„Ein Tag lang Detektiv“ – die Kurtz Detektei Dresden in einem Beitrag für Sachsen Fernsehen


Produktionstalent Benedict „Benno“ Bartsch stellte Privatdetektiv Patrick Kurtz von der Kurtz Wirtschafts- und Privatdetektei Dresden einen Tag lang Fragen zum Detektivberuf und begleitete ihn bei einer nicht ganz ernst gemeinten Observation. Ein äußerst gelungener Beitrag mit tollen Schnitten, szenischen Bildern aus Dresden und einem Schuss Humor – für Sachsen Fernsehen und Dresden Fernsehen, unter anderem zu sehen in der Dresdner Straßenbahn.

Die Detektei Kurtz bedankt sich beim blutjungen, aber hochtalentierten Drehteam um Benno, Benny und Keno! Nachfolgend das Video und darunter eine Abschrift für Hörgeschädigte. 



„Ein Tag lang Privatdetektiv“


Benedict Bartsch: „Ich bin heute mal einen Tag lang ein Trovato, denn ich schaue mir heute mal an, wie denn eigentlich ein Detektiv arbeitet. Dafür treffe ich Patrick Kurtz. Der hat eine eigene Detektei, ist schon seit Jahren Privatdetektiv. Aber ich frage mich halt: Wie läuft denn eigentlich so eine Observation ab? Was macht ein Detektiv den ganzen Tag? Und vor allem: Sitzt der wirklich den ganzen Tag im braunen Mantel auf der Couch und guckt sich „Die Trovatos“ an und irgendwelche Sherlock-Holmes-Filme? Guck ich mir mal an, let’s go: Ein Tag Detektiv!“


Detektiv – Kurzübersicht zum Beruf


Benedict Bartsch: „Aber mein Outfit für einen Tag lang Detektiv muss natürlich stimmen: Lederjacke, Anglerhut und eine Lupe – so kann ich auch meinem heutigen Boss begegnen: Patrick Kurtz, seit Jahren Detektiv. Ich muss aber mal ganz schnell meine Jacke wieder ausziehen, denn das wird doch ganz schön warm im Sommer. Patrick, seit wann machst du das denn eigentlich so als Detektiv?“

Patrick Kurtz: „Ich bin seit 2013 in der Branche tätig.“

Benedict Bartsch: „Und wie fing das Ganze an? Wie wird man eigentlich Detektiv?“

Patrick Kurtz: „Die meisten Kollegen bzw. fast alle Kollegen sind vorher in Ermittlungsbehörden tätig gewesen, das heißt, sie haben bei der Polizei oder auch bei Geheimdiensten, beim Zoll etc. ihre Kenntnisse erworben, um in diesem Beruf tätig werden zu können. Bei mir war das nicht so. Ich war vorher in der Literaturwissenschaft tätig, habe das studiert, habe also etwas vollkommen Anderes gemacht und bin dann über eine Ausbildung zur IHK-Fachkraft Detektiv geworden.“

Benedict Bartsch: „Was für Leute sind das eigentlich, die zu dir kommen und sagen: Ich brauche einen Detektiv?“

Patrick Kurtz: „Ach, das sind ganz unterschiedliche Leute, die zu uns kommen. Da sind Unternehmen, aber wir haben auch ganz viele Privatleute, quer durch alle Schichten: Wir hatten vom Hartz-IV-Empfänger bis zum A-Promi schon alles Mögliche bei uns. Das Hauptthema bei uns ist Betrug: Privat, ganz klassisch, die Untreue, wie man sie auch kennt von den Klischees.“


Observation – Was ist das, wie geht das?


Benedict Bartsch: „Wie läuft so eine Observation dann ab, wie funktioniert sowas? Macht ihr das dann im Auto?“

Patrick Kurtz: „Die meisten Observationen werden im Auto durchgezogen, wobei dann häufig auch noch ein fußläufiger Anteil mit dabei ist. Das entscheidet sich immer nach Zielperson und Aufgabenstellung. Wir haben aber auch teilweise Observationen mit dem Motorrad oder mit dem Fahrrad. Je nachdem, wie sich unsere Zielperson fortbewegt, da müssen wir uns dann anpassen.“

Benedict Bartsch: „Aber du bist nicht mehr selber als Detektiv unterwegs, oder?“

Patrick Kurtz: „Ich bin nur noch ganz selten in verdeckten Observationen tätig.“

Benedict Bartsch: „Warum?“

Patrick Kurtz: „Weil ich eben das Gesicht meines Unternehmens bin; es wäre unverantwortlich – ich werde zwar nicht häufig wiedererkannt –, aber es wäre trotzdem unverantwortlich, weil ich ja nie wissen kann, ob die Zielperson nicht schon mal einen Zeitungsartikel oder sowas mit mir gelesen hat.“


Die Punica-Flasche – ein Klassiker bei Observationen


Benedict Bartsch: „War doch schön hier [Anmerkung: Elbwiesen]. Aber jetzt haben wir noch einen Termin, oder?“

Patrick Kurtz: „Ja, wir müssen eine Person verfolgen, um zu schauen, was sie so treibt.“

Benedict Bartsch: „Was ist das für eine Person?“

Patrick Kurtz: „Das ist ein Jugendlicher, um den sich die Eltern Sorgen machen, und wir müssen mal gucken, ob die Sorgen begründet sind.“

Benedict Bartsch: „Obwohl Patrick eigentlich nicht mehr observiert, macht er heute für mich eine Ausnahme, um mir den Ablauf zu zeigen. Wir machen uns im Auto auf den Weg zum Termin. Erzähl mal so ein bisschen: Hattest du einen krassen Fall, an den du dich zurückerinnerst, oder irgendwas, das dich bewegt hat?“

Patrick Kurtz: „Also besonders befriedigend ist es, wenn man Leuten wirklich weiterhelfen kann, wenn es auch nicht darum geht, dass man so etwas Unangenehmes aufdeckt wie zum Beispiel eine Untreue, sondern wenn man wirklich Hilfe leisten kann. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn man Familienzusammenführungen bewerkstelligen kann. Da habe ich schon schöne Geschichten erlebt, dass der Vater die Tochter nach 27 Jahren wiedergesehen hat und es dann zu einer großen Family-Reunion kam. Die Leute sind dann auch entsprechend dankbar und das ist ein sehr befriedigendes Gefühl letzten Endes.“

Benedict Bartsch: „So ein bisschen Julia Leischik dann. Was muss man denn als Detektiv so alles können, gibt’s da irgendwelche Voraussetzungen – was muss man mitbringen, um den Job zu machen?“

Patrick Kurtz: „Es gibt ganz, ganz viele Voraussetzungen, die allerdings die wenigsten mitbringen, muss man sagen. Das liegt einfach daran, dass unser Aufgabengebiet so unglaublich groß ist. Wir haben ja nicht nur Observationen, wir haben auch Recherchen. Grips ist erst mal nicht ganz verkehrt, wenn man noch mehr machen möchte als einfach nur simple Observationen. Dann braucht man ganz viel Ausdauer und ganz viel Geduld, weil man auch teilweise lange Standobservationen hat. Das Längste, was ich mal hatte, waren 17 Stunden – im Auto, im Hochsommer, die Sonne knallt den ganzen Tag drauf. Das heißt, da muss man auch ein bisschen hart im Nehmen sein. Wenn man dann allein ist, hat man auch Probleme mit der Notdurft zwischendurch; da darf man dann auch nicht so penibel sein, dass man sagt, ich muss jetzt auf jeden Fall irgendwo noch mal eine tolle Toilette finden, sondern man muss dann zur Not auch mal in die Punica- oder in die Milchflasche reinpinkeln.“


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Was man als Detektiv darf und, vor allem, was nicht


Benedict Bartsch: „Wo liegen denn eigentlich deine Grenzen als Detektiv, also was darfst du auf keinen Fall?“

Patrick Kurtz: „Ich darf es extrem Vieles nicht mittlerweile, das wird auch immer schlimmer. Zum Beispiel war es früher ein Hauptaufgabengebiet von Detektiven, ich meine bis Anfang der 2000er, also noch vor meiner Zeit, dass sie DNA-Spuren für Vaterschaftstests besorgt haben. Das dürfen wir heutzutage nicht mehr. Wir dürfen so ziemlich nichts von dem, was „Die Trovatos“ machen: in Räume reinfotografieren, durch Fenster hineinfotografieren – das ist alles der höchstpersönlich geschützte Lebensbereich. Das ist absolut tabu für uns; das heißt, wir würden uns strafbar machen, wenn wir das täten. Richtmikrofone ausrichten, dass wir also auch Leute abhören …

Benedict Bartsch: „Zum Teil aus dem Auto raus …“

Patrick Kurtz: „Ja, das ist höchst illegal.“

Benedict Bartsch: „Geht sowas überhaupt?“

Patrick Kurtz: „Technisch geht das schon, aber es ist illegal.“

Benedict Bartsch: „Bist du schon mal aufgeflogen?“

Patrick Kurtz: „Ich bin ein einziges Mal aufgeflogen, tatsächlich, und habe aber den Fall dann trotzdem noch lösen können. Ich habe das dann auch tausend Mal im Kopf noch durchgespielt: Wo hättest du dich vielleicht anders verhalten sollen … Wir hatten noch nicht mal das Problem, dass wir der Zielperson aufgefallen wären, sondern einem Bauern, der dort regelmäßig mit seinem Trekker langfuhr. Der wunderte sich eben darüber, dass da zwei Autos standen, versetzt voneinander, also wir hatten noch nicht mal Sichtkontakt zueinander im Zweierteam. Es war einfach so eine blöde Situation, dass durch den Tratsch im Dorf weitergetragen wurde, dass wir da waren. Dementsprechend klopfte irgendwann die Zielperson an mein Fenster.“


Simulation einer Detektiv-Observation


Benedict Bartsch: „Oh Gott, hoffen wir mal, sowas passiert uns jetzt nicht. Wir sind im Stadtzentrum von Dresden und beobachten einen Jugendlichen, um zu prüfen, ob er illegale Dinge macht. Patrick erkennt ihn – natürlich – bei „Maces“ sitzend. Was machen wir jetzt am besten?“

Patrick Kurtz: „Am besten halten wir Abstand und die Zielperson unter Sichtkontakt.“

Benedict Bartsch: „Und wir machen ein Foto, oder?“

Patrick Kurtz: „Ein Foto sollten wir auch machen. Ich tue jetzt so, als würde ich dir was zeigen auf dem Handy; in Wahrheit mache ich aber ein Foto. Im Moment ist es sowieso nicht so wichtig, weil er mit dem Rücken zu uns ist. Aber es kann natürlich immer mal sein, dass sich die Zielperson spontan umdreht. Dementsprechend können wir so tun, als würde ich dir hier einfach was zeigen.“

Benedict Bartsch: „Wäre es riskant, sich jetzt dazuzusetzen? Wo könnte man sich jetzt am besten hinsetzen?“

Patrick Kurtz: „Ich würde mich hier ehrlich gesagt gar nicht dazusetzen, sondern hier drüben ein schattiges Plätzchen suchen mit ein bisschen Sichtschutz und die Zielperson von da unter Kontrolle halten.“

Benedict Bartsch: „So jetzt steht er auf.“

Patrick Kurtz: „Sehr nah. Ich hoffe, er kommt nicht in unsere Richtung, dann müssen wir jetzt nämlich schnell reagieren und uns in Deckung begeben. Aber wir haben Glück: Er geht in die entgegengesetzte Richtung. Jetzt lassen wir ein bisschen Abstand und gehen dann gleich hinterher.“

Benedict Bartsch: „Unsere Zielperson geht in einen Spielwarenladen. Patrick prüft die Ausgänge, geht aber bewusst nicht hinterher.“

Patrick Kurtz: „Also das geht ins Untergeschoss runter; ich meine, da gibt es keinen weiteren Ausgang. Das heißt, wir würden jetzt – da es sowieso seine Laufrichtung war – versuchen, ihn da vorn wieder abzupassen.“

Benedict Bartsch: „Wir setzen uns gerade hin, da müssen wir auch schon wieder hoch. Unsere Zielperson hat das Geschäft verlassen.“

Patrick Kurtz: „Es sorgt für einen unheimlichen Wiedererkennungswert, wenn man jemandem einmal in die Augen geschaut hat. Das sollte man dringlichst vermeiden beim Observieren.“

Benedict Bartsch: „Das heißt, wir gucken jetzt ein bisschen nach hier.“

Patrick Kurtz: „Und da kommt er jetzt um die Ecke.“

Benedict Bartsch: „Jetzt läuft er weiter die Straße runter.“ 

Patrick Kurtz: „Jetzt sollten wir uns auch wieder in Bewegung setzen und hinterhergehen.“

Benedict Bartsch: „Der Auftrag soll abgebrochen werden, wenn der Jugendliche in die Straßenbahnlinie 7 steigt. Dann fährt er nämlich nach Hause.“

Patrick Kurtz: „Er läuft gerade zur 7. Stellt sich an, geht rein. Ich würde sagen, unser Auftrag ist an der Stelle beendet.“ 

Benedict Bartsch: „Dann gute Fahrt! Und damit ist es ja gegessen für dich.“

Patrick Kurtz: „Für heute auf jeden Fall.“

Benedict Bartsch: „Okay, zugegeben: Der Fall war nicht real. Der Jugendliche, der observiert werden sollte, der war in Wahrheit mein Tonmann Benny. Eine echte Observation mit der Kamera zu begleiten, wäre viel zu gefährlich. Und die Chance, dabei entdeckt zu werden, wäre einfach viel zu hoch.“


Beispiele für Detektiv-Gadgets kurz vorgestellt


Benedict Bartsch: „Bevor das Video endet, möchte mir Patrick noch seine Detektiv-Geräte zeigen. Kannst du mal zeigen, was du so alles in deinem Koffer drin hast?“

Patrick Kurtz: „Ja, sehr gern. Also, die meisten Sachen sind im Alltag eher nicht so gebräuchlich. Das ist vor allem ein Spurensicherungskoffer; den braucht man, wenn man wirklich forensische Spuren sichern möchte: Fingerabdrücke zum Beispiel. Das, was eher für Observationen infrage kommt, sind verdeckte Kameralösungen.“

Benedict Bartsch: „Krass, okay. Das ist eine ganz einfache Armbanduhr, so wie ich sie auch habe in etwa?“

Patrick Kurtz: „Herkömmliche Armbanduhr, ist nicht zu unterscheiden von einer normalen Armbanduhr, und die hat hier eben ein kleines Objektiv drin. Die lässt sich für ganz viele Alltagsobservationen letzten Endes nutzen. Gerade in geschlossenen Räumen, wenn man eng beieinander sitzt – in einem Restaurant ist das zum Beispiel gegeben –, kann man sich einfach hinter die Zielperson setzen und dann sehr unauffällig, indem man den Arm entsprechend positioniert, aufnehmen. Und wenn man es für Tonaufnahmen braucht, was eher selten der Fall ist, wäre es dafür auch noch geeignet. 

Ich habe noch eine andere Kleinigkeit mit: eine Sonnenbrille mit einer ähnlichen Funktionsweise. Da haben wir auch ein Objektiv in der Mitte. Die ist jetzt natürlich nicht so super stylisch bzw., na gut, manche Leute würden sie vielleicht stylisch finden. Fürs Radfahren z.B. wäre das klasse. Wenn man eine Fahrradobservation hat, dann ist es auch ein bisschen schwierig, die Kamera nebenbei zu halten.“

Benedict Bartsch: „Darf ich die mal aufsetzen?“

Patrick Kurtz: „Natürlich!“

Benedict Bartsch: „Und jetzt filme ich euch hier. Das ist wirklich geil.“

Patrick Kurtz: „Steht dir sogar. Erstaunlich gut.“

Benedict Bartsch: „Na ja, wie pflege ich immer zu sagen: Jeschmackssache!“


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Benedict Bartsch und Patrick Kurtz untersuchen einen Spurensicherungskoffer der Detektei Kurtz in der Dresdner Innenstadt.

Dürfen Privatdetektive Waffen tragen?


Benedict Bartsch: „Patrick und ich fahren wieder im Auto. Mir sind noch einige Fragen zu seinem Job eingefallen: Aber als Detektiv ist man nicht bewaffnet unterwegs? Oder ist man das teils bei manchen Observationen?“

Patrick Kurtz: „Es gibt Kollegen, die führen Schreckschusspistolen mit. Man kriegt in der Regel keinen Waffenschein als Detektiv. Man kommt aber auch nicht in gefährliche Situationen in aller Regel. Wir hatten mal ein bisschen Probleme mit einer Rockerbande. Da haben wir ein Mitglied einer Rockerbande observiert, und die sind auch ganz gut darin, Gegenobservationen durchzuführen. Die schützen sich ja alle gegenseitig. Wir hatten nur Budget für einen Sachbearbeiter – das würde ich heutzutage auch nicht mehr machen, sondern da würde ich immer mindestens ein Zweierteam hinschicken zu solchen Observationen. Der eine fiel dann eben leider auf und hat auch entsprechende Drohungen bekommen von der Zielperson. Er ist dann übers Wochenende mit Frau und Kind erst mal weggezogen, hat das Ganze beobachten lassen, ob da irgendwelche Leute nun vor seinem Haus kampieren. Das hat sich letzten Endes alles in Luft aufgelöst, das waren leere Drohungen. Aber es wird einem natürlich schon ein bisschen anders in der Situation als Ermittler. „

Benedict Bartsch: „Vielen lieben Dank noch mal!“

Patrick Kurtz: „Sehr gern!“

Benedict Bartsch: „Das war’s mit diesem Video; in diesem Sinne bis zum nächsten Mal, und: Ciao, Kakao!“


Kurtz Detektei Dresden

Enderstraße 94

D-01277 Dresden

Tel.: 0351 41 88 44 70 

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„Verschwörungstheorien präsentiert: Wuppertaler Detektei bestätigt Kontakt zu Hanau-Attentäter“


Die Wuppertaler Rundschau über die Kurtz Detektei Wuppertal und Tobias Rathjen


Wuppertal. Beim rassistisch motivierten Massaker in Hanau mit elf Toten durch den vermutlich schizophrenen Rechtsradikalen Tobias R. gibt es eine Verbindung nach Wuppertal. Der 43-Jährige, der auch seine Mutter getötet und anschließend Selbstmord begangen hat, nahm nach Angaben der „Kurtz Detektei“ bereits am 17. Juni 2019 Kontakt zu dem Unternehmen auf, das ein Büro auf dem Barmer Werth betreibt. Das bestätigte Inhaber Patrick Kurtz am Freitag (21. Februar 2020) gegenüber der Wuppertaler Rundschau.


Hanau-Attentäter will Behördenkontakte von der Detektei Kurtz


Das Ziel von R. sei es offenbar gewesen, mit deren Hilfe „Kontakte nach ganz oben“ zu Behörden und Regierungsstellen zu bekommen. Ihm war wohl bekannt geworden, dass die Detektei intensiv mit Behörden zusammenarbeite. R. erhoffte sich demnach davon direkten Zugang zu den Chefs von Regierungsstellen, die ihn bei der Bekämpfung von Geheimorganisationen aus seinen Verschwörungstheorien unterstützen sollten.

Diese Verschwörungstheorien hatte er in den sozialen Netzwerken präsentiert. So gebe es eine übermächtige internationale Organisation, die nicht nur Regierungen, sondern auch Bürger auf das Heftigste manipulieren würde, ohne dass diese es merken würden. Er selbst behauptete auch, sein Gehirn wäre im Schlaf angezapft worden. Seine großartigen Ideen seien danach als Hollywood-Blockbuster vermarktet worden, so sei er um seine Schöpfungen betrogen worden. Mit einem Freund, mit dem er Gedankengut austauschte, habe er noch viele weitere Beweise für obskure Verschwörungen gesammelt – diese seien nicht ernst genommen worden. Von Juni bis 23. September 2019 habe er dann, so die Aussage des Inhabers, die „Kurtz Detektei“ in Wuppertal mit Telefonaten überzogen, sei aber dort genauso regelmäßig auf Ablehnung gestoßen. Patrick Kurtz: „Solche Theorien werden uns unglaublich oft präsentiert, ohne dass wir einen konkreten und kriminellen Hintergrund darin erkennen können.“


Hanau-Morde; Kurtz Detektei Wuppertal, Detektiv in Wuppertal, Privatdetektiv in Wuppertal
Zu arg klischeehafter Pose vor Sherlock-Holmes-Bild aufgefordert: Detektei-Inhaber Patrick Kurtz.

Treffen zwischen Tobias Rathjen und Detektiv in Dortmund


Am 24. Oktober 2019 sei es dann aber doch zu einem Treffen und zu einem persönlichen Gespräch in Dortmund zwischen R. und Detektiv Holger E. gekommen. Der Ermittler habe sich dafür interessiert, wie derartige Verschwörungsfanatiker funktionieren und in der Gegenüberstellung auftreten. Im Gegensatz zu vielen anderen, die eher diffus von Weltverschwörungen redeten, sei der Hanauer „intelligent und redegewandt“ aufgetreten. Er habe nach Darstellung des Ermittlers völlig „harmlos“ gewirkt, obwohl ein paranoider Hintergrund durchaus zu erkennen gewesen sei. Von Gewalt- und rassistischen Phantasien sei damals nichts zu bemerken gewesen, so die Aussage des Detektivs.

Wie geplant habe sich der Ermittler anschließend aus diesem Kontakt zurückgezogen. Die Vorstellungen seien genauso wahnhaft wie die gewesen, die er vielfach aus anderen Kanälen kannte. Weder kam es zu einem Geschäftsabschluss, noch wären überhaupt finanzielle Voraussetzungen besprochen worden – auch wenn der spätere Mörder von einem geregelten Einkommen und einer festen Anstellung redete.


Hanauer „Manifest“ bereits im Oktober 2019 existent


R. habe dann noch mehrmals angerufen, und um das zu beenden, habe ihn der Detektiv gebeten, einen Auszug dieser Verschwörungstheorien zusammenzustellen (heute als „Manifest“ bekannt), den könne man eventuell an die Bundesanwaltschaft weiterleiten. Wie man jetzt weiß, schickte der Mörder diese Anzeigen am 9. November aber direkt an die Bundesanwaltschaft.

Die Verbindung zu dem Hanauer Massaker sei im Hause Kurtz erst klar geworden, als man im Internet das „Manifest“ lesen konnte. Genau dies habe Tobias R. dem Detektiv, wenn auch in rudimentärer Form, präsentiert. Man stellte, so Kurtz, die Übereinstimmung fest und alarmierte die Behörden – die allerdings hätten sich bislang noch nicht dafür interessiert.


Hinweise


Der Originalartikel von Mikko Schümmelfeder erschien in der Wuppertaler Rundschau. Die Hervorhebungen (Fettschrift) und Verlinkungen auf dieser Seite können vom Original abweichen.


Unser Beileid gilt den Opfern und ihren Angehörigen.


„Realitätscheck: Fernsehen gegen das echte Leben“ – Kurzinterview Radio Lippe mit Detektiv Patrick Kurtz


Doppelinterview Kurtz Detektei Bielefeld und Detmolder Detektei Condor


Anmoderation: „Hier ist Radio Lippe. Wir machen heute so ein bisschen den Realitätscheck: Fernsehen gegen das echte Leben. Detektive liefern sich wilde Verfolgungsjagden und decken riesige Skandale auf. Patrick Kurtz arbeitet jetzt nicht für Lenßen und Partner oder so, nein, er ist echter Privatdetektiv aus Bielefeld. Er ist aber auch dienstlich in Lippe unterwegs. Herr Kurtz, welche Klischees rund um den Beruf Detektiv passen denn auf Sie?“

Patrick Kurtz: „Es ist bei mir tatsächlich so, dass die Klischees kurioserweise ein bisschen erfüllt werden. Das heißt, ich habe schon mit 13 Jahren angefangen, Pfeife zu rauchen, also weit bevor ich Detektiv geworden bin. Und ich habe in dem Alter eben auch schon Sherlock-Holmes-Romane gelesen. Aber diese Idee, dieser Gedanke, Detektiv zu werden, der ist erst sehr viel später bei mir aufgekommen.“


Detektei Detmold, Detektiv Detmold, Privatdetektiv Bad Salzuflen, Detektei Kreis Lippe

Wandel des Detektivgewerbes durch das Internet


Moderation: „Okay, Sherlock Holmes ist das eine; heutzutage sind die Methoden ja dann doch ein bisschen moderner. Ist das Internet da schon eine Konkurrenz für Sie?“

Patrick Kurtz: „Ich denke, dass die Leute heute andere technische Möglichkeiten haben, um sich solche Dinge selbst zu erschließen, für die sie vielleicht früher Detektive gebraucht hätten. Dass man zum Beispiel selbst in den Facebook-Account des Ehemannes reinguckt, um zu schauen, welche Konversationen sind da gelaufen. Dass man selbst als Firmeninhaber nachgucken kann in den sozialen Medien, was treiben meine Mitarbeiter so …“

Moderation: „Ja, das stimmt. Manche posten ja tatsächlich ihr halbes Leben im Netz.“


Detmolder Detektiv Jochen Meismann über Social Media


Moderation: „Jochen Meismann von der Detektei Condor mit Büro in Detmold kennt das auch. Er sagt aber, Social Media hat auch Vorteile.“

Jochen Meismann: „Wir haben durch Social Media die Möglichkeit, recht schnell Fotos von Menschen zu finden, von denen wir sonst nicht wissen, wie sie aussehen. Und wir bekommen auch häufig Kontakte, die man sonst nicht kennen würde. Denn woher soll man wissen, wer mit wem wie befreundet oder verwandt ist – das steht ja sonst nirgendwo. Hingegen bei Facebook, da ist das alles wie ein offenes Buch.“

Moderation: „Sehr praktisch! Detektive in Lippe – sehr spannendes Thema! Heute Morgen hier bei Radio Lippe – guten Morgen!“


Kurtz Detektei Bielefeld

Queen Plaza

Herforder Straße 69

D-33602 Bielefeld

Tel.: +49 (0)521 2567 0055

E-Mail: kontakt@kurtz-detektei-bielefeld.de

Web: https://www.kurtz-detektei-bielefeld.de

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„Eine Rettung in letzter Minute – Der Stardetektiv Patrick Kurtz (30) schildert zwei Fälle aus seinem Berufsalltag“


Patrick Kurtz im Interview mit Matthias Bieber von der tz


„Es ist erwiesen: Wir sind ein Krimiland! Egal, ob als Buch oder vor der Glotze: Der Krimi ist das beliebteste Genre. Fast 46 Millionen Deutsche schauen sich gerne dunkle Storys im Fernsehen an, und auch in der Literatur agieren Krimi und Thriller weit vor allen anderen Genres. Wir begeben uns auf Spurensuche und stellen die dunklen Seiten des Lebens vor – anhand wahrer Detektiv-Geschichten und spannender Literatur. Schnüffeln Sie mit?“

Matthias Bieber, Vorwort zum tz-Report „Deutschland ist Krimi-Land: Abgründen auf der Spur“



„Eine Rettung in letzter Minute – Der Stardetektiv Patrick Kurtz (30) schildert zwei Fälle aus seinem Berufsalltag“


Der Münchner Patrick Kurtz (30) hat eigentlich Literatur studiert – „und wohl zu viel Sherlock Holmes gelesen“. Vermissungen sind nur ein kleiner Teil der Anfragen für seine Kurtz Detektei München (Kastanienstraße 7), doch dafür kommen sie aus ganz Deutschland.

„Die Menschen kontaktieren uns aus zwei Gründen: erstens, wenn sie den Eindruck haben, dass die Polizei nicht gründlich genug suchen würde. Und zweitens, wenn sie auf Nummer sicher gehen und wirklich alles ausschöpfen wollen – wohl auch, um sich nicht nachträglich Gewissensbisse machen zu müssen.“ Die Gründe für eine Flucht sind vielfältig, aber fast immer geht es um Druck. Stress mit den Eltern, im Beruf, in der Liebe oder auch die berühmte Schuldnerflucht.


Personensuche mit Mantrailern (Personenspürhunden)


Kurtz hat „sieben, acht“ Festangestellte und rund 60 Ermittler. „Die sind allerdings allesamt selbstständig, und ich setze sie je nach ihren Stärken für die Aufträge ein.“ Vermisstenfälle erstrecken sich im Schnitt nur über zwei, drei Tage. Der Grund liegt auf der Hand: „Es musss schnell gehen.“ Ein Vermisstenfall fällt Kurtz, der sein Büro 2013 gründete, sofort ein: „Er spielte in Düsseldorf. Ein junger Mann hatte am Montag Abschlussprüfung, am Tag davor hinterließ er einen Abschiedsbrief, in dem stand, dass er sich umbringen wolle, und fuhr mit dem Familienauto weg. Weil er eine Kreditkarte verwendete, setzten wir Mantrailer ein.“

Mantrailer sind hochqualifizierte Spürhunde, „die allerdings einen so anstrengenden Job haben, dass sie den nur eine halbe Stunde lang ausüben können“. Da drei im Team waren, konnten wir „anderthalb Stunden lang intensiv die Spur verfolgen“. Mit einem Kleidungsstück des Vermissten ging es zum georteten Kartenautomat, an dem der junge Mann Geld abgehoben hatte, dann führten die Hunde die Detektive durch die Innenstadt zu einem Hotel. „Hier lag der junge Mann auf dem Bett mit aufgeschnittenen Pulsadern – er war ohnmächtig, aber wir konnten ihn noch rechtzeitig aufspüren und haben wohl unseren Anteil daran, dass er lebte. Wie es mit ihm weitergegangen ist, kann ich nicht sagen.“


Dramatischer Vermisstenfall in Bad Reichenhall


Solche Fälle lassen auch einen Profi nicht kalt. Wie auch jener nicht, der zeigt, welch unmenschlicher Druck auf den Suchenden lastet. Traurige Berühmtheit erlangte der Fall Andras Specht, 18 Jahre alt, aus Reichenhall. Die Familie hatte 2018 sogar das ZDF eingeschaltet, und Kurtz hatte den Auftrag vom Sender (Aktenzeichen XY … ungelöst – Spezial) übernommen. „Specht hinterließ im November 2012 einen Abschiedsbrief, in dem stand, dass er sich umbringen wolle. Seine Exfreundin nennt er darin die Liebe seines Lebens.“

Die Familie glaube noch immer daran, so der Star-Detektiv, dass ihr Sohn lebe. „Es ist brutal für sie, dass sie auch Jahre nach dem Verschwinden Hinweise bekommt, dass jemand Andreas gesehen habe.“ Kurtz ist da eher skeptisch. „Wir sind in Reichenhall! Wenn sich in den Bergen, im Wald jemand umbringen will, ist die Leiche wegen der wilden Tiere schnell verschwunden.“


Hinweise


Der Originalartikel von Matthias Bieber erschien in der tz (Print). Die Hervorhebungen (Fettschrift), Zwischenüberschriften und Verlinkungen auf dieser Seite können vom Original abweichen.


Kurtz Detektei München

Kastanienstraße 7

D-81547 München

Tel.: 089 7007 4301

Mob.: 0163 8033 967

E-Mail: kontakt@kurtz-detektei-muenchen.de

Web: https://www.kurtz-detektei-muenchen.de

Google: https://g.page/kurtz-detektei-muenchen

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„Wie ermitteln Sie als Privatdetektiv unauffällig, Herr Kurtz? – Die große Sonntags-Story“ | Lübecker Nachrichten


Die Fälle von Sherlock Holmes lassen so manches Herz schneller schlagen, Detektivserien sind im Fernsehen beliebt. Doch wie sieht die alltägliche Arbeit wirklich aus? Der Privatermittler und Inhaber der Kurtz Detektei Kiel und Schleswig-Holstein, Patrick Kurtz, erzählt ausführlich aus seinem Alltag.

Patrick Kurtz ist Privatdetektiv, Kriminalist, Schriftsteller und Inhaber der Kurtz Detektei Kiel und Schleswig-Holstein. Im Dienstleister-Ranking der Wirtschaftswoche wurde die Detektei Kurtz gar als drittbester Ermittlungsdienst in Deutschland ausgezeichnet. Neben seiner Detektei in Schleswig-Holstein führt Kurtz auch in den anderen 15 Bundesländern Detekteien. Der IHK-zertifizierte Detektiv ermittelt für Privatpersonen und Unternehmen in den verschiedensten Fällen: Von der Überwachung verdächtiger Mitarbeiter bis zur Überprüfung der Treue von Ehepartnern geht er der Wahrheit auf den Grund. Auch dann, wenn es unbequem wird.


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Vom unauffälligen Observieren


Josephine Andreoli, Lübecker Nachrichten: „Beigefarbiger Trenchcoat mit aufgestelltem Kragen, die Mütze tief ins Gesicht gezogen, die Pfeife im Mundwinkel – sieht so der Arbeitsalltag für Detektive aus, Herr Kurtz?“

Patrick Kurtz: „Wer unauffällig observieren möchte, der trägt vermutlich eher keinen beigefarbenen Trenchcoat. Allerdings habe ich einen karierten Trenchcoat, der vermutlich auch nicht ganz unauffällig ist, dafür aber ziemlich detektivisch aussieht. Hinter der Zeitung verstecken wir uns bei Observationen auch nicht mehr. Das war früher vielleicht mal notwendig – um Kameras zu verstecken.“

Josephine Andreoli: „Wie observiert man denn betont unauffällig?“

Patrick Kurtz: „Betont unauffällig ist meistens ziemlich auffällig. Man ist unauffällig, indem man sich so gibt, wie die anderen in seiner Umgebung, indem man sich in sein Umfeld einfügt. Wenn man jemanden in einem Restaurant observiert, ist es deutlich unauffälliger, wenn noch ein Partner mit dabei ist, weil es eher ungewöhnlich ist, dass jemand allein essen geht. Und natürlich sollte ich auch meine technischen Hilfsmittel so auswählen, dass sie unauffällig sind, was heute recht einfach ist. Jeder hat ein Smartphone und kann damit unauffällig Fotos machen. Ich habe sogar Uhren, die haben ein knopflochgroßes Objektiv, da drücke ich drauf und kann Videoaufnahmen und Bilder machen. Die Kameras sind mittlerweile so klein, die kann man überall verstecken.“


Oft geht es um Untreue in der Partnerschaft


Josephine Andreoli: „Und kommen die Leute tatsächlich zu Ihnen, um herauszufinden, ob die Ehefrau oder der Ehemann fremdgeht?“

Patrick Kurtz: „Ja, bei Privatpersonen geht es ganz klischeehaft tatsächlich häufig um Untreue in der Partnerschaft. Wir sprechen dabei von Untreueermittlung. Das ist der Sachverhalt, den wir bei uns in der Detektei am häufigsten haben.“

Josephine Andreoli: „Warum spionieren die Leute ihrem Partner nicht selbst hinterher?“

Patrick Kurtz: „Den eigenen Partner zu observieren, halte ich für ziemlich unklug, wenn man unauffällig sein möchte. Zum einen kennt der natürlich das eigene Gesicht, zum anderen ist der Otto Normalbürger nicht in Observationstaktiken geschult. Es ist schon häufiger vorgekommen, dass Auftraggeber uns gesagt haben, dass sie dem Partner bereits hinterherspioniert haben, aber aufgeflogen sind. Das erschwert uns dann die Arbeit. Die Zielperson ist ja dann schon sensibilisiert, guckt sich vielleicht häufiger mal um und scannt die Umgebung.“

Josephine Andreoli: „Aber wer rechnet schon damit, von einem Detektiv observiert zu werden?“

Patrick Kurtz: „Da gibt es durchaus Leute. Es gibt ja genügend Menschen, die Dreck am Stecken haben und sich dessen bewusst sind. Und die passen auch auf. Besonders sensibilisiert sind zum Beispiel Menschen, die Krankschreibungsbetrug begehen. Die wissen ja ganz genau, dass sie gegen ihren Arbeitsvertrag verstoßen und der Arbeitgeber berechtigt wäre, ihnen eine fristlose Kündigung auszusprechen.“


Die meisten Aufträge kommen von Privatpersonen


Josephine Andreoli: „Es kommt also häufiger vor, dass auch Unternehmen Sie beauftragen. Wie ist die Gewichtung von Aufträgen durch Privatpersonen und Unternehmen in Ihrer Detektei?“

Patrick Kurtz: „Wir bekommen definitiv mehr Aufträge von Privatpersonen. Ich schätze, das ist ein Verhältnis von 65 zu 35 Prozent. Aber die Umsätze werden natürlich stärker von den Unternehmen geprägt.“

Josephine Andreoli: „Wird man als Detektiv reich?“

Patrick Kurtz: „Wie in den meisten Branchen sind beide Extreme gegeben, wobei das Gros der Ermittler heutzutage eher schlecht verdient, weil die Auftragslage rückgängig ist. Vor 20 bis 30 Jahren war es deutlich wahrscheinlicher, als Detektiv zu Vermögen zu kommen.“


95 Prozent der Arbeit ist Observation


Josephine Andreoli: „Was macht den Hauptteil Ihrer Arbeit aus?“

Patrick Kurtz: „Wenn man im Feld aktiv ist, macht die Observation schon 95 Prozent der Zeit aus. Die Observationen selbst laufen aber ganz unterschiedlich ab. Manche geschehen fußläufig, die meisten werden allerdings im Fahrzeug durchgeführt. Man muss da jede Menge Sitzfleisch mitbringen – das ist sehr sehr viel Warterei. Teilweise sitzt man 16, 17 Stunden am Stück im Auto und es passiert nichts. Man muss dabei aber natürlich trotzdem konzentriert bleiben und einen bestimmten Punkt, zum Beispiel eine Tür, fokussieren.“

Josephine Andreoli: „Und was ist, wenn man mal auf die Toilette muss?“

Patrick Kurtz: „Zu zweit ist das meist nicht so problematisch, da kann einer mal kurz weg. Aber wenn man allein ist – ich würde nicht empfehlen, aus einer Punica-Flasche zu trinken, das ist so das Standardmittel bei uns.“


Heavy Metal gegen Müdigkeit


Josephine Andreoli: „Was machen Sie, wenn Sie mal müde werden?“

Patrick Kurtz: „Ich höre Heavy Metall! Ich gehe dann meistens die Doppelfußmaschine vom Schlagzeuger mit, da werde ich automatisch wieder wach. Oftmals höre ich auch Hörbücher, früher viel Sherlock Holmes, aber das kann ich mittlerweile in- und auswendig.“

Josephine Andreoli: „Ist Ihre Arbeit so spannend, wie durch Sherlock Holmes und Thomas Magnum vermittelt?“

Patrick Kurtz: „So spannend wie in Filmen und Romanen vermittelt, ist die Arbeit meistens nicht. Vor allem reihen sich nicht zahlreiche spektakuläre Fälle aneinander, sondern es kommt vielfach vor, dass sich Fälle wiederholen. Spannend ist die Arbeit aber natürlich trotzdem.“


Die rechtliche Grundlage ist das A & O


Josephine Andreoli: „Welche Eigenschaften sollte ein Detektiv unbedingt mitbringen?“

Patrick Kurtz: „Fachkompetenz. Die rechtlichen Grundlagen sind das A und O, die muss man draufhaben, sonst bringt man sich und seine Auftraggeber in Teufels Küche. Hinzu kommen Hartnäckigkeit, Sitzfleisch, Konzentrationsfähigkeit und körperliche Fitness. Man muss auch mal Hindernisse überwinden oder einen größer werdenden Abstand zwischen sich und der Zielperson wieder aufholen. Für einen übergewichtigen Ermittler wird das schnell mal schwierig. Außerdem halte ich Kreativität für eine Kernkompetenz bei Ermittlern – man muss den Blickwinkel ändern, anders denken können, um auch schwierige Fälle zu lösen.“

Josephine Andreoli: „Wie wird man denn Detektiv? Gibt es eine Art Detektivschule?“

Patrick Kurtz: „Im Normalfall hat man eine Vorkarriere in einer Ermittlungsbehörde hinter sich. Das kann von der Kriminalpolizei über den BND, den Zoll oder auch die Stasi alles sein. Aber grundsätzlich kann in Deutschland jeder Detektiv werden – das ist auch das Problematische daran: Es gibt hier keine Zulassungsvoraussetzung. Die einzige Voraussetzung ist, dass man keinen Eintrag in seinem Führungszeugnis hat. Das ist in Hinblick auf den Datenschutz und das Persönlichkeitsrecht ein gravierender politischer Missstand.“


Schon mit 13 Sherlock Holmes gelesen


Josephine Andreoli: „Sie haben also vor Gründung Ihrer Detektei auch in einer Ermittlungsbehörde gearbeitet?“

Patrick Kurtz: „Nein, ich bin tatsächlich eher durch Zufall dazu gekommen – obwohl ich schon mit 13 Jahren leidenschaftlich gern Sherlock-Holmes-Geschichten konsumiert und auch angefangen habe, Pfeife zu rauchen. Zwischen meinem Bachelor- und Masterstudium der Europäischen Literatur hatte ich ein Jahr Zeit und wollte mich gern weiter fortbilden. Letztlich habe ich eine sechsmonatige Ausbildung an der Sicherheitsakademie Berlin gemacht und dafür dann das IHK-Zertifikat als Fachkraft Detektiv erhalten.“

Josephine Andreoli: „Wie wichtig ist Kunden so ein Zertifikat?“

Patrick Kurtz: „Klienten fragen ab und an nach dem IHK-Zertifikat und manche teilen mir sogar mit, sich aufgrund meiner IHK-Zertifizierung für die Detektei Kurtz entschieden zu haben. Aber es muss auch nicht unbedingt dieser spezielle Ausbildungsweg sein. Entscheidend ist, dass ein Ermittler eine Grundausbildung absolviert hat, die ihn für den Detektivberuf qualifiziert.

Mittlerweile führe ich diesen Beruf seit 2013 aus und es gibt immer wieder Fälle, da passiert was, von dem ich noch nie gehört habe. Und das macht diesen Job so unglaublich spannend. Es ist schon witzig, aber jetzt hat es sich eben ergeben, dass ich ein Pfeife rauchender Detektiv bin – vermutlich der einzige in ganz Deutschland.“

Josephine Andreoli: „Vielen Dank für das Gespräch, Herr Kurtz!“


Hinweise


Der Originalartikel von Josephine Andreoli erschien in den Lübecker Nachrichten. Die Hervorhebungen (Fettschrift) und Verlinkungen auf dieser Seite können vom Original abweichen.

Zeitgleich veröffentlichten die Lübecker Nachrichten in Zusammenarbeit mit Raoul Oliver Classen, Präsident des Bundesverbandes deutscher Detektive (BDD), einen weiteren Artikel über das Detektivgewerbe, ebenfalls verfasst von Josephine Andreoli: https://www.ln-online.de/Nachrichten/Norddeutschland/Der-moderne-Sherlock-Holmes-Was-macht-einen-guten-Detektiv-aus.


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„Der Schattenmann“ – Kurzinterview mit Detektiv Patrick Kurtz im Magazin Leipziger Leben


Privatdetektiv Patrick Kurtz von der Kurtz Detektei Leipzig im Kurzinterview mit dem Stadtmagazin „Leipziger Leben“für das Themenheft „Außergewöhnliche Berufe“. Bei dem Text handelt es sich um eine Zusammenfassung eines Gesprächs mit Maria Posselt und nicht um Originalzitate.


„Der Schattenmann: Patrick Kurtz, Detektei Kurtz“


Patrick Kurtz: „Auch wenn ich bei meinen Observationen hier und da geduldig sein muss, erlebe ich jeden Tag viel Spannendes. Allerdings schneide ich keine Löcher in Zeitungen oder klebe mir falsche Bärte an.

Zu untersuchen, ob jemand in der Partnerschaft untreu ist, gehört für mich genauso dazu wie Ermittlungen im Bereich des Wirtschaftsbetrugs.

Auch bei Diebstählen, Sorgerechtsfällen oder bei vermissten Personen gehe ich in die Spur.

Wenn ich an einer Stelle nicht weiterkomme, ziehe ich mich zurück und suche einen ruhigen Ort zum Nachdenken – das habe ich mir von Sherlock Holmes abgeschaut.“



Hinweis


Die Hervorhebungen (Fettschrift) und Verlinkungen stammen nicht aus dem Originalartikel, sondern von der Kurtz Detektei Leipzig.


Quelle: Leipziger Leben Ausgabe 3/2019

 

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https://www.kurtz-detektei-leipzig.de/der-schattenmann-detektiv-patrick-kurtz-interview-leipziger-leben/

„Wedding Sherlock“: Stadtgeflüster-Interview mit Detektiv Patrick Kurtz – Teil II


Dominik Irtenkauf befragt Detektiv Patrick Kurtz, Inhaber der Kurtz Detektei Mannheim. Im zweiten Teil des Interviews geht es um das Thema Untreue. Teil I über Heiratsschwindel finden Sie hier.


Patrick Kurtz; Detektei Karlsruhe, Detektiv Speyer, Privatdetektiv Weinheim, Detektei Worms
Detektiv Patrick Kurtz; Illustration: Stadtgeflüster Interview – Thorsten Kambach

Untreue, die Sie ebenfalls untersuchen, wird da schon weit verbreiteter sein. Wie nähert man sich da einer verdächtigten Person an?


Das läuft allgemein über Observationen. Wir besprechen mit dem Auftraggeber, zu welchen Zeiten es wahrscheinlich ist, dass ein Seitensprung stattfinden könnte. Oder dass ein andersartiges Treffen mit einer Person stattfindet, das nicht platonischer Natur sein könnte. Wenn das besprochen ist, reden wir über den Ort. Wo findet die Observation statt, wie viele Ermittler brauchen wir da, wie viele Einsatzfahrzeuge, welche Probleme könnte die Observationssituation mit sich bringen? Haben wir da eine Baustelle, die uns bei der Fahrzeugverfolgung Probleme bereiten könnte? Wie sehen die Ampelschaltungen in der Umgebung aus? Gibt es Einbahnstraßen? Solche Dinge muss man im Vorfeld klären. „Observationsraumaufklärung“ nennt man das.


Und dann kann die Beschattung losgehen?


Genau. Dann wird die Beobachtung durchgeführt. Mit welchen Personen trifft sich die mutmaßlich untreue Person? Wie verhalten sich die Leute, mit denen sie sich trifft, und wie verhalten sie sich mit unserer eigentlichen Zielperson untereinander? Gibt es Anzeichen, dass es sich um ein Liebesverhältnis handelt? Oder ist das Verhältnis rein platonischer Natur? Jetzt ist es natürlich so, dass wir nicht mit ins Schlafzimmer gehen und filmen können, was dort passiert. In der Regel kann man aber schon auf der Straße, im öffentlichen Raum, erkennen, ob jemand eine platonische oder tiefergehende Beziehung hat.


Wie beweisen Sie das danach?


Wenn etwas Relevantes passiert, fertigen wir Fotos bzw. Videoaufnahmen an. Sämtliche Ergebnisse der Observation werden in einem Ermittlungsbericht zusammengefasst. Das heißt, es ist unseren Auftraggebern sehr gut möglich, nachzuvollziehen, was im Observationszeitraum passiert ist. Wenn das Gericht diesen Bericht nicht für ausreichend hält, dann können noch die Fotos angefordert werden.


Wer meldet sich da bei Ihnen? Schon verheiratete Personen oder eifersüchtige Liebhaber?


Alle. Alle Formen von Beziehungen sind dabei, d.h. Ehepartner, langjährige Lebensgefährten, teilweise aber auch Leute, die erst frisch zusammengekommen sind. Bei Letzteren müssen wir stets schauen, ob wir ein berechtigtes Interesse vorliegen haben. Bei Observationen beobachtet man ja eine Person, man verfolgt eine Person, das ist immer ein Eingriff in deren Persönlichkeitsrecht. Diese Maßnahme muss gerechtfertigt sein. „Güterabwägung“ nennt man das in der Rechtssprache. Oder auch: „Interessenabwägung“.


Sie prüfen dann, ob eine Ermittlung überhaupt legal ist?


Genau. Um diese Rechtfertigung zu haben, reicht es eben nicht, wenn die betreffenden Personen drei Wochen zusammen sind und einer meint, der andere sei untreu. Vielleicht hat der Partner eine gänzlich andere Auffassung von der Beziehung, da die Fronten noch gar nicht geklärt sind. Wo der Status untereinander noch gar nicht klar sein kann, ist das nichts, was wir anfassen. Das ist uns zu heiß. Zumal in solchen Fällen selten bereits gemeinsame wirtschaftliche Interessen der Partner mit reinspielen.


Was heißt das?


Bei Studenten zum Beispiel, die in unterschiedlichen Wohnungen leben, einen getrennten Haushalt führen, die keine gemeinsamen Zahlungen haben, keine Kreditverpflichtungen, da ist kein wirtschaftliches Interesse vorhanden. Das reicht für uns nicht aus. Das ist eine rein emotionale Geschichte ohne rechtlichen Hintergrund.


Spurensicherung; Privatdetektei Heidelberg, Privatdetektiv Ludwigshafen, Detektiv Mannheim
Auch Spurensicherung gehört zum Handwerk vieler professioneller Detektive.

Ist das für Sie ein Auftrag wie jeder andere auch oder fühlt man sich da manchmal als Dreckige-Wäsche-Wascher?


„Letztendlich ist es nicht unsere Schuld, wenn jemand seine Frau betrügt.“


Also wir haben täglich Untreue-Observationen. Aus diesem Grund müssen wir da mit einem gewissen Abstand rangehen und können das auch. Es ist aber zweifelsohne so, dass viele Observierte sauer auf uns sind, weil sie die Schuld für den Stress zuhause, den die Entlarvung mit sich bringt, bei uns suchen.


Wie reagieren Sie?


Ich bin der Ansicht: Wir haben die Tat nicht begangen, wir haben die Tat nur dokumentiert, wie das ein polizeilicher Ermittler letztlich auch macht. Bei Untreue handelt es sich nicht um einen Rechtsbruch, sondern lediglich um einen moralischen Verstoß. Leute, die von ihren Partnern betrogen werden, haben trotzdem das Recht, die Wahrheit zu erfahren, schließlich hängt ihr ganzer Lebensentwurf von der Beziehung ab. Letztendlich ist es nicht unsere Schuld, wenn jemand seine Frau betrügt und dabei erwischt wird. Wir sind dabei nur diejenigen, die ihn erwischen. Aber nicht die, die das Delikt begehen.


Die Reaktionen bleiben im Rahmen?


Es gibt auch genügend Zielpersonen, die so wütend reagieren, dass sie uns Drohungen schicken. Die sind aber meist eher amüsant, weil es in der Regel dummes Gerede ist. Wir haben auch schon so Drohungen bekommen wie: Ich stehe morgen mit 500 Mann vor deiner Haustür. Das mit den 500 Mann ist natürlich totaler Blödsinn. Wer hat schon eine Privatarmee zuhause?


„Es gibt genügend Zielpersonen, die uns drohen.“


Wie treu sind die Deutschen in der Ehe? Was ist Ihr Eindruck aus Ihrer professionellen Perspektive?


Das ist eine statistische Frage, die ich so nicht beantworten kann, da wir im Alltag ja nur mit der Schnittmenge an Beziehungen zu tun haben, in denen bereits ein Untreue-Verdacht besteht. Ginge man allein danach, müsste man sagen, dass circa 70-80 Prozent der Deutschen fremdgehen, aber das ist natürlich ein stark verfälschtes Bild.


Infokasten Patrick Kurtz


Inhaber der Kurtz Detektei Mannheim und Rhein-Neckar. Er hat kurzfristig auf unsere Interviewanfrage zu diesem speziellen Thema geantwortet. Patrick Kurtz wird regelmäßig in verschiedenen Medien nach seiner Expertise gefragt.

Trickbetrug und Heiratsschwindel sind keine Kavaliersdelikte und erfordern eine koordinierte Reaktion. Patrick Kurtz und sein Team behandeln die Fälle diskret und ergebnisorientiert.“


Hinweis


Die Hervorhebungen (Fettschrift) und Verlinkungen stammen nicht aus dem Originalartikel, sondern von der Kurtz Detektei Mannheim und Rhein-Neckar.


Quelle: Stadtgeflüster Verlag GmbH, „Original Stadtgeflüster Interview“, 5/2018, 13. Jg.

 

Kurtz Detektei Rhein-Neckar

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„Wedding Sherlock“: Stadtgeflüster-Interview über Heiratsschwindel mit Detektiv Patrick Kurtz – Teil I


Dominik Irtenkauf erfährt von Detektiv Patrick Kurtz die Tücken und Lügen der Heiratsschwindler.


„Nicht alles, was glänzt und schön ist, kann Liebe sein. Manchmal trügt der Schein. Betrüger mischen sich unter die Heiratswilligen. Die Kurtz Detektei Mannheim ermittelt zu Heiratsschwindlern, führt auch Observationen in Fällen der Untreue durch. Patrick Kurtz erläutert, welche Maschen die Nepper anwenden.


Patrick Kurtz; Detektei Ludwigshafen, Detektiv Mannheim, Privatdetektiv Heidelberg, Detektei Speyer
Detektiv Patrick Kurtz; Illustration: Stadtgeflüster Interview – Thorsten Kambach

Wie häufig erhält Ihre Detektei Fälle, die Heiratsschwindler betreffen?


Relativ selten. Im Durchschnitt einmal in drei Monaten. Die Anfragen kommen kaum einmal von den Partnern selbst, die vermuten, sie wären einem Heiratsschwindler aufgesessen. Meistens stellt vielmehr das familiäre Umfeld die Aufträge. Zum Beispiel sagt die Schwester: Der Mann, mit dem du da zusammen bist, macht keinen seriösen Eindruck, den solltest du vielleicht überprüfen lassen. Oder die Eltern oder Freunde hegen solche Gedanken. Es sind eher selten die Betroffenen selbst, die eine solche Überprüfung anregen.


Die Betroffenen werden ja eher die rosa Brille aufhaben?


Ja, das auch. Wir recherchieren zum Fall und können dem Auftraggeber vorzeigen, dieses und jenes in der angeblichen Biographie dieser Person stimmt nicht – es handelt sich also um eine nachgewiesene Erfindung –, das hat die Person verschwiegen. Dennoch erleben wir es häufig, dass die geschädigte Partei das nicht wahrhaben möchte. Sie denkt trotz aller anderslautenden Beweise noch immer, das wäre die große Liebe.


Handelt es sich denn bei den Opfern meist um vermögende Personen?


In der Regel. Es gibt aber auch Internet-Schwindeleien. Dabei schreiben Personen aus teilweise anderen Sprachräumen bei Facebook oder Twitter Leute in Deutschland an. Erstmal beginnen sie eine Chatbeziehung, meist taucht eine komplett gefakte Biographie auf. Es entsteht eine Chatsituation, in der sich die Personen ineinander verlieben – bzw. was heißt hier „ineinander“? Der zu prellende Mensch entwickelt Gefühle für den Betrüger. Er wird dann in eine fiktive Beziehung zu einer non-existenten Person gezogen – und kommt aufgrund der emotionalen Bindung nicht mehr raus.


Geht es da auch um Heirat?


Ich weiß nicht, ob es damit so viel zu tun hat. Das sind Leute, die den ganzen Tag am PC sitzen oder einem anderen Gerät, Profile von älteren Frauen, die vermögend wirken, suchen und diese anschreiben. Den Betrügern ist es wahrscheinlich relativ egal, aus welchem Sprachraum die Frauen kommen. Wenn die potenziellen Opfer passend erscheinen, werden sie kontaktiert.


Hätten Sie da ein konkretes Beispiel?


Ja. Eine Frau, die nur Spanisch und etwas Deutsch konnte, wurde auf Englisch angeschrieben. Sie benötigte großteils den Google-Übersetzer, um die Kommunikation zu verstehen. Das war eine Dame um die 70. Schließlich wurde sie von ihrer Schwester überzeugt, dass ein Experte sich den Chat und den virtuellen Liebhaber angucken sollte, ob das seriös ist. Ich habe dann innerhalb von fünf Minuten gesehen, dass das ein Fake-Profil war, brauchte letztlich nur die Google-Bildersuche dafür.


Observation; Detektei Heidelberg, Privatdetektiv Ludwigshafen, Detektiv Mannheim, Detektei Worms

Was wollte der falsche Liebhaber?


Er wollte erwirken, dass er Geld für ein Flugticket bekommt, um sie zu besuchen. Das wäre dann so gewesen, dass sie ihm das Geld überweist und sich letztlich am Flughafen die Beine in den Bauch stehen darf, da er natürlich nie ankommt. Bei diesem Vorgehen handelt es sich um eine häufig verwendete Masche: Der Betrüger sucht eine Frau, die etwas weiter weg wohnt als seine Fake-Person, sodass man unter diesem Vorwand Reisekosten für den Besuch ins Gespräch bringen kann.


Aus der Internetverbindung soll richtiges Leben werden. Das Spiel mit den falschen Identitäten wurde durch das Internet sicher erleichtert.


Das stimmt. Trickbetrügereien wie Heiratsschwindel zeigen unterschiedliche Herangehensweisen in der virtuellen und in der analogen Welt. Im Internet ist es viel einfacher, mithilfe einer Fake-Identität auch über längere Zeiträume anonym zu bleiben, ohne aufzufliegen. Wenn man eine Identität vorgibt, ist das für die andere Person häufig nicht prüfbar. Kommt es in der realen Welt zu persönlichen Treffen, hat das potentielle Opfer auf jeden Fall schon mal ein Gesicht, das man schlecht hinter dem Foto eines anderen verstecken kann. Dieses Gesicht hat man als betroffene Person gesehen. Die Anonymität ist hier also nicht gegeben.


Was heißt das konkret?


Es wird bei der Variante Internetkriminalität nie zu einer echten Heirat kommen, weil die tatsächliche Identität nicht preisgegeben wird. Bei Heiratsschwindlern, die körperlich in Erscheinung treten, gibt es zwar auch die Möglichkeit, dass sie gefakte Identitäten angenommen haben. Dass sogar Geburtsurkunden vorliegen, die man beim Standesamt vorzeigen könnte, dass dann wirklich eine Heirat unter falscher Identität geschlossen werden könnte. Aber so professionell machen es die meisten Täter gar nicht. Viele tauchen da mit ihrem Realnamen auf – und springen quasi von Frau zu Frau. In solchen Fällen, in denen uns echte Identitätsdaten vorliegen, lässt sich für uns relativ einfach nachvollziehen: Wie oft war die Person verheiratet, wie geht es den Partnern, die diese Person sonst noch so hatte, heute?


„Bei einem Fall sind einer Frau reihenweise Männer weggestorben …“


Sind das immer Männer?


Nein. Wir hatten sogar mal den Fall, klassisch wie im Krimi, dass einer verdächtigen Frau reihenweise Ehemänner weggestorben sind. Die sind immer kurz nach der Heirat verstorben und die Frau verfügte über ein ungeheures Vermögen. Sie heiratete immer wieder, konnte den Hals nicht voll genug bekommen. Man findet das auch bei Betrügern in anderen Bereichen, dass sie nicht aufhören können, wenn sie einmal erfolgreich gewesen sind – sie kennen kein Maß mehr.


Da spielt sicher auch eine emotionale Komponente eine Rolle. Wenn die einmal erfolgreich gewesen sind, interessiert es sie, ob sie diese „Eroberung“ noch ein weiteres Mal durchführen können.


Das ist ein Stück weit auch eine Frage des „Talents“. Es gibt Menschen, die eine Gabe haben, Andere für sich einzunehmen, ihnen etwas vorzugaukeln. Die Leute lieben sie einfach. Es gibt Fälle, in denen die Opfer herausfinden, dass sie von diesen charismatischen Personen betrogen wurden, und selbst dann können sie nicht hundertprozentig von der Beziehung ablassen.


Welche Motive könnten diese Geprellten haben?


Wenn man sich einmal in ihre Lage versetzt und sich fragt: Wie würde es mir danach gehen? Wie würde ich darauf reagieren? Also ich wäre stinksauer, wenn mich eine Frau so ausnehmen würde. Wir haben es bei unseren Klienten, also den Opfern dieser Heiratsschwindler, aber häufig erlebt, dass sie diese Wut nicht empfunden haben, die man vermutet. Sie wollten es a) nicht wahrhaben und waren b) zutiefst enttäuscht, statt wirklich wütend. Das Nichtwahrhabenwollen kommt bei fast allen vor. Vielleicht ist die Demütigung so groß, dass die Leute nicht akzeptieren können, was ihnen da passiert ist.


Vielleicht ist das auch eine Generationenfrage. Sie haben ein 70 Jahre altes Opfer genannt. In einer jüngeren Generation sind Heiraten nicht unbedingt populär, Betrug hat da weniger Chancen.


Das kann gut sein. Heutzutage diese rein physische Form des Heiratsschwindels anzuwenden, dass man Frauen oder Männer irgendwo antrifft und innerhalb kürzester Zeit für sich einnimmt, ist eher ein alter Hut. Die Zeit ist ja immer ein wichtiger Faktor für Heiratsschwindler. Erreichen sie ihr Ziel nicht in kurzer Zeit, ist die Sache wegen des notwendigen Aufwands womöglich nicht mehr lukrativ.


Es hat sich also etwas getan?


Das ist heute, da man nicht mehr so früh heiratet – da man vielleicht mehrere Jahre zusammen ist, sogar ein Kind hat ohne Ehe – ein großer Unterschied zu den Zuständen, wie wir sie noch vor 20, 30 Jahren hatten. Ein erschwerender Unterschied für Heiratsschwindler, die es auf dem analogen Weg versuchen. Heiratsschwindler erleben natürlich auf der einen Seite eine erhebliche Erleichterung durch die sozialen Medien und die Anonymisierung im Internet, aber in einer Beziehung zusammenzuleben mit der Absicht des Betruges, ist gesellschaftlich sicher erschwert worden, ja.“


Teil II – Untreue-Ermittlungen durch Privatdetektive


Teil II des Interviews zwischen Dominik Irtenkauf und Privatdetektiv Patrick Kurtz – hauptsächlich über das Thema Ehebruch bzw. Fremdgehen – finden Sie hier.


Hinweis


Die Hervorhebungen (Fettschrift) und Verlinkungen stammen nicht aus dem Originalartikel, sondern von der Kurtz Detektei Mannheim und Rhein-Neckar.


Quelle: Stadtgeflüster Verlag GmbH, „Original Stadtgeflüster Interview“, 5/2018, 13. Jg.

 

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„GPS-Tracking wäre extrem wertvoll für uns“ – Watson.ch-Interview mit Detektiv Patrick Kurtz

Helene Obrist vom Schweizer Nachrichtenportal Watson.ch im Interview mit Detektiv Patrick Kurtz, Inhaber der Kurtz Detektei Zürich und Schweiz, zum neuen Sozialdetektive-Gesetz in der Eidgenossenschaft:

„Das neue Gesetz zu den Sozialdetektiven ist umstritten. Patrick Kurtz, Inhaber der Detektei Kurtz, hat mit uns über GPS-Tracking, Mitleid und vermeintliche Mordaufträge gesprochen.


Technische Hilfsmittel für die Überführung von Betrügern


watson: „Herr Kurtz, über Sozialdetektive, die potenzielle Versicherungsbetrüger überführen, wird derzeit viel gesprochen. Wie häufig werden Sie auf Leute angesetzt, die unrechtmässig Geld kassieren?“

Patrick Kurtz: „Das kommt häufig vor. Wir ermitteln am meisten wegen Betrugsfällen. Im privaten Bereich sind es vor allem Ehebruch oder Untreue. Im wirtschaftlichen Bereich gehören KrankschreibungsbetrugManipulation bei der Zeitabrechnung oder eben Versicherungsbetrug und Sozialhilfemissbrauch dazu.“

watson: „Bei der Ermittlung von Sozialhilfemissbrauch sollen Detektive wie Sie durch ein neues Gesetz mehr Möglichkeiten für die Observation erhalten. Beispielsweise sollen GPS-Geräte, Drohnen oder Geo-Lokalisationen eingesetzt werden können. Was halten Sie davon?“

Patrick Kurtz: „Hilfsmittel wie GPS-Tracking wären extrem wertvoll für uns. Weil die Rechtslage derzeit unsicher ist, setzen wir Drohnen oder GPS-Tracking bislang nicht ein. Wenn wir die Genehmigung aber bekommen würden, wäre uns extrem geholfen bei der Fallaufklärung. Das wäre auch im Sinne der Gemeinschaft.“

watson: „Warum?“

Patrick Kurtz: „Derzeit müssen wir uns primär auf unsere Augen verlassen. Das kostet oft viel Zeit und Geduld. Mit technischen Daten, wie beispielsweise einer ständigen Ortung, könnte ein Fall womöglich schneller aufgeklärt werden. Und man hätte harte Fakten, die man im Falle einer Gerichtsverhandlung vorbringen könnte. Zudem könnte man argumentieren, dass man so die Person nicht auf Schritt und Tritt verfolgen muss, sondern nur beobachtet, wo sie sich gerade befindet. Man könnte sich fragen, ob das nicht ein geringerer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Zielperson wäre, wenn sie nur mittels GPS-Tracking überwacht wird, anstatt von einem Detektiv beschattet.“


Watson; Detektei Zürich, Detektiv Basel, Privatdetektiv Solothurn, Detektei Bern, Sozialdetektiv Zug
Das Nachrichtenportal „Watson“ ist nicht etwa eine Detektiv-Seite, deren Name sich auf den berühmten Holmes-Sidekick beruft. Vielmehr leitet sich der Name des aufstrebenden Portals vom englischen Ausdruck „What’s on?“ ab. 

Über Observationen im Detektiv-Alltag


watson: „Stichwort Privatsphäre: Haben Sie nie ein schlechtes Gewissen oder Mitleid bei Ihrer Arbeit?“

Patrick Kurtz: „Grundsätzlich beobachten wir nur den öffentlichen Raum. Und wir sind nicht die Auftraggeber, die den Tatverdacht haben. Wir führen lediglich den Auftrag aus. Mitleid habe ich selten. Ausser einmal, als ich im Rahmen eines Untreueverdachts eine Dame einen Monat lang jeden Nachmittag beschattet habe. Die Frau ging aber immer brav nach der Arbeit nach Hause und der Untreueverdacht ihres Lebensgefährten liess sich nicht erhärten. Die Dame tat mir leid.“

watson: „Wie kommt es denn überhaupt zu einer Überwachung?“

Patrick Kurtz: „Normalerweise treffen wir uns zuerst mit dem Auftraggeber, das kann eine Firma, eine Privatperson oder auch eine Behörde sein. Dann geht es darum herauszufinden, zu welchem Zeitpunkt sich eine Observation am meisten lohnen würde und wann man die grösste Erfolgschance hat. Dann klären wir ab, wie viele Ermittler wir vor Ort brauchen, wie viele Fahrzeuge nötig sind …“

watson: „Und was passiert dann vor Ort?“

Patrick Kurtz: „Das läuft natürlich ganz anders ab, als in vielen Filmen gezeigt. Meistens ist die Observation wenig spektakulär. Gefragt ist vor allem Geduld. Oft sitzt man stundenlang im Auto und wartet, dass die Zielperson das Haus verlässt.“


Der Detektiv-Beruf: Anforderungen und Risiken


watson: „Was braucht es denn, um ein guter Detektiv zu sein?“

Patrick Kurtz: „Meiner Meinung nach sind Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit enorm wichtig. Man darf sich nicht ablenken lassen. Observationen dauern in der Regel stundenlang, da darf man den Punkt, an dem etwas passiert, auf keinen Fall verpassen, weil man abgelenkt war. Köpfchen und körperliche Fitness sind auch sehr wichtig. Oft muss man recherchieren und kombinieren können. Und manchmal kann man sich auch stundenlang nicht hinsetzen oder muss bei eisiger Kälte oder sengender Hitze im Auto sitzen und auf das Auftauchen der Zielperson warten.“

watson: „Ist Ihre Deckung auch schon aufgeflogen und Sie wurden erwischt?“

Patrick Kurtz: „Das passiert sehr selten. Mir ist es ein einziges Mal passiert.“

watson: „Wie kam es dazu?“

Patrick Kurtz: „Ich habe mit einem Kollegen zusammen eine Zielperson observiert, die im Verdacht stand, sich missbräuchlich krank gemeldet zu haben. Die Zielperson wohnte in einem sehr kleinen Dorf. Mein Kollege und ich haben in Autos am Ausgang des Dorfes gewartet und die Zielperson aus der Ferne mit Ferngläsern und Teleobjektiven überwacht. Ab und zu fuhr ein Bauer auf einem Traktor vorbei. Einer dieser Bauern muss unserer Zielperson wohl einen Tipp gegeben haben. Denn kurz darauf lockte sie uns in die Stadt, klopfte an meine Autotür und meinte, ich könne nun mit dem Beobachten aufhören.“

watson: „Was ist dann passiert?“

Patrick Kurtz: „Wir haben uns zurückgezogen. Den Fall konnten wir aber dennoch erfolgreich abschliessen. Es stellte sich nämlich heraus, dass die Person, obwohl sie krankgeschrieben war, an einem Bodybuilding-Wettkampf teilgenommen hatte.“


Von zweifelhaften Aufträgen


watson: „Was ist das Schrägste, was Sie bisher erlebt haben?“

Patrick Kurtz: „Schwierige Frage (denkt nach). Einmal wurden wir von einem ukrainischen Herren kontaktiert, der uns bat, eine Adresse ausfindig zu machen. Am Ende des Gesprächs wandte er sich an meinen Kollegen und fuhr sich mit dem Finger über den Hals mit den Worten: „Wenn ihr ihn einmal gefunden habt …“. Er wollte uns tatsächlich mit einem Mord beauftragen! Nach dieser Sitzung liessen wir dann schleunigst die Finger von dem Fall.“

watson: „Lehnen Sie Aufträge auch ab? Oder stoppen laufende Observationen?“

Patrick Kurtz: „Ja, das kommt schon vor. Beim vorherigen Beispiel mit der Überwachung der Lebensgefährtin habe ich nach einem Monat aufgehört, obwohl mein Auftraggeber wollte, dass ich weitermache. Manchmal lehnen wir aber Aufträge auch von Anfang an ab. Nämlich dann, wenn das persönliche oder wirtschaftliche Verhältnis des Auftraggebers und der Zielperson nicht so angelegt ist, dass man dem Auftraggeber überhaupt Informationen übermitteln dürfte.“


Patrick Kurtz in einem umfangreichen Artikel des Berliner Tagesspiegel über den Detektivberuf


Seit Herbst letzten Jahres recherchierte der Tagesspiegel-Journalist Kai Müller zu den Themen Detektivberuf in Deutschland, Detektivausbildung und Detektive in Berlin. Dafür sprach er unter anderem mit Patrick Kurtz, dem Inhaber der Kurtz Detektei Berlin. Der Artikel erschien hier unter dem Titel „Die hohe Kunst des Schnüffelns – Berlin ist die Hauptstadt der Privatdetektive“ und dem Aufhänger: „Ehebrecher ausspionieren? Pfeife? Das war gestern. Nirgendwo werden mehr Privatdetektive ausgebildet als in Berlin. Doch es gibt Dinge, auf die kann sie niemand vorbereiten“.

Nachfolgend finden Sie eine Abschrift der Passagen über Patrick Kurtz bzw. über einen Fall der Detektei Kurtz. Wir empfehlen, auch den restlichen – recht umfangreichen – Artikel zu lesen, da er das Thema detaillierter betrachtet als die meisten anderen Beiträge über Detektive in den letzten Jahren.


Es kommt vor, dass die Dienste der Ermittler missbraucht werden


Es kommt durchaus vor, dass die Dienste der Ermittler missbraucht werden. Patrick Kurtz ist zum Detektiv geworden nach einem Literaturstudium. „Ich rauche Pfeife, seit ich 14 bin“, sagt er auf sein Jugendidol Sherlock Holmes anspielend. Er berichtet von einem Fall, bei dem sich die wahre Absicht des Auftrags erst enthüllte, als er abgeschlossen war.

Kurtz war von einer Großfamilie mit der Suche nach deren vermisster Tochter betraut worden. Schon die erste Begegnung war heikel gewesen. Die Eltern klagten, dass sie sich Sorgen machten und weder ein noch aus wüssten. Da das Mädchen älter als 18 war, würde Kurtz, falls er es ausfindig machte, allenfalls fragen können, ob es Kontakt zu seiner Familie wünsche. Von wegen Persönlichkeitsrechten. Der Familie war es recht. Sie unterschrieb den Vertrag.


Bezahlt wird das Suchen, nicht das Finden


Es war nicht schwer, die Frau aufzuspüren. Sie war, wie sich herausstellte, abgetaucht mit ihrem deutschen Freund, der ihrer Familie nicht passend erschien. Sie bat die Detektive unter Tränen, ihren Aufenthaltsort nicht preiszugeben, da sie fürchtete, Opfer eines Ehrenmords zu werden.

Detektive müssten zuweilen als Lebenshelfer fungieren, sagt Kurtz. In diesem Fall hoffte er, die Situation befrieden zu können. Zu erfahren, was die Tochter gesagt habe, sei vielleicht besser, als gar nichts zu wissen. Oder? Nun fehlten nur noch letzte Formalitäten. Der Detektiv wurde von den Eltern in ein Lokal bestellt, um dort die Bezahlung zu regeln.

Detektive schließen Dienstverträge ab. Anders als Werkverträge sind die nicht an ein vereinbartes Resultat geknüpft. Bezahlt wird das Suchen, nicht das Finden.

Vorsorglich schickte Kurtz zwei Kollegen. Als sie sich zu den Eltern an einen Tisch setzten, kamen immer mehr Familienmitglieder aus den hinteren Bereichen des Restaurants, umzingelten die beiden Männer. Es war klar, was sie wollten: den Aufenthaltsort.


Pfeifen, Patrone; Detektei Berlin, Detektiv Frankfurt an der Oder, Privatdetektiv Cottbus
Entspanntes bzw. entspannendes (Pfeife) Rauchen gehört, wie wir aus Erfahrung sagen können, zum Alltag vieler deutscher Detektive. Doch wenn Themen wie Ehrenmord auf den Tisch kommen, fühlt sich der Beruf ganz sicher nicht entspannt an. 

Anmerkung der Kurtz Detektei Berlin


In unseren Ermittlungsverträgen findet sich ein Passus, mit dem die Rechte von Zielpersonen bewahrt werden, die Schutz gesucht haben oder noch immer suchen – in staatlichen bzw. bundesländerspezifischen Schutzprogrammen, in gemeinnützigen Frauen- oder Kinderschutzhäusern, bei Angehörigen und Freunden. Da ein begründetes Bedürfnis nach Schutzsuche ein hohes Rechtsgut darstellt, wiegt es in der Regel schwerer als die berechtigten Interessen unserer Auftraggeber. Eine Auskunftserteilung kann in diesen Fällen zum Schutz der gesuchten Person nicht erfolgen.


Kurtz Detektei Berlin

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https://www.kurtz-detektei-berlin.de/2018/02/04/patrick-kurtz-in-einem-umfangreichen-artikel-des-berliner-tagesspiegel-über-den-detektivberuf/