Detektei-Inhaber Patrick Kurtz im Interview mit ze.tt, dem Jugendmagazin der Zeit


Salopper Zeitungsartikel über den Detektivberuf


Patrick Kurtz, der Inhaber der Kurtz Detektei Rostock und Mecklenburg-Vorpommern, gab Claudia Wiggenbröker von ze.tt, dem Jugendmagazin der Zeit, ein Interview. Im Ergebnis steht ein salopper Beitrag über den Detektivberuf, der in Teilen mit einem Augenzwinkern zu verstehen ist:


Beschatten, verfolgen, verhaften? So arbeitet ein Privatdetektiv wirklich


Ein altes Fabrikgebäude am Stadtrand. Zwei Schatten schleichen durch die Nacht, ein Aktenkoffer wechselt den Besitzer. Plötzlich löst sich eine dritte Gestalt aus der Dunkelheit. „Schluss mit den Spielchen“, sagt der Privatdetektiv mit vorgehaltener Waffe – passieren solche Szenen, wie wir sie aus Detektivserien kennen, in der Realität auch so? Voll nicht, erklärt Patrick Kurtz. Und er wird’s wissen, denn er ist wirklich Privatdetektiv.

Die aktive Überwältigung von Tätern entspricht nicht der Realität. Anstatt Gangster selbst dingfest zu machen, halten sich Patrick und seine Kollegen im Hintergrund: „Wir sind passive Beobachter. Detektive beeinflussen das Geschehen nicht, sondern dokumentieren es gerichtsfest. Wir wollen gar nicht, dass man uns bemerkt“, erklärt er. Was bei den Trovatos oder bei Privatdetektive im Einsatz passiert, sei Kokolores.


Detektive sind Einzelgänger


In der Regel ermittelt Patrick auch nicht bei Verbrechen – sondern bei Vergehen. Die meisten Fälle drehen sich um das Thema Betrug. „Zum Beispiel beauftragen uns Unternehmen, wenn sich ein Mitarbeiter auffällig oft krankmeldet. Wir finden dann heraus, ob er für eine andere Firma arbeitet oder in Urlaub fährt – statt krank zu Hause zu sein.“ In der Regel landen die Streitigkeiten selten vor Gericht: „Dass der Betrug strafrechtlich verfolgt wird, ist nur in einem geringen Teil der Fälle so. Und wenn es zum Streit kommt, dann eher vor dem Arbeits- statt vor dem Strafgericht.“ Meistens könnten sich die beiden Parteien aber auch ohne einen Richter einigen.

Ein anderer Mythos über Privatdetektive trifft dagegen zu: „Die Ein-Mann-Detekteien, die man aus Filmen kennt, entsprechen tatsächlich der Wahrheit“, erklärt Patrick. „Eine Detektei, die viele Festangestellte hat, ist sehr selten.“ Patrick bestätigt als Ausnahme die Regel: Er hat seine eigene Detektei gegründet, ist in ganz Deutschland und der Schweiz tätig. Er hat inzwischen fünf Festangestellte. Daneben bearbeiten über 40 selbstständige Detektive die Aufträge, die Patrick ihnen zuweist.


„Du kannst nicht in den Verkehr rasen“


Im Gespräch mit Patrick fällt auf, dass er häufig Wörter wie Observation oder Zielperson verwendet. Das sind die beiden Begriffe, um die sich der Alltag eines Detektivs hauptsächlich dreht. „Der Großteil unserer Arbeit sind Observationen“, sagt Patrick. Die seien allerdings weniger spannend, als uns viele Filme glauben machen wollen: „Es kann schon sein, dass man 17 Stunden lang eine Tür anstarren muss, aus der niemand herauskommt.“ Geduld sei deshalb die Eigenschaft, die ein Detektiv auf jeden Fall mitbringen müsse.

Observationen müssen allerdings nicht immer öde sein. Genau das ist der Part, den Patrick am meisten an seinem Job liebt: Der Zielperson auf den Fersen zu bleiben, wenn es schwierig wird. Das heißt allerdings nicht, dass Detektive mit wild quietschenden Reifen und einer Waffe im Anschlag durch die Stadt rasen. „Das funktioniert nicht wie bei Til Schweiger, der im Tatort herumballert. Aber es macht Spaß, wenn sich die Zielperson viel bewegt, sodass man hochkonzentriert sein muss, um ihr überhaupt folgen zu können.“

Das funktioniere allerdings nicht immer: „Es kann passieren, dass man den Sichtkontakt zur Zielperson verliert. Wenn sie zum Beispiel noch über die Ampel fährt, obwohl die bereits rot ist. Wenn der Gegenverkehr schon von der anderen Seite kommt, kann man natürlich nicht mehr weiterfahren“, erzählt Patrick. Viele Auftraggeber hätten allerdings wenig Verständnis dafür. „Sie meinen dann, dass schlecht gearbeitet wurde. Aber man kann nun mal nicht in den laufenden Verkehr reinrasen.“


Fingerabdrücke sichern; Detektiv Rostock, Detektei Rostock, Privatdetektiv Mecklenburg-Vorpommern
Auch Spurensicherung und -auswertung zählt zu den Aufgabengebieten privater Ermittler wie unserer Rostocker Detektive. 

Schuldner sind der Schrecken


Zu Patricks Auftraggebern gehören neben Unternehmen auch Privatpersonen. Die Fälle sind oft so klassisch, wie man sich das vorstellt: Ein eifersüchtiger Ehepartner setzt die Detektive auf die bessere Hälfte an. Diese Aufträge sind oft leichter zu beackern als andere: „Die mutmaßlich betrogene Ehefrau hat natürlich jede Menge Informationen über ihren Mann. Sie könnte uns Namen, Adressen, Fahrzeugnummer liefern. So können wir planen, wann und wo eine Observation sinnvoll wäre.“

Schwieriger sind dagegen solche Fälle: „Wenn Leute Geld verliehen haben und der Schuldner ist danach spurlos verschwunden – dann existieren meistens relativ wenig Informationen über den. Und wenn, dann häufig gefälschte“, sagt Patrick. „Da geht es natürlich in erster Linie um Recherche: Wer ist die Person wirklich und wo hält sie sich auf?“


Betrügende Partner/innen überführen? 350 Euro, bitte


Wie teuer es für Patricks Klienten wird, kann man meistens nicht vorhersagen. „Es kann passieren, dass wir einen mutmaßlichen Ehebrecher observieren und er innerhalb von zwei Stunden in den Puff geht. Dann ist die Sache erledigt.“ Im Idealfall könne der Betrogene seinen Partner schon mit 350 Euro überführen. „Genauso kann es sein, dass man jemanden tage- oder wochenlang beobachtet und überhaupt nichts Relevantes passiert.“

Es gebe allerdings Erfahrungswerte, erklärt der Detektiv. Sehr teuer kann es zum Beispiel beim Thema Unterhalt werden: Bekommt jemand nach seiner Scheidung Unterhalt vom Ex-Ehepartner, gilt der Anspruch nur, solange man wirklich Single ist. „Deshalb verheimlichen die Leute oft eine neue Beziehung – und machen daraus ein richtiges Versteckspiel: Sie mieten zwei Wohnungen an, obwohl sie zusammenleben. Parken kilometerweit weg, damit keiner das Auto sieht. Verkleiden sich.“

In solchen Fällen müssen die Detektive viel Zeit investieren. Denn sie müssen nachweisen, dass es sich wirklich um eine Beziehung handelt – und nicht nur um eine Affäre. „Das kostet dann meistens so um die 5.000 Euro“, erklärt Patrick. Wem das zu teuer ist, der kann ein Maximalbudget für seinen Auftrag festlegen, das die Detektive nicht überschreiten dürfen.


Nicht nur Sherlock raucht


Denkt man an den berühmten Sherlock Holmes, gibt es noch ein Detektiv-Klischee, das auf Patrick zutrifft: Er raucht ebenfalls Pfeife. Und für Kriminalromane hat er sich sowieso schon immer begeistert. Dadurch ist er allerdings nicht auf seinen Job gekommen – sondern durch eine Anzeige. In der wurden Praktikanten für den Detektivberuf gesucht. Zu diesem Zeitpunkt brauchte Patrick eine neue Aufgabe: „Nach meinem Bachelor habe ich einen Studiengang ausgesucht, den ich nicht direkt im Anschluss machen konnte. Die Bewerbungsfristen lagen einfach doof. Deshalb musste ich ein Jahr überbrücken.“

Also kratzte er seine letzte Kohle zusammen und machte sich auf den Weg nach Berlin, um dort einen Detektiv-Lehrgang zu machen. Er machte sich selbstständig – und wollte eigentlich auch sein Studium fortsetzen. Aber irgendwann wurde das Arbeitspensum dann zu viel. Mittlerweile bleibt Patrick auch kaum noch Zeit, um selbst Observationen zu fahren. Stattdessen kümmert sich der Gründer darum, sein Unternehmen nach vorne zu bringen.


Den Originalbeitrag der ze.tt finden Sie hier.

 

Kurtz Detektei Rostock und Mecklenburg-Vorpommern

Grubenstraße 20

D-18055 Rostock

Tel.: 0381 3739 0080

Fax: 0381 3739 0089

Mail: kontakt@kurtz-detektei-rostock.de

Web: https://www.kurtz-detektei-rostock.de

https://www.kurtz-detektei-rostock.de/2017/03/23/detektei-inhaber-patrick-kurtz-im-interview-mit-ze-tt-dem-jugendmagazin-der-zeit/

Advertisements

Detektive und Pfeifen – Teil 1: Einführung der Kurtz Detektei Duisburg in die Thematik


Typisches Detektiv-Klischee seit Sherlock Holmes: die Pfeife


Das Pfeiferauchen ist die wohl ursprünglichste Form des Rauchens; die ältesten Tabakpfeifen, die man gefunden hat, lagen ägyptischen Mumien bei – als Grabbeigaben vor fast viertausend Jahren! Und obwohl in den letzten Jahrzehnten durch die zunehmende Verbreitung der Zigarette Pfeifenraucher immer seltener geworden sind, gibt es sie immer noch: Genussmenschen, Denker, Besonnene und Unangepasste – der Pfeifenraucher hat heutzutage viele Attribute, selten jedoch schlechte. Und natürlich ist es vor allem der Berufsstand des Privatdetektivs, der spätestens seit Sherlock Holmes genauso mit dem Pfeiferauchen in Verbindung gebracht wird wie mit Lupe und Jägermütze, wie unsere Detektive der Kurtz Detektei Duisburg immer wieder amüsiert feststellen dürfen. Die Frage „Und rauchen Sie auch Pfeife?“ gehört zum festen Repertoire fast jeden Gesprächspartners und kommt in der Regel direkt nach der Antwort auf „Und was machen Sie beruflich?“ – allein hinter jedem Stereotyp und Klischee steckt auch oft ein Körnchen Wahrheit: So stimmt es tatsächlich, dass einige unserer Privatermittler passionierte Pfeifenraucher sind. So raucht auch Patrick Kurtz selbst, Inhaber unserer Detektivbüros in Duisburg, seit seinem 14. Lebensjahr Pfeife und zählt über zwanzig Pfeifen sein Eigen.

Einiges hat sich zwar geändert seit den Zeiten der Bow Street Runners und Vidocqs, den Begründern der modernen Detektivarbeit: Modernste Technologie, IT-forensische Untersuchungen und Ermittlungen im Wirtschaftsbereich prägen im 21. Jahrhundert ganz selbstverständlich den Berufsalltag unserer Detektive aus Duisburg – und dennoch scheint die Assoziation des Privatdetektivs mit der Pfeife ungebrochen aktuell. Grund genug, einmal einen Blick auf die Hintergründe des Pfeifenrauchens zu werfen, und zu untersuchen, warum bis heute die detektivische Arbeit und die Pfeife untrennbar miteinander verbunden sind.


Pfeiferauchen während der Observation? Ein No-Go!


Ein Klischee gibt es, das wir direkt zu Anfang über Bord werfen sollten: Auch wenn unsere Detektive mitunter begeisterte Pfeifenraucher sind – bei der Feldarbeit hat die Pfeife nichts zu suchen! Dabei wäre es ja eigentlich kein Problem: Das eigene Auto z. B. ist schließlich noch einer der wenigen Orte, an denen man ungestört und ganz legal rauchen kann, und eine stundenlange Observation einer Zielperson aus dem Wagen heraus wäre sicherlich für manche unserer Duisburger Privatermittler mit einer aromatisch rauchenden Pfeife angenehmer. Das Problem, das sich dabei stellt, ist jedoch ganz profan, denn um für den Klienten eine einwandfreie und erfolgversprechende Observation zu gewährleisten, sind zwei Dinge essentiell:

Zum einen natürlich das möglichst unauffällige Auftreten der Detektive: Bei einer Observation, beispielsweise bei Verdacht auf Lohnfortzahlungsbetrug im Krankheitsfall, ist es wichtig, dass der eingesetzte Ermittler unscheinbar bleibt, schließlich soll die Zielperson nicht merken, dass sie observiert wird. Ein möglichst unauffälliges Auftreten ist damit erste Pflicht – und so selten, wie Pfeifenraucher geworden sind, lässt sich beides leider nur sehr schlecht in Einklang bringen. Zum anderen erfordert das Rauchen einer Pfeife zwischendurch immer wieder ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit: Man hat oft mit den Händen zu tun, der Tabak will gestopft werden, ab und an vielleicht neu entzündet, und letztendlich versetzt einen das Rauchen der Pfeife in einen sehr entspannten Zustand, der vielleicht die nötige Reaktionsbereitschaft bei der Observation vermissen lässt – schließlich müssen unsere Privatdetektive aus Duisburg blitzschnell reagieren, wenn relevante Situationen entstehen, ein schnelles Foto schießen oder die Zielperson verfolgen. Eine Pfeife wäre dabei doch eher hinderlich.


Pfeiferauchen bei der Recherche im Detektivbüro? Aber ja!


Ganz anders sieht es jedoch im heimischen Detektivbüro aus: Man sagt der Pfeife nach, dass ihr Rauchen eine gewisse Atmosphäre der Ruhe und Entspannung schafft, die das Denken begünstigt und natürlich auch die Kreativität. Das wiederum können unsere Ermittler voll und ganz bestätigen! Detektivarbeit ist schließlich nicht nur Fleißarbeit und findet auch nicht ausschließlich auf der Straße statt. Wo lose Fäden zusammengesetzt und Zusammenhänge hergestellt werden müssen, ist Ruhe und Entspannung angebracht – und da leistet die Pfeife beste Dienste. So kommt es, dass tatsächlich der ein oder andere Privatdetektiv, auf jeden Fall zumindest bei unseren Ermittlern der Kurtz Detektei Duisburg, das entspannte Pfeifenrauchen nicht missen möchte.


Detektiv raucht Pfeife und tippt einen Ermittlungsbericht auf der Schreibmaschine; Privatdetektiv Duisburg
Die Tabakspfeife im Detektivbüro: längst nicht mehr die Regel, aber auch keine Ausnahme.

Ausblick auf Teil 2 der Reihe „Detektive und Pfeife: der dänische Pfeifenbauer Poul Winsløw


Hochwertige Pfeifen werden in langwieriger Handarbeit hergestellt, und viele Pfeifenbauer sind wahre Künstler. Man muss sich nur einmal die unterschiedlichen Pfeifenarten, -formen und -farben, das verwendete Material und die verschiedenen Funktionsweisen genau anschauen, um zu sehen, welche minutiöse Arbeit dahinter steckt, teilweise mit filigranen Intarsien und mit viel Liebe zum Detail. Einige Pfeifenbauer sind wahre Ikonen ihres Fachs, extrem talentiert und Meister ihrer Handwerkskunst. Einer davon ist Poul Winsløw, ein Name, der den meisten Leuten, die bisher selten mit Pfeifen in Berührung gekommen sind, vielleicht gar nichts sagt – Anlass genug für die Kurtz Wirtschaftsdetektei Duisburg, um in Teil 2 unserer Reihe „Detektive und Pfeife“ einen wahren Meister des Pfeifenhandwerks zu würdigen!


Von Detektiv-Klischees: Patrick Kurtz, Inhaber der Kurtz Detektei Berlin, im „Langen Interview“ – Teil 1


Für das Format „M19 – das lange Interview“ des Radiosenders Mephisto 97.6 unterhielt sich Patrick Kurtz, Inhaber der Kurtz Detektei Berlin, eine Stunde lang mit Chefredakteurin Paula Drope über den Detektivberuf. Im ersten Teil geht es vor allem um typische Klischees, die über Privatdetektive kursieren.


Wie sieht ein typisches Detektivbüro aus?


Paula Drope: „Einen schönen guten Abend! Spannend wird es heute bei mir im Studio. Stellen Sie sich mal ein schmuddeliges Hinterzimmer in schwarz-weiß vor, einen alten Ledersessel und davor einen großen Schreibtisch. Sie können sich das Studio heute Abend bei mir gerne in diesem Flair vorstellen. Ich habe das auf jeden Fall im Kopf, wenn ich mir ein Detektivbüro vorstelle. Wie viele von solchen Detektiv-Klischees tatsächlich stimmen, darüber möchte ich in dieser Stunde mit Patrick Kurtz sprechen. Er ist der Inhaber der Kurtz Privatdetektei in Berlin. Ich freue mich sehr, dass Sie da sind, Herr Kurtz.“

Patrick Kurtz: „Ich freue mich auch.“

Paula Drope: „Ich habe gerade schon das Bild von einem Hinterzimmer in schwarz-weiß heraufbeschworen. Ist Ihr Detektivbüro auch schwarz-weiß?“

Patrick Kurtz: „Schwarz-weiß ist es nicht. Aber das mit dem Sessel kann ich bestätigen: Ich habe Chesterfield Sessel im Büro stehen und einen großen Schreibtisch. Die Sessel sind allerdings nicht so alt.“

Paula Drope: „Aber kommt das Klischee bei Ihnen ungefähr hin?“

Patrick Kurtz: „Naja, es ist kein Hinterhofzimmer. Es ist ein Zimmer zum Garten, in dem ich arbeite. Ich denke, relativ viele Klischees werden die Klienten, die dort hineinkommen, schon bestätigt finden aufgrund der schweren Sessel, aufgrund des großen Schreibtisches und auch wegen der Bilder an der Wand. Ich habe zum Beispiel ein Mitbringsel aus dem Sherlock-Holmes-Museum in der Baker Street in London: Im Detektivbüro hängt ein Bild von Sherlock-Holmes. Und noch diverse andere Utensilien die daran erinnern.“

Paula Drope: „Sie, liebe Zuhörer, können sich dieses Büro natürlich auch mal anschauen. Wir haben Fotos und Artikel zu dieser Sendung und zu diesem Büro, auf unserer Homepage mephisto976.de. Da können Sie nach dieser Sendung auch mal reinschauen.“


Chesterfield Möbel und englische Schreibtische in einem Büro; Detektivbüro Berlin, Detektei Berlin, Detektiv Berlin
Beispiel eines (aufgeräumten) Detektivbüros der Detektei Kurtz. Zahlreiche Klischees über Privatdetektive werden bedient – allerdings nicht um der Klischees willen, sondern weil wir hier eine sehr gute und konzentrierte Arbeitsatmosphäre schaffen.

Recherche oder Observation? Detektiv-Tätigkeiten sind nicht nur Action, sondern auch viel Schreibtischarbeit.


Paula Drope: „In Ihrem Büro, da brüten Sie ja dann wahrscheinlich über verschiedene Fälle, kann ich mir vorstellen. Wie sieht der typische Alltag eines Privatdetektivs aus? Wie sieht Ihr typischer Alltag aus?“

Patrick Kurtz: „Mein typischer Alltag unterscheidet sich ein bisschen vom typischen Alltag meiner Kollegen. Weil ich der Geschäftsführer, der Geschäftsinhaber bin, muss ich mich viel mit organisatorischen Dingen abgeben. Das heißt, dass ich größtenteils morgens den PC hochfahre und dann E-Mails checke, dass ich Einsätze durchplane, dass ich Berichte gegenlese. Ich bin nur noch selten selbst auf der Straße für Observationen. Das Haupteinkommen der meisten Detektive liegt allerdings darin, dass sie auf der Straße Observationen durchführen. Das mache ich inzwischen nur noch selten. Dementsprechend unterscheidet sich das dann so ein bisschen. Was ich dann größtenteils zu Hause mache oder bei Behördengängen oder auch an anderen Orten, sind Recherchen. Beispielsweise zu Adressen, die gefunden werden müssen, bei Schuldnern, die säumig und verzogen sind, oder auch bei Familienangehörigen, die gefunden werden sollen. Mit solchen Dingen beschäftige ich mich häufiger. Das ist eher Schreibtischarbeit.“


Grundausrüstung unserer Detektive aus Berlin


Paula Drope: „Im Moment gehören zu Ihrer Grundausrüstung eher ein Computer und ein gutes E-Mail-Programm. Sie haben ja schon gesagt, Sie waren auch selbst mal unterwegs, haben selbst auch Observationen gemacht? Was gehört denn da zur detektivischen Grundausrüstung? Ich würde jetzt einfach mal raten: Lupe, Dietrich und Kamera?“

Patrick Kurtz: „Dietrich eher weniger. Gut, es schadet nicht, wenn man etwas dabei hat für bestimmte Situationen, in denen es legal ist, Türen zu öffnen. Die tauchen allerdings selten auf. Wir hatten das zwar schon mal, wenn beispielsweise Autos unterschlagen wurden. Sogar ein Boot hatten wir mal, das unterschlagen worden ist und das wir dann in einer bestimmten Garage vermutet haben, die sogar demjenigen gehört hat, der auch der Eigentümer des Bootes war. Die Garage ist quasi ebenfalls unterschlagen worden, weil der ehemalige Mieter sein Schloss einfach dran gelassen hatte, sodass man die Garage nicht mehr öffnen konnte – ohne Dietrich. An diesem Schloss haben wir uns dann ein bisschen gütlich getan. Ansonsten ist aber vor allem ein Auto ganz wichtig für viele Observationen, und die Kamera ist mit Abstand das wichtigste Utensil eines Detektivs.“

Paula Drope: „Sie haben gerade schon ein bisschen gelacht, als Sie über den Dietrich gesprochen haben. Ist es dann auch ein bisschen Aufregung, wenn man wirklich mal so was Klischeebehaftetes benutzen kann?“

 

Patrick Kurtz: „Allzu aufgeregt sollte man nicht sein, da man eine ruhige Hand braucht. Man braucht ein sehr feines Gefühl. Das heißt Lockpicking, was wir da verwenden. Das ist eine Methode aus Amerika, meine ich, mit der man Schlösser öffnen kann. Ich bin da nicht allzu gut drin, muss ich sagen. Ich hatte Kollegen bei der Detektivausbildung, die ein deutlich besseres Geschick und ein deutlich besseres Gefühl für diese Werkzeuge hatten. Aber zur Not bekomme ich das auch noch hin bei einigen Schlössern.“


Von Kontakten und sportlichen Detektiven


Paula Drope: „Es klang ja gerade schon ein bisschen durch, dass Sie hauptsächlich am Schreibtisch arbeiten. Eben weil Sie auch viele Mitarbeiter haben – bis zu 50 freie Mitarbeiter. Sie haben eine international agierende Detektei, was gehört denn zu so einer Detektei dazu? Ich würde jetzt mal mit den drei ??? sprechen: Sie sind dann wahrscheinlich der erste Detektiv Justus Jonas und wer ist dann der zweite Detektiv und wer macht Recherchearbeit?“

Patrick Kurtz: „Die drei ??? sind nicht mein Fachgebiet. Recherche, das machen die verschiedensten Leute. Häufig sind es ja auch Vor-Ort-Recherchen, das heißt, dass ich dann meine Kollegen vor Ort brauche, die dort die Recherchen durchführen. Was an Behördengängen zu machen ist, was über das Internet zu machen ist, was auch über Kontakte zu machen ist, die man braucht – beispielsweise zu Behördenmitarbeitern –, das liegt dann natürlich in der Hand von ein paar wenigen, die die entsprechenden Kontakte tatsächlich haben. Dazu gehöre dann auch ich. Der zweite bei den drei ???, was hat der für eine Funktion?“

Paula Drope: „Das habe ich mich auch immer gefragt. Der ist einfach der zweite Detektiv und der sportliche von den beiden. Also Peter Show ist der sportliche.“

Patrick Kurtz: „Achso, allzu viele sportliche Mitarbeiter habe ich, glaube ich, nicht, muss ich sagen.“

Paula Drope: „Also zu Verfolgungsjagden kommt es dann …“

Patrick Kurtz: „… im Auto, das ist ja das Problem. Man sitzt eben viel rum und dementsprechend hat man nicht so wahnsinnig Zeit zum Sport treiben.“


Detektivarbeit ist heute Teamarbeit | Detektiv-Team Berlin


Paula Drope: „Und vielleicht nochmal die Frage: Was genau macht so eine Detektei aus, im Gegensatz vielleicht dann zu dem alleine arbeitenden Detektiv im Hinterzimmer?“

Patrick Kurtz: „Teamarbeit ist ganz entscheidend, allein schon weil man nicht überall, in jeder Stadt und zu jeder Behörde Kontakte haben kann. Allein weil man auch nicht überall ortskundig sein kann, man bei Observationen auch immer Unterstützung braucht. Es gibt zwar auch Observationen, die wir mit nur einem Observanten fahren, gerade für Privatpersonen. Immer allerdings wenn es in den wirtschaftlichen Bereich reingeht, sagen wir grundsätzlich, wir brauchen mindestens zwei Leute, weil einfach das Erkennungsrisiko zu groß ist, wenn man alleine hinter jemandem herfährt. Man muss ja die Balance halten zwischen Sichtkontakt halten und eben selbst nicht gesehen werden. Das ist schwierig, wenn man sich nicht abwechseln kann. Deshalb ist Detektivarbeit heute Teamarbeit.“


Das Lange Interview über Detektive – Teil 2


Mit dem zweiten Teil geht es in Kürze weiter.