand zwischen sich und der Zielperson wieder aufholen. Für einen übergewichtigen Ermittler wird das schnell mal schwierig. Außerdem halte ich Kreativität für eine Kernkompetenz bei Ermittlern – man muss den Blickwinkel ändern, anders denken können, um auch schwierige Fälle zu lösen.“

Josephine Andreoli: „Wie wird man denn Detektiv? Gibt es eine Art Detektivschule?“

Patrick Kurtz: „Im Normalfall hat man eine Vorkarriere in einer Ermittlungsbehörde hinter sich. Das kann von der Kriminalpolizei über den BND, den Zoll oder auch die Stasi alles sein. Aber grundsätzlich kann in Deutschland jeder Detektiv werden – das ist auch das Problematische daran: Es gibt hier keine Zulassungsvoraussetzung. Die einzige Voraussetzung ist, dass man keinen Eintrag in seinem Führungszeugnis hat. Das ist in Hinblick auf den Datenschutz und das Persönlichkeitsrecht ein gravierender politischer Missstand.“


Schon mit 13 Sherlock Holmes gelesen


Josephine Andreoli: „Sie haben also vor Gründung Ihrer Detektei auch in einer Ermittlungsbehörde gearbeitet?“

Patrick Kurtz: „Nein, ich bin tatsächlich eher durch Zufall dazu gekommen – obwohl ich schon mit 13 Jahren leidenschaftlich gern Sherlock-Holmes-Geschichten konsumiert und auch angefangen habe, Pfeife zu rauchen. Zwischen meinem Bachelor- und Masterstudium der Europäischen Literatur hatte ich ein Jahr Zeit und wollte mich gern weiter fortbilden. Letztlich habe ich eine sechsmonatige Ausbildung an der Sicherheitsakademie Berlin gemacht und dafür dann das IHK-Zertifikat als Fachkraft Detektiv erhalten.“

Josephine Andreoli: „Wie wichtig ist Kunden so ein Zertifikat?“

Patrick Kurtz: „Klienten fragen ab und an nach dem IHK-Zertifikat und manche teilen mir sogar mit, sich aufgrund meiner IHK-Zertifizierung für die Detektei Kurtz entschieden zu haben. Aber es muss auch nicht unbedingt dieser spezielle Ausbildungsweg sein. Entscheidend ist, dass ein Ermittler eine Grundausbildung absolviert hat, die ihn für den Detektivberuf qualifiziert.

Mittlerweile führe ich diesen Beruf seit 2013 aus und es gibt immer wieder Fälle, da passiert was, von dem ich noch nie gehört habe. Und das macht diesen Job so unglaublich spannend. Es ist schon witzig, aber jetzt hat es sich eben ergeben, dass ich ein Pfeife rauchender Detektiv bin – vermutlich der einzige in ganz Deutschland.“

Josephine Andreoli: „Vielen Dank für das Gespräch, Herr Kurtz!“


Hinweise


Der Originalartikel von Josephine Andreoli erschien in den Lübecker Nachrichten. Die Hervorhebungen (Fettschrift) und Verlinkungen auf dieser Seite können vom Original abweichen.

Zeitgleich veröffentlichten die Lübecker Nachrichten in Zusammenarbeit mit Raoul Oliver Classen, Präsident des Bundesverbandes deutscher Detektive (BDD), einen weiteren Artikel über das Detektivgewerbe, ebenfalls verfasst von Josephine Andreoli: https://www.ln-online.de/Nachrichten/Norddeutschland/Der-moderne-Sherlock-Holmes-Was-macht-einen-guten-Detektiv-aus.


Kurtz Detektei Kiel und Schleswig-Holstein

Hopfenstraße 1d

D-24114 Kiel

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E-Mail: kontakt@kurtz-detektei-kiel.de

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„So arbeitet ein Privatdetektiv“ – Patrick Kurtz im Interview mit der Rheinischen Post Duisburg


Tim Harpers von der Rheinischen Post Duisburg interviewt Patrick Kurtz, Inhaber der Kurtz Detektei Duisburg, über den Beruf des privaten Ermittlers in Deutschland.


Detektei in Duisburg


„Duisburg. Patrick Kurtz betreibt eine Detektei mit 30 Betriebsstätten in Deutschland. Er und seine Kollegen ermitteln unter anderem in DuisburgDüsseldorf und am Niederrhein. Ein Gespräch über die Herausforderungen seines Jobs, Betrug, Observationen und das Retten von Leben.“


Der Weg zur heutigen Detektei Kurtz


„Patrick Kurtz könnte alles machen. Er ist ein durch und durch unauffälliger Typ – muskulös und gepflegt, schwarzer Pullover, graue Stoffhose, silberne Armbanduhr. Er ist ruhig, spricht überlegt, hat keine sonderlich auffälligen Tics, wirkt charmant, intelligent und lächelt viel. Er könnte sich unter Juristen, Betriebswirtschaftlern, Barkeepern oder Versicherungsvertretern bewegen – auffallen würde er wohl nirgendwo. Für einen wie Kurtz ist das wichtig. Der 30-Jährige ist Privatdetektiv und Unauffälligkeit eine der wichtigsten Voraussetzungen seines Jobs.

Die Detektei Kurtz mit Sitz in Leipzig hat über 30 Betriebsstätten in Deutschland. Neben der Zentrale für Westdeutschland in Wuppertal sind das unter anderem Standorte in Düsseldorf und Duisburg. Von Wuppertal aus deckt die Detektei allerdings den gesamten Westen ab, schickt Detektive bei Bedarf an den Niederrhein, ins Ruhrgebiet und ins Sauerland. Die meisten Ermittler arbeiten auf freiberuflicher Basis. Bis zum vergangenen Jahr gingen alle der rund 600 Fälle im Jahr über den Schreibtisch des Chefs. ‚Das ist mir aber zu viel geworden‘, sagt Kurtz. ‚Das ging mir an die Substanz. Ich musste lernen, Arbeit abzugeben.‘

Kurtz selbst wuchs in Thüringen auf. ‚Ich habe damals alles an Literatur verschlungen, was mit Detektivarbeit zu tun hat‘, erinnert er sich. Später studierte er Provinzialrömische Archäologie, Psychologie, Komparatistik und Germanistik an den Universitäten Oxford, Leipzig, Marburg und Hagen. ‚Zwischen Bachelor und Master hatte ich ein Jahr Zeit‘, sagt Kurtz. ‚Da bin ich auf ein Praktikumsangebot als Privatdetektiv gestoßen. Ich habe mich beworben, dann aber nie wieder etwas davon gehört.‘ Sein Interesse sei aber geweckt gewesen. ‚Es war dann so ein Mix aus natürlicher Veranlagung und Interesse an der Materie, die mich haben schauen lassen, was es braucht, um tatsächlich erfolgreich in diesem Beruf arbeiten zu können.‘ So sei er schließlich auf den IHK-Lehrgang zur ‚Fachkraft Detektiv‚ an der Berliner Sicherheitsakademie gestoßen. Dort seien zwei wesentliche Blöcke unterrichtet worden: Ermittlungstechnik und rechtliche Grundlagen auf der einen und Sicherheit auf der anderen Seite. ‚Das Thema Sicherheit war für mich weniger relevant‘, sagt Kurtz. ‚Da ging es zum Beispiel um Gebäude- und Warenschutz. Dinge, die man zum Beispiel als Kaufhausdetektiv wissen sollte. Als solcher wollte ich aber nicht arbeiten.'“


Aufgabenfelder der Kurtz Detektive Duisburg


„Testdiebstähle und Kaufhausüberwachung bieten Kurtz und seine Kollegen deshalb nicht an. ‚Das ist ein ganz anderer Schwerpunkt‘, sagt der Ermittler. ‚Wir sind auf personenbezogene bzw. auf Wirtschaftsermittlungen spezialisiert.‘

Das Gros der privaten Detektivarbeit machen Observations- beziehungsweise Rechercheaufträge zum Thema Betrug aus – unabhängig davon, ob es um persönliche oder berufliche Beziehungen geht. Bei persönlichen Aufträgen geht es meist um das Thema Untreue, bei den Wirtschaftsaufträgen zum Beispiel um Krankschreibungsbetrug. Ebenfalls zum Repertoire der Detektei gehören Spezialgebiete wie IT-Forensik oder die Aufenthaltsbestimmung von Personen. Dabei setzt Kurtz unter anderem auch auf Mantrailing – den Einsatz von ausgebildeten Personenspürhunden.“


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Rechte von Detektiven in Deutschland


„Willkürlich in fremde Wohnzimmer fotografieren – wie Detektivsendungen im Privatfernsehen es suggerieren – dürfen die Detektive bei ihrer Arbeit nicht. ‚Wir verfügen nur über die sogenannten Jedermannsrechte, brauchen also immer ein begründetes Interesse, wenn wir tätig werden sollen‘, erläutert Kurtz. Privatwohnungen seien rechtlich gesehen besondere Schutzzonen. ‚Wenn wir Observationen durchführen, dann geschieht das im öffentlichen Raum.‘ Aber die Beobachtungen, die sich dort machen ließen, reichten meistens aus. ‚Das kommunizieren wir auch unseren Kunden gegenüber so. Wir dürften zwar nicht ins Wohnzimmer fotografieren, aber oft hilft es schon weiter, wenn auf den Bildern zu sehen ist, dass zum Beispiel der unter Betrugsverdacht stehende Ehemann eine bestimmte Adresse aufsucht.'“


Mantrailing-Fall mit Suizidversuch


„Der Detektivberuf ist für Kurtz allerdings viel mehr die Verfolgung von Betrügern. Das ist für ihn bloß das ‚Brot- und Buttergeschäft‘, wie er es nennt.

An einen Fall am Niederrhein erinnert sich Patrick Kurtz besonders gut. Ein besorgtes Elternpaar hatte sich an die Detektei Kurtz gewandt. Der 18-jährige Sohn war verschwunden und hatte einen Abschiedsbrief hinterlassen, aus dem hervorging, dass er sich etwas antun wollte. Die einzige Information, die die Eltern hatten, war, dass ihr Sohn an einem bestimmten Geldautomaten in der Nähe Geld abgehoben hatte. ‚In diesem Fall war Mantrailing sinnvoll‘, erinnert sich Kurtz. ‚Wir haben die Eltern gebeten, uns zum Treffpunkt am Automaten etwas mitzubringen, was stark nach ihrem verschwundenen Sohn riecht. Und tatsächlich konnten die Hunde dann eine Spur aufnehmen.‘ Die habe sie schließlich an ein Hotel geführt. ‚Drinnen haben wir die Mitarbeiter überzeugen müssen, dass es bei der Suche um Leben und Tod gehen könnte. Als die Hunde an einem Hotelzimmer anschlugen, öffneten die Mitarbeiter. Und auf dem Bett lag der ohnmächtige Sohn mit bereits aufgeschnittenen Pulsadern.‘ Sie seien gerade noch rechtzeitig gekommen. ‚Der junge Mann konnte im Krankenhaus gerettet werden.'“


Anhaltende Schieflage der Detektivbranche


„Fälle wie dieser motivieren den 30-Jährigen. Motivation ist wichtig, denn ein Nachlassen kann er sich nicht erlauben. Die Branche macht derzeit schwere Zeiten durch. ‚Der Markt wird immer kleiner‘, sagt Kurtz. ‚Soziale Medien und das Internet helfen uns auf der einen Seite zwar ungemein, kosten uns aber auf der anderen Seite auch Aufträge.‘ Im Internet seien heute jede Menge Informationen verfügbar, für die man früher einen Detektiv beauftragt hätte. Es sei ein schwieriges Umfeld.

Kurtz freut sich deshalb umso mehr über jeden neuen seriösen Kollegen. Gute Ermittler bräuchten Neugier, jede Menge Ausdauer und ein gewisses Improvisationstalent. ‚Ausdauer ist immens wichtig. So eine Observation kann auch mal zwölf, 13, 14 Stunden dauern. Wenn man in einem Fall nicht weiterkommt, muss man außerdem in der Lage sein, sich hinzusetzen, querzudenken und eine Lösung zu finden‘, sagt der Detektiv. ‚Ich würde das Köpfchen nennen.‘ Es sind hohe Anforderungen für einen Beruf ohne geschützte Berufsbezeichnung. ‚Das macht es schwer, motivierten und fähigen Nachwuchs zu finden. Wir sind ständig auf der Suche.‘

Im Idealfall wären die neuen Kollegen genauso unauffällig wie ihr Chef. Juristen, Betriebswirtschaftler, Barkeeper oder Versicherungsvertreter mit Köpfchen, Talent und Interesse am Quereinstieg? Kurtz wären alle willkommen.“


Hinweise


Der Originalartikel erschien in der Rheinischen Post. Die Hervorhebungen (Fettschrift) und Verlinkungen auf dieser Seite können vom Original abweichen.


Kurtz Detektei Duisburg

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47137 Duisburg

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„Der Schattenmann“ – Kurzinterview mit Detektiv Patrick Kurtz im Magazin Leipziger Leben


Privatdetektiv Patrick Kurtz von der Kurtz Detektei Leipzig im Kurzinterview mit dem Stadtmagazin „Leipziger Leben“für das Themenheft „Außergewöhnliche Berufe“. Bei dem Text handelt es sich um eine Zusammenfassung eines Gesprächs mit Maria Posselt und nicht um Originalzitate.


„Der Schattenmann: Patrick Kurtz, Detektei Kurtz“


Patrick Kurtz: „Auch wenn ich bei meinen Observationen hier und da geduldig sein muss, erlebe ich jeden Tag viel Spannendes. Allerdings schneide ich keine Löcher in Zeitungen oder klebe mir falsche Bärte an.

Zu untersuchen, ob jemand in der Partnerschaft untreu ist, gehört für mich genauso dazu wie Ermittlungen im Bereich des Wirtschaftsbetrugs.

Auch bei Diebstählen, Sorgerechtsfällen oder bei vermissten Personen gehe ich in die Spur.

Wenn ich an einer Stelle nicht weiterkomme, ziehe ich mich zurück und suche einen ruhigen Ort zum Nachdenken – das habe ich mir von Sherlock Holmes abgeschaut.“



Hinweis


Die Hervorhebungen (Fettschrift) und Verlinkungen stammen nicht aus dem Originalartikel, sondern von der Kurtz Detektei Leipzig.


Quelle: Leipziger Leben Ausgabe 3/2019

 

Kurtz Detektei Leipzig

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04318 Leipzig

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Was macht eigentlich ein Privatdetektiv?


Patrick Kurtz von der Kurtz Detektei Zürich im Interview mit XING Schweiz


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Patrick Kurtz, Privatdetektiv und Inhaber der Kurtz Detektei Zürich und Schweiz

Bestimmt haben auch Sie im Fernsehen schon spannende Krimis gesehen, in welchen der Privatdetektiv kurz vor Schluss des Films ein Rätsel löst und somit das Opfer vor dem Tode bewahrt. Wie wahrheitsgetreu die Arbeit eines Detektivs in diesen Filmen dargestellt wird, können Sie heute selbst herausfinden. Wir, das Redaktionsteam von XING Schweiz, haben diese Woche nämlich Patrick Kurtz interviewt. Er arbeitet als Privatdetektiv und ist Inhaber der Kurtz Detektei in Zürich. Spielen Sie heute selbst Detektiv und finden Sie im Interview mehr über den beruflichen Alltag eines Detektivs heraus:


Was für Fälle übernehmen Sie?


Wir übernehmen Aufträge von Privatpersonen, Unternehmen und Organisationen sowie von staatlichen Institutionen. Die typischsten Fälle bewegen sich im Bereich des Betrugs – sei es Fremdgehen im Privaten, Krankschreibungsbetrug im Unternehmen oder Sozialbetrug gegen die Allgemeinheit. Auch Eigentumsdelikte wie Unterschlagung, Veruntreuung oder Diebstahl zählen zu unseren Spezialgebieten.


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Patrick Kurtz bei einer Ermittlung

Welche Ausbildung haben Sie absolviert, um als Privatdetektiv tätig sein zu können?


Ich habe eine sechsmonatige Vollzeitausbildung als „IHK-Fachkraft Detektiv“ an der Sicherheitsakademie Berlin absolviert. Leider gibt es weder in der Schweiz noch in Deutschland flächendeckende Zugangsvoraussetzungen, um diesen Beruf ausüben zu dürfen. Aus diesem Grund schaden oftmals Personen ohne jegliche Vorkenntnisse dem Ruf der Branche.

Die meisten langjährig aktiven Detektive in der Schweiz haben eine Vorkarriere bei einer Ermittlungsbehörde hinter sich, wo sie die wichtigsten Voraussetzungen für diesen Beruf erlernen konnten. Dies erachte ich als sinnvollen Werdegang, um unter optimalen Bedingungen als Detektiv durchstarten zu können.


Wie sieht ein typischer Arbeitstag von Ihnen aus?


Sie werden überrascht sein: sehr „sitzlastig“. Da ich mittlerweile überwiegend mit der Administration der Detektei Kurtz beschäftigt bin, ist mein Arbeitsmittelpunkt der Schreibtisch. Von hier aus werden Klienten und Interessenten beraten, Ermittlungsberichte gegengelesen, Einsätze koordiniert, Rechnungen ausgestellt usw. Aber auch bei der Arbeit im Feld kommt es häufig auf gutes Sitzfleisch an, da der gewöhnliche Alltag eines Detektivs aus Observationen besteht, die in vielen Fällen eine lange Wartezeit erfordern. Geduld und Ausdauer, gerade mentaler Natur, sind Tag für Tag gefragt.


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Patrick Kurtz bei einer Observierung

Können Sie mir von einem Ihrer Fälle erzählen?


Vor einigen Jahren konnten wir zu einer Familienzusammenkunft beitragen. Mein Klient war dabei auf der Suche nach seiner Tochter (21). Er hatte sie seit der Trennung von seiner damaligen Frau nicht mehr gesehen. Er werde langsam alt, erzählte er uns, und da erinnere man sich an Fehler, die man dann bereue. Er wolle nun endlich seine Tochter kennenlernen, bevor es womöglich zu spät für ihn sei, und dafür brauche er unsere Hilfe.

Als ersten Schritt führten wir eine Online-Recherche durch, die zwar eine Fülle von Treffern ergab, aber es ohne weitere Ausschlusskriterien fast unmöglich machte, den richtigen Kontakt ausfindig zu machen. Von den früheren Unterhaltszahlungen war meinem Klienten ein Bankkonto seiner Ex-Frau bekannt, das wir noch am gleichen Abend prüften. Allerdings lagen seit über drei Jahren keine Kontobewegungen mehr vor, weswegen wir auf diesem Wege keine aktuelle Adresse recherchieren konnten.

Nach diversen unterschiedlichen Ermittlungsmassnahmen gingen wir auf die aktuellen Mieter der letzten bekannten Anschrift zu – es handelte sich hierbei um ein Ladengeschäft. Der Ladenbesitzer konnte sich zwar an eine Frau erinnern, die der Personenbeschreibung entsprach und ein Mädchen in diesem Alter hatte. Weitere Informationen konnte er uns aber leider nicht geben. Auch die Befragung des Vermieters der Immobilie brachte uns nicht viel weiter.

In der Zwischenzeit lag das Ergebnis einer Datenbankanfrage vor, die wir in Auftrag gegeben hatten. Sie brachte eine ganze Reihe weiterer Adressen zu Tage. Einer unserer Privatdetektive begab sich an die aktuellste dieser Adressen, um die Anschrift vor Ort zu prüfen: Nirgendwo an den Klingelschildern befand sich ein Hinweis auf die Namen der Mutter oder der Tochter. Erst der Vermieter des Gebäudes an dieser Adresse kannte die gesuchten Personen. Er berichtete, dass er für diese bereits alle Mietverträge fertig gestellt hatte, doch kurz vor dem Einzug hätten die Gesuchten einen Rückzieher gemacht und die Wohnung wieder gekündigt. Warum sie das taten und wohin es sie verschlagen hatte, wusste der Vermieter allerdings nicht.

Da im Zuge der bisherigen Ermittlungen eine ganze Liste zuvor unbekannter Wohnadressen entstanden ist, wiederholten wir die anfängliche Online-Recherche unter Berücksichtigung der neuen Suchparameter. Wir landeten einen Treffer: Eine Traueranzeige aus dem Jahr 2012, die von einer Person mit dem Namen der gesuchten Tochter erstellt worden war. Der Verstorbene trug den Namen des Grossvaters der Tochter bzw. des ehemaligen Schwiegervaters des Auftraggebers. Durch die neu erlangten Informationen wussten wir nun, dass die Tochter des Klienten mindestens in einem bestimmten Zeitraum an der Adresse XY gelebt haben musste. Diesem Hinweis folgend, fanden wir ein sehr aufschlussreiches Profil der gesuchten Tochter in den sozialen Medien – und wir konnten unseren Klienten gar informieren, dass er in der Zwischenzeit Grossvater geworden war.

Über Umwege sind wir schliesslich auf die Telefonnummer der Tochter gestossen und konnten – nach Rücksprache mit ihr – diese wichtige Information ihrem Vater überbringen. Wie er uns wenige Tage später berichtete, hatte er sogleich Kontakt mit seiner Tochter aufgenommen und einen Termin für ein Treffen ausgemacht.

Wie die Geschichte weiterging, wissen wir nicht. Doch so hatten die beiden zumindest die Möglichkeit, sich wieder zu sehen.


Wo sehen Sie die Vor- und Nachteile in Ihrem Beruf?


Der Beruf ist extrem abwechslungsreich, vielseitig und unabhängig ausführbar. Ich kann durch diesen Job an menschlichen Schicksalen teilhaben und diese im Optimalfall positiv beeinflussen. Durch die Vielfalt der Auftraggeber – zu denen nicht nur unterschiedlichste soziale Schichten aus unterschiedlichen Regionen zählen, sondern zuweilen auch wichtige Entscheidungsträger aus der Politik oder Grosskonzernen – erfahre ich unheimlich Vieles, was der Öffentlichkeit vorenthalten bleibt. Das ist unglaublich spannend und macht die Arbeit als Privatdetektiv zu etwas ganz Besonderem.

Was aber als Besonderheit des Berufs genannt werden kann, zählt für mich auch zu den Nachteilen. Als Privatdetektiv tun sich einem viel Leid und menschliche Abgründe auf, die nicht immer schön anzusehen sind. Auch wenn man viel Wert auf einen sicheren Arbeitsplatz mit genau kalkulierbarem Monatseinkommen legt, sollte man sich besser nach einer anderen Tätigkeit umschauen. Denn durch die neuen digitalen Möglichkeiten sind viele Aufgaben, die zu den traditionellen Aufträgen der Privatdetektive gezählt haben, verloren gegangen, und somit ist die Zukunftsperspektive dieses Berufes meiner Einschätzung nach leider sehr unsicher.


Hinweise


Der Originalartikel erschien auf XING. Die Kurtz Detektei Zürich dankt XING Schweiz für das Interesse und den gelungenen Beitrag!

Die Hervorhebungen (Fettschrift) und Verlinkungen auf dieser Seite können vom Original abweichen.


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„Wedding Sherlock“: Stadtgeflüster-Interview mit Detektiv Patrick Kurtz – Teil II


Dominik Irtenkauf befragt Detektiv Patrick Kurtz, Inhaber der Kurtz Detektei Mannheim. Im zweiten Teil des Interviews geht es um das Thema Untreue. Teil I über Heiratsschwindel finden Sie hier.


Patrick Kurtz; Detektei Karlsruhe, Detektiv Speyer, Privatdetektiv Weinheim, Detektei Worms
Detektiv Patrick Kurtz; Illustration: Stadtgeflüster Interview – Thorsten Kambach

Untreue, die Sie ebenfalls untersuchen, wird da schon weit verbreiteter sein. Wie nähert man sich da einer verdächtigten Person an?


Das läuft allgemein über Observationen. Wir besprechen mit dem Auftraggeber, zu welchen Zeiten es wahrscheinlich ist, dass ein Seitensprung stattfinden könnte. Oder dass ein andersartiges Treffen mit einer Person stattfindet, das nicht platonischer Natur sein könnte. Wenn das besprochen ist, reden wir über den Ort. Wo findet die Observation statt, wie viele Ermittler brauchen wir da, wie viele Einsatzfahrzeuge, welche Probleme könnte die Observationssituation mit sich bringen? Haben wir da eine Baustelle, die uns bei der Fahrzeugverfolgung Probleme bereiten könnte? Wie sehen die Ampelschaltungen in der Umgebung aus? Gibt es Einbahnstraßen? Solche Dinge muss man im Vorfeld klären. „Observationsraumaufklärung“ nennt man das.


Und dann kann die Beschattung losgehen?


Genau. Dann wird die Beobachtung durchgeführt. Mit welchen Personen trifft sich die mutmaßlich untreue Person? Wie verhalten sich die Leute, mit denen sie sich trifft, und wie verhalten sie sich mit unserer eigentlichen Zielperson untereinander? Gibt es Anzeichen, dass es sich um ein Liebesverhältnis handelt? Oder ist das Verhältnis rein platonischer Natur? Jetzt ist es natürlich so, dass wir nicht mit ins Schlafzimmer gehen und filmen können, was dort passiert. In der Regel kann man aber schon auf der Straße, im öffentlichen Raum, erkennen, ob jemand eine platonische oder tiefergehende Beziehung hat.


Wie beweisen Sie das danach?


Wenn etwas Relevantes passiert, fertigen wir Fotos bzw. Videoaufnahmen an. Sämtliche Ergebnisse der Observation werden in einem Ermittlungsbericht zusammengefasst. Das heißt, es ist unseren Auftraggebern sehr gut möglich, nachzuvollziehen, was im Observationszeitraum passiert ist. Wenn das Gericht diesen Bericht nicht für ausreichend hält, dann können noch die Fotos angefordert werden.


Wer meldet sich da bei Ihnen? Schon verheiratete Personen oder eifersüchtige Liebhaber?


Alle. Alle Formen von Beziehungen sind dabei, d.h. Ehepartner, langjährige Lebensgefährten, teilweise aber auch Leute, die erst frisch zusammengekommen sind. Bei Letzteren müssen wir stets schauen, ob wir ein berechtigtes Interesse vorliegen haben. Bei Observationen beobachtet man ja eine Person, man verfolgt eine Person, das ist immer ein Eingriff in deren Persönlichkeitsrecht. Diese Maßnahme muss gerechtfertigt sein. „Güterabwägung“ nennt man das in der Rechtssprache. Oder auch: „Interessenabwägung“.


Sie prüfen dann, ob eine Ermittlung überhaupt legal ist?


Genau. Um diese Rechtfertigung zu haben, reicht es eben nicht, wenn die betreffenden Personen drei Wochen zusammen sind und einer meint, der andere sei untreu. Vielleicht hat der Partner eine gänzlich andere Auffassung von der Beziehung, da die Fronten noch gar nicht geklärt sind. Wo der Status untereinander noch gar nicht klar sein kann, ist das nichts, was wir anfassen. Das ist uns zu heiß. Zumal in solchen Fällen selten bereits gemeinsame wirtschaftliche Interessen der Partner mit reinspielen.


Was heißt das?


Bei Studenten zum Beispiel, die in unterschiedlichen Wohnungen leben, einen getrennten Haushalt führen, die keine gemeinsamen Zahlungen haben, keine Kreditverpflichtungen, da ist kein wirtschaftliches Interesse vorhanden. Das reicht für uns nicht aus. Das ist eine rein emotionale Geschichte ohne rechtlichen Hintergrund.


Spurensicherung; Privatdetektei Heidelberg, Privatdetektiv Ludwigshafen, Detektiv Mannheim
Auch Spurensicherung gehört zum Handwerk vieler professioneller Detektive.

Ist das für Sie ein Auftrag wie jeder andere auch oder fühlt man sich da manchmal als Dreckige-Wäsche-Wascher?


„Letztendlich ist es nicht unsere Schuld, wenn jemand seine Frau betrügt.“


Also wir haben täglich Untreue-Observationen. Aus diesem Grund müssen wir da mit einem gewissen Abstand rangehen und können das auch. Es ist aber zweifelsohne so, dass viele Observierte sauer auf uns sind, weil sie die Schuld für den Stress zuhause, den die Entlarvung mit sich bringt, bei uns suchen.


Wie reagieren Sie?


Ich bin der Ansicht: Wir haben die Tat nicht begangen, wir haben die Tat nur dokumentiert, wie das ein polizeilicher Ermittler letztlich auch macht. Bei Untreue handelt es sich nicht um einen Rechtsbruch, sondern lediglich um einen moralischen Verstoß. Leute, die von ihren Partnern betrogen werden, haben trotzdem das Recht, die Wahrheit zu erfahren, schließlich hängt ihr ganzer Lebensentwurf von der Beziehung ab. Letztendlich ist es nicht unsere Schuld, wenn jemand seine Frau betrügt und dabei erwischt wird. Wir sind dabei nur diejenigen, die ihn erwischen. Aber nicht die, die das Delikt begehen.


Die Reaktionen bleiben im Rahmen?


Es gibt auch genügend Zielpersonen, die so wütend reagieren, dass sie uns Drohungen schicken. Die sind aber meist eher amüsant, weil es in der Regel dummes Gerede ist. Wir haben auch schon so Drohungen bekommen wie: Ich stehe morgen mit 500 Mann vor deiner Haustür. Das mit den 500 Mann ist natürlich totaler Blödsinn. Wer hat schon eine Privatarmee zuhause?


„Es gibt genügend Zielpersonen, die uns drohen.“


Wie treu sind die Deutschen in der Ehe? Was ist Ihr Eindruck aus Ihrer professionellen Perspektive?


Das ist eine statistische Frage, die ich so nicht beantworten kann, da wir im Alltag ja nur mit der Schnittmenge an Beziehungen zu tun haben, in denen bereits ein Untreue-Verdacht besteht. Ginge man allein danach, müsste man sagen, dass circa 70-80 Prozent der Deutschen fremdgehen, aber das ist natürlich ein stark verfälschtes Bild.


Infokasten Patrick Kurtz


Inhaber der Kurtz Detektei Mannheim und Rhein-Neckar. Er hat kurzfristig auf unsere Interviewanfrage zu diesem speziellen Thema geantwortet. Patrick Kurtz wird regelmäßig in verschiedenen Medien nach seiner Expertise gefragt.

Trickbetrug und Heiratsschwindel sind keine Kavaliersdelikte und erfordern eine koordinierte Reaktion. Patrick Kurtz und sein Team behandeln die Fälle diskret und ergebnisorientiert.“


Hinweis


Die Hervorhebungen (Fettschrift) und Verlinkungen stammen nicht aus dem Originalartikel, sondern von der Kurtz Detektei Mannheim und Rhein-Neckar.


Quelle: Stadtgeflüster Verlag GmbH, „Original Stadtgeflüster Interview“, 5/2018, 13. Jg.

 

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https://www.kurtz-detektei-mannheim.de/2018/08/12/wedding-sherlock-stadtgeflüster-interview-mit-detektiv-patrick-kurtz-teil-ii/

„Wedding Sherlock“: Stadtgeflüster-Interview über Heiratsschwindel mit Detektiv Patrick Kurtz – Teil I


Dominik Irtenkauf erfährt von Detektiv Patrick Kurtz die Tücken und Lügen der Heiratsschwindler.


„Nicht alles, was glänzt und schön ist, kann Liebe sein. Manchmal trügt der Schein. Betrüger mischen sich unter die Heiratswilligen. Die Kurtz Detektei Mannheim ermittelt zu Heiratsschwindlern, führt auch Observationen in Fällen der Untreue durch. Patrick Kurtz erläutert, welche Maschen die Nepper anwenden.


Patrick Kurtz; Detektei Ludwigshafen, Detektiv Mannheim, Privatdetektiv Heidelberg, Detektei Speyer
Detektiv Patrick Kurtz; Illustration: Stadtgeflüster Interview – Thorsten Kambach

Wie häufig erhält Ihre Detektei Fälle, die Heiratsschwindler betreffen?


Relativ selten. Im Durchschnitt einmal in drei Monaten. Die Anfragen kommen kaum einmal von den Partnern selbst, die vermuten, sie wären einem Heiratsschwindler aufgesessen. Meistens stellt vielmehr das familiäre Umfeld die Aufträge. Zum Beispiel sagt die Schwester: Der Mann, mit dem du da zusammen bist, macht keinen seriösen Eindruck, den solltest du vielleicht überprüfen lassen. Oder die Eltern oder Freunde hegen solche Gedanken. Es sind eher selten die Betroffenen selbst, die eine solche Überprüfung anregen.


Die Betroffenen werden ja eher die rosa Brille aufhaben?


Ja, das auch. Wir recherchieren zum Fall und können dem Auftraggeber vorzeigen, dieses und jenes in der angeblichen Biographie dieser Person stimmt nicht – es handelt sich also um eine nachgewiesene Erfindung –, das hat die Person verschwiegen. Dennoch erleben wir es häufig, dass die geschädigte Partei das nicht wahrhaben möchte. Sie denkt trotz aller anderslautenden Beweise noch immer, das wäre die große Liebe.


Handelt es sich denn bei den Opfern meist um vermögende Personen?


In der Regel. Es gibt aber auch Internet-Schwindeleien. Dabei schreiben Personen aus teilweise anderen Sprachräumen bei Facebook oder Twitter Leute in Deutschland an. Erstmal beginnen sie eine Chatbeziehung, meist taucht eine komplett gefakte Biographie auf. Es entsteht eine Chatsituation, in der sich die Personen ineinander verlieben – bzw. was heißt hier „ineinander“? Der zu prellende Mensch entwickelt Gefühle für den Betrüger. Er wird dann in eine fiktive Beziehung zu einer non-existenten Person gezogen – und kommt aufgrund der emotionalen Bindung nicht mehr raus.


Geht es da auch um Heirat?


Ich weiß nicht, ob es damit so viel zu tun hat. Das sind Leute, die den ganzen Tag am PC sitzen oder einem anderen Gerät, Profile von älteren Frauen, die vermögend wirken, suchen und diese anschreiben. Den Betrügern ist es wahrscheinlich relativ egal, aus welchem Sprachraum die Frauen kommen. Wenn die potenziellen Opfer passend erscheinen, werden sie kontaktiert.


Hätten Sie da ein konkretes Beispiel?


Ja. Eine Frau, die nur Spanisch und etwas Deutsch konnte, wurde auf Englisch angeschrieben. Sie benötigte großteils den Google-Übersetzer, um die Kommunikation zu verstehen. Das war eine Dame um die 70. Schließlich wurde sie von ihrer Schwester überzeugt, dass ein Experte sich den Chat und den virtuellen Liebhaber angucken sollte, ob das seriös ist. Ich habe dann innerhalb von fünf Minuten gesehen, dass das ein Fake-Profil war, brauchte letztlich nur die Google-Bildersuche dafür.


Observation; Detektei Heidelberg, Privatdetektiv Ludwigshafen, Detektiv Mannheim, Detektei Worms

Was wollte der falsche Liebhaber?


Er wollte erwirken, dass er Geld für ein Flugticket bekommt, um sie zu besuchen. Das wäre dann so gewesen, dass sie ihm das Geld überweist und sich letztlich am Flughafen die Beine in den Bauch stehen darf, da er natürlich nie ankommt. Bei diesem Vorgehen handelt es sich um eine häufig verwendete Masche: Der Betrüger sucht eine Frau, die etwas weiter weg wohnt als seine Fake-Person, sodass man unter diesem Vorwand Reisekosten für den Besuch ins Gespräch bringen kann.


Aus der Internetverbindung soll richtiges Leben werden. Das Spiel mit den falschen Identitäten wurde durch das Internet sicher erleichtert.


Das stimmt. Trickbetrügereien wie Heiratsschwindel zeigen unterschiedliche Herangehensweisen in der virtuellen und in der analogen Welt. Im Internet ist es viel einfacher, mithilfe einer Fake-Identität auch über längere Zeiträume anonym zu bleiben, ohne aufzufliegen. Wenn man eine Identität vorgibt, ist das für die andere Person häufig nicht prüfbar. Kommt es in der realen Welt zu persönlichen Treffen, hat das potentielle Opfer auf jeden Fall schon mal ein Gesicht, das man schlecht hinter dem Foto eines anderen verstecken kann. Dieses Gesicht hat man als betroffene Person gesehen. Die Anonymität ist hier also nicht gegeben.


Was heißt das konkret?


Es wird bei der Variante Internetkriminalität nie zu einer echten Heirat kommen, weil die tatsächliche Identität nicht preisgegeben wird. Bei Heiratsschwindlern, die körperlich in Erscheinung treten, gibt es zwar auch die Möglichkeit, dass sie gefakte Identitäten angenommen haben. Dass sogar Geburtsurkunden vorliegen, die man beim Standesamt vorzeigen könnte, dass dann wirklich eine Heirat unter falscher Identität geschlossen werden könnte. Aber so professionell machen es die meisten Täter gar nicht. Viele tauchen da mit ihrem Realnamen auf – und springen quasi von Frau zu Frau. In solchen Fällen, in denen uns echte Identitätsdaten vorliegen, lässt sich für uns relativ einfach nachvollziehen: Wie oft war die Person verheiratet, wie geht es den Partnern, die diese Person sonst noch so hatte, heute?


„Bei einem Fall sind einer Frau reihenweise Männer weggestorben …“


Sind das immer Männer?


Nein. Wir hatten sogar mal den Fall, klassisch wie im Krimi, dass einer verdächtigen Frau reihenweise Ehemänner weggestorben sind. Die sind immer kurz nach der Heirat verstorben und die Frau verfügte über ein ungeheures Vermögen. Sie heiratete immer wieder, konnte den Hals nicht voll genug bekommen. Man findet das auch bei Betrügern in anderen Bereichen, dass sie nicht aufhören können, wenn sie einmal erfolgreich gewesen sind – sie kennen kein Maß mehr.


Da spielt sicher auch eine emotionale Komponente eine Rolle. Wenn die einmal erfolgreich gewesen sind, interessiert es sie, ob sie diese „Eroberung“ noch ein weiteres Mal durchführen können.


Das ist ein Stück weit auch eine Frage des „Talents“. Es gibt Menschen, die eine Gabe haben, Andere für sich einzunehmen, ihnen etwas vorzugaukeln. Die Leute lieben sie einfach. Es gibt Fälle, in denen die Opfer herausfinden, dass sie von diesen charismatischen Personen betrogen wurden, und selbst dann können sie nicht hundertprozentig von der Beziehung ablassen.


Welche Motive könnten diese Geprellten haben?


Wenn man sich einmal in ihre Lage versetzt und sich fragt: Wie würde es mir danach gehen? Wie würde ich darauf reagieren? Also ich wäre stinksauer, wenn mich eine Frau so ausnehmen würde. Wir haben es bei unseren Klienten, also den Opfern dieser Heiratsschwindler, aber häufig erlebt, dass sie diese Wut nicht empfunden haben, die man vermutet. Sie wollten es a) nicht wahrhaben und waren b) zutiefst enttäuscht, statt wirklich wütend. Das Nichtwahrhabenwollen kommt bei fast allen vor. Vielleicht ist die Demütigung so groß, dass die Leute nicht akzeptieren können, was ihnen da passiert ist.


Vielleicht ist das auch eine Generationenfrage. Sie haben ein 70 Jahre altes Opfer genannt. In einer jüngeren Generation sind Heiraten nicht unbedingt populär, Betrug hat da weniger Chancen.


Das kann gut sein. Heutzutage diese rein physische Form des Heiratsschwindels anzuwenden, dass man Frauen oder Männer irgendwo antrifft und innerhalb kürzester Zeit für sich einnimmt, ist eher ein alter Hut. Die Zeit ist ja immer ein wichtiger Faktor für Heiratsschwindler. Erreichen sie ihr Ziel nicht in kurzer Zeit, ist die Sache wegen des notwendigen Aufwands womöglich nicht mehr lukrativ.


Es hat sich also etwas getan?


Das ist heute, da man nicht mehr so früh heiratet – da man vielleicht mehrere Jahre zusammen ist, sogar ein Kind hat ohne Ehe – ein großer Unterschied zu den Zuständen, wie wir sie noch vor 20, 30 Jahren hatten. Ein erschwerender Unterschied für Heiratsschwindler, die es auf dem analogen Weg versuchen. Heiratsschwindler erleben natürlich auf der einen Seite eine erhebliche Erleichterung durch die sozialen Medien und die Anonymisierung im Internet, aber in einer Beziehung zusammenzuleben mit der Absicht des Betruges, ist gesellschaftlich sicher erschwert worden, ja.“


Teil II – Untreue-Ermittlungen durch Privatdetektive


Teil II des Interviews zwischen Dominik Irtenkauf und Privatdetektiv Patrick Kurtz – hauptsächlich über das Thema Ehebruch bzw. Fremdgehen – finden Sie hier.


Hinweis


Die Hervorhebungen (Fettschrift) und Verlinkungen stammen nicht aus dem Originalartikel, sondern von der Kurtz Detektei Mannheim und Rhein-Neckar.


Quelle: Stadtgeflüster Verlag GmbH, „Original Stadtgeflüster Interview“, 5/2018, 13. Jg.

 

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„Mein erstes Mal: Beschattung ohne Schatten“ – Detektiv Patrick Kurtz im Weser-Kurier


Jeden Sonntag erscheint im Bremer Weser-Kurier die Beilage „Weser-Strand“ mit der Reihe „Mein erstes Mal“, in der Personen aus meist ungewöhnlichen Berufen ihre ersten Arbeitserfahrungen schildern. Bereits im Februar veröffentlichte das Magazin eine entsprechende Wiedergabe des ersten Falls von Patrick Kurtz, Inhaber der Kurtz Detektei Bremen. Den Zeitungsausschnitt finden Sie nachfolgend.

Hinweise: Der Text ist eine freie sowie vom Zitierten nicht gegengeprüfte Umschreibung der Artikelverfasserin Katharina Frohne und somit kein O-Ton von Patrick Kurtz. Zudem verfügt Patrick Kurtz weder über die notwendigen Zusatzqualifikationen, um sich Psychologe nennen zu dürfen, noch wollte er bereits als Zwölfjähriger Detektiv werden. Beide Aussagen wurden von ihm oder der Detektei Kurtz zu keinem Zeitpunkt behauptet. Für ein besseres Lesegefühl empfehlen wir, mittels der Lupe unter dem Artikel in den Text hinein zu zoomen.


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Quelle: Weser-Kurier, Ausgabe vom 11.02.2018


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