Sohn eines mexikanischen Kaffeebarons verschwunden | Vermisstensuche mit Mantrailern in Freising


Nach Alkoholnacht spurlos verschwunden


Alejandro war ein junger Mexikaner, der ein Auslandssemester in Freising absolvierte und dort in Campus-Nähe wohnte. Eines Abends schlug er beim Feiern mit seinen überwiegend mexikanischen Freunden über die Stränge, indem er nicht nur maßlos Alkohol konsumierte, sondern zudem Marihuana als „Downer“ und zum Ausgleich Energy Drinks, die ihn fit halten sollten. Unter dem Einfluss dieser stark bewusstseinsverändernden Zusammensetzung kam es aus einer Nichtigkeit heraus zu einem Streit zwischen Alejandro und seinen Kumpanen. Im Resultat rannte der junge Mexikaner in den frühen Morgenstunde ohne Schuhe aus der eigenen Wohnung, in der gefeiert wurde, und konnte seither nicht mehr aufgefunden werden. Weder kehrte er nach Hause zurück, noch war er telefonisch oder über diverse Chat-Apps erreichbar.

Dreieinhalb Tage später hatten sich noch immer keine Hinweise auf Alejandros Verbleib ergeben, und so beschloss seine Familie, von Mexiko aus unsere Detektei in Freising (089 7007 4301) mit der Vermisstensuche zu betrauen. Zunächst kontaktierte uns hierzu eine Tante des Vermissten auf Englisch, wenige Stunden später schaltete sich ein ganzes Notfallmanagement-Team ein, das von Mexiko aus neue Hinweise verwaltete und die Kommunikation mit uns übernahm. An diesem Punkt dämmerte uns, dass Alejandros Familie wohl eher nicht auf den unteren Stufen der gesellschaftlichen Leiter stand.


Außergewöhnliche Auftraggeber aus Mexiko


Um die Ermittlungen ohne Verzögerung aufnehmen zu können, wurde ein Treffen zwischen unserem Einsatzleiter und dem Bruder des Vermissten vereinbart, der am Abend von London nach München flog, um die Suche vor Ort zu begleiten. Nach Abschluss der Vorbesprechung sowie des Ermittlungsvertrages teilte der Bruder mit, dass sich auch der Vater der Suche anschließen wolle. Hierfür werde er am nächsten Morgen von Madrid nach München einfliegen. Auch ein Treffen mit der Polizei und dem mexikanischen Konsul sei anberaumt.

Da der Fall also größere Kreise zu ziehen begann und nicht davon auszugehen ist, dass jeder beliebige Mexikaner in dieser Situation direkte Unterstützung vom Konsul erhalten würde, interessierte es unseren leitenden Detektiv für Freising brennend, wen er da als Klienten hatte. Entsprechend wies er das Büro an, die Auftraggeber eilig zu prüfen. Hierbei stellte sich heraus, dass es sich um einen großindustriellen Familienclan aus der Kaffeebranche handelte, der starken politischen Einfluss in Mexiko ausübte.


Vorermittlung: Instruierung sämtlicher Notfallstellen im Umkreis


Da die Mantrailer – hochsensible Personenspürhunde – aufgrund der kurzfristigen Beauftragung erst in ein paar Stunden einsatzbereit sein würden, stellte unser Privatdetektiv in Freising schon einmal Vorrecherchen an. Hierzu überprüfte er die Wohnung des Vermissten und befragte dessen ebenfalls mexikanischen Mitbewohner. Dieser gab an, mit Freunden bereits seit zwei Tagen das umliegende Wohngebiet und diverse Parks nach Alejandro abzusuchen – ohne Erfolg. Dem Mitbewohner sei in den letzten Wochen aufgefallen, dass der Vermisste oft stundenlang reglos auf der Couch saß und vor sich hinstarrte. Auch gegenüber seiner Familie hatte Alejandro mehrfach depressive Stimmungen angedeutet. Die Brisanz des Falles hatte sich somit nochmals erhöht, denn Depressionen können nur zu schnell zu Suizidgedanken führen – gerade unter dem Einfluss bewusstseinsverändernder Substanzen.

Während er auf die Ankunft der Mantrailer wartete, suchte der Ermittler unserer Wirtschaftsdetektei in Freising online nach allen Krankenhäusern in einem immer weiter gefassten Umkreis. Er rief jedes einzelne davon an, erkundigte sich jeweils erfolglos nach Alejandro und hinterließ seine Kontaktdaten für den Fall, dass der gesuchte Mexikaner in eines der Krankenhäuser eingeliefert werden würde. Da vereinzelt auf den Datenschutz verwiesen wurde, forderte unser Privatermittler das Personal in diesen Fällen nachdrücklich auf, bei jeglichen Hinweisen oder Sichtungen umgehend die Polizei zu verständigen. Hierfür hinterließ er den Krankenhäusern Alejandros Daten sowie eine einprägsame Personenbeschreibung. Anschließend meldete der Detektiv den Gesuchten noch bei Rettungsdiensten, Unfalltransporten und der Feuerwehr-Notrufzentrale als vermisst. Keine dieser Anlaufstellen hatte in den letzten drei Tagen eine nicht identifizierte männliche Person in Alejandros Alter transportiert bzw. gefunden.


Mann in Badewanne; Detektei Freising, Detektiv Freising, Privatdetektiv Freising, Wirtschaftsdetektei
Handlungsschnelle war gefragt, denn beim Wort „Depression“ im Zusammenhang mit Vermisstensuchen schrillen bei uns alle Alarmglocken. Es wäre schließlich nicht der erste Selbstmordversuch bei einem Mantrailer-Einsatz unserer Detektive gewesen. 

Langwieriger Mantrailer-Einsatz | Auffindung des Vermissten


Am späten Abend standen endlich die Mantrailer bereit, sodass die Suche im Dunkeln begonnen werden musste. Zunächst nahmen die Hundeführer Geruchsproben von getragener Wäsche aus Alejandros Zimmer, mit denen der erste eingesetzte Mantrailer direkt seine Spur aufnehmen konnte. Auch wenn schon ein paar Tage vergangen waren, stellt die Spurenverfolgung für diese Personenspürhunde keine zu große Herausforderung dar. Die vergangene Zeit könnte allerdings zu dem Problem führen, dass Alejandro seither große Distanzen zurückgelegt haben könnte. Sollte dem so sein, würden die Hunde diese Wege nachverfolgen müssen und entsprechend umso länger für den Einsatz brauchen, je größer die Strecken sind, die der junge Mexikaner zurückgelegt hatte. Und tatsächlich zog sich die Suche über die ganze Nacht hin.

Als am frühen Vormittag gerade verifiziert werden konnte, dass die Spur in die S-Bahn Richtung München führte, und das Einsatzteam unserer Privatdetektei in Freising die Weiterverfolgung über die verschiedenen Haltestationen der S1 aufnehmen wollte, erreichte die Einsatzleitung die Information, dass Alejandro in einem der Münchner Krankenhäuser identifiziert worden war, die unser Ermittler zuvor kontaktiert und instruiert hatte. Der verschwundene Mexikaner war unverletzt, aber verstört und verwirrt. Die Feuerwehr hatte ihn durch Zufall im Freien aufgefunden.


Alle Namen und Orte sind selbstverständlich zur vollständigen Unkenntlichkeit verändert.

 

Kurtz Detektei München

Lindenstraße 12a

81545 München

Tel.: 089 7007 4301

Mail: kontakt@kurtz-detektei-muenchen.de

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Wettbewerbsbetrug in Völklingen | Betrügerische Ausbootung eines Gesellschafters


Weil einer querschlägt: Firmeninsolvenz


Herr Combecher, Auftraggeber der Kurtz Detektei Saarbrücken und Saarland, und Herr Merzig hatten sich im Verlauf von drei Jahren gemeinsam einen Handwerksbetrieb mit einem großen Mitarbeiterstab und einer ganzen Flotte an Firmenfahrzeugen aufgebaut. Die Kooperation verlief lange Zeit fruchtbar und für beide Gesellschafter erfüllte sich ein Lebenstraum – scheinbar. Denn offenbar verfolgte Herr Merzig andere Ziele als sein Partner. Als das Unternehmen gerade an einem Punkt angelangt war, an dem die Gründer hätten sagen können „Jetzt steht die Struktur, jetzt können wir uns endlich ein wenig zurücklehnen, vielleicht auch mal Urlaub machen“, unternahm Herr Merzig einige hanebüchene Aktionen, die den Betrieb binnen weniger Wochen in den Konkurs trieben. Die Gesellschafter hatten einander so sehr vertraut, dass jeder allein zeichnungsberechtigt war. In diesem Fall unterließ es Herr Merzig, den Auftraggeber unserer Detektive aus Saarbrücken über seine geplanten Handlungen in Kenntnis zu setzen.

Plötzlich stand Herr Combecher vor einem Scherbenhaufen, der ihm zuvor noch wie ein Märchen erschienen war und nun einer Tragödie glich. Warum Herr Merzig so gehandelte hatte, konnte sich sein Partner zunächst nicht erklären. Doch als der zweifelhafte Gesellschafter über Wochen hinweg nicht für eine Aussprache zu erreichen ist, dämmert dem Geschädigten allmählich, dass es sich hierbei um eine konkrete Betrugsabsicht gehandelt haben könnte. Er engagiert in der Folge die Kurtz Detektei Saarland für Ermittlungen im Umfeld seines bisherigen Geschäftspartners.


Zwangsversteigerte Betriebsmittel bei der Zielperson


Nach eingehender Beratung des Auftraggebers über die Möglichkeiten einer Personenüberwachung sowie der Durchführung einer Vorrecherche nehmen unsere Privatdetektive im Saarland die Observation der Zielperson Merzig auf. Die Vorermittlungen ergaben keinen Hinweis auf den Grund für die Ruinierung des Betriebes: Weder ist Herr Merzig kürzlich zu Vermögen gekommen, noch hat er eine neue Firma gegründet. Letzteres lässt sich jedoch zumindest nicht vollständig ausschließen, da mitunter mehrere Wochen zwischen der Meldung einer Firmengründung an das Gewerbeamt, Handelsregister etc. und der tatsächlichen Eintragung in selbige verstreichen können.

Herr Merzig wohnt in Völklingen, hier war auch der Betrieb insolvent gegangen. Die Kurtz Wirtschaftsdetektei Saarbrücken und Saarland kann die Beschreibung der Personenüberwachung an dieser Stelle schnell zusammenfassen: Die Zielperson bewegt sich tagelang keinen Deut. Dass der Unternehmer einmal am Tag den Hund für zehn Minuten ausführt, ist schon das Höchste der Gefühle. Somit lässt sich auf diesem Wege nichts ermitteln – oder doch? Zwar gibt uns der Verhalten der Zielperson keinen direkten Hinweis auf die Geschehnisse rund um die Firma des Auftraggebers unserer Detektive im Saarland, jedoch parken an zwei unterschiedlichen Tagen Transportfahrzeuge mit dem Schriftzug der insolventen Firma vor Herrn Combechers Haus. Diese Fahrzeuge waren an ein unbekanntes Unternehmen aus Baden-Württemberg zwangsversteigert worden. Wieso befinden sie sich noch immer im Saarland und weshalb tragen sie nach wie vor den Werbezug der früheren Eigentümerin?

Unsere Ermittler wollen das herausfinden, weshalb sie das erste Fahrzeug zu zweit verfolgen. Leider muss die Überwachung abgebrochen werden, da die Unauffälligkeit der Observanten wegen wiederholter Verkehrsverstöße und seltsamer Umwege des Transportfahrers in kleine Nebenstraßen und Sackgassen gefährdet ist. Die Kurtz Detektei Saarland beschließt daraufhin in Absprache mit Herrn Combecher, zwei weitere Observanten einzusetzen, die sich dann während der Fahrzeugverfolgung abwechseln können und somit das Entdeckungsrisiko drastisch minimieren.


Ex-Mitarbeiter für neue Firma im Einsatz


Mit entsprechend erhöhter Einsatzkraft gelingt die Observation im zweiten Anlauf bis zum Zielort des Transportfahrers. Es handelt sich um einen Rohbau in Völklingen, vor dem diverse weitere Transporter der nicht mehr existenten Firma parken. Im Inneren werden gut sichtbar Handwerksarbeiten durchgeführt. Unsere Privatdetektive aus Saarbrücken fotografieren die einzelnen Arbeiter, um im Nachhinein den Versuch einer Identifizierung mit Herrn Combecher durchzuführen. Wie sich herausstellt, kennt dieser jeden einzelnen der Handwerker, denn alle haben sie bis vor kurzem noch für seine Firma gearbeitet. Offenbar war hier seitens der Zielperson ein Komplott geschmiedet worden, um Herrn Combechers Beteiligungen für wenig Geld aufkaufen zu können und anschließend die gleiche Firma weiterzuführen – mit nur einem Gesellschafter und somit ohne Gewinnteilung.

Am nächsten Observationstag wird der Fokus weg von Herrn Combecher und hin zur Baustelle gelegt. Die Detektive aus dem Saarland entdecken dort nach den Firmenfahrzeugen und den früheren Mitarbeitern sogar noch Lieferungen auf Paletten, die laut Etikettierung ursprünglich für die alte Firma bestimmt gewesen waren. Unter der Nutzung einer passenden Legende betritt einer unserer Wirtschaftsdetektive den Rohbau. Die hier tätigen Handwerker tragen Overalls mit dem Schriftzug der insolventen Firma.


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Die Handwerker, die Herrn Merzig besuchen, sind ehemalige Mitarbeiter des Auftraggebers der Kurtz Wirtschaftsdetektei Saarland und Saarbrücken.

Sahnehäubchen: Kundenübernahme


Durch weitere Observationen der Ex-Mitarbeiter gelingt die Aufspürung des physischen Sitzes der neuen Firma in Völklingen. Hier parkt die gesamte Fahrzeugflotte, derer sich dieselben Handwerker schon früher bei ihren Fahrten bedient hatten. Ferner dokumentieren unsere Detektive aus Saarbrücken diverse Maschinen und Werkzeuge aus dem zwangsversteigerten Firmengut.

Herr Combecher benennt nach der Auswertung der bis hierhin ermittelten Fakten mehrere seiner ehemaligen Arbeitnehmer, deren Arbeitswege nachfolgend zu kontrollieren sind. Zum einen soll dies die Regelmäßigkeit ihrer Beschäftigung für die neue Firma nachweisen, zum anderen geht der Auftraggeber der Kurtz Detektei Saarbrücken stark davon aus, dass zu dieser widerrechtlichen Umgestaltung und Übernahme seiner Firma neben den Arbeitern und den Wirtschaftsgütern auch Kunden gehören. Bei der abschließenden Fallbesprechung einige Tage später findet er diesen Verdacht vollends bestätigt und kann nun mittels des gerichtsverwertbaren Ermittlungsberichtes unserer Wirtschaftsdetektive aus dem Saarland rechtlich gegen Herr Merzig und dessen Firmenneugründung vorgehen.


Alle Namen und Orte sind selbstverständlich zur vollständigen Unkenntlichkeit verändert.   

 

Kurtz Detektei Saarbrücken und Saarland

St. Johanner Straße 41-43

66111 Saarbrücken

Tel.: 0681 6029 0010

Mail: kontakt@kurtz-detektei-saarbruecken.de

Web: http://www.kurtz-detektei-saarbruecken.de

 

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http://www.kurtz-detektei-saarbruecken.de/detektei-völklingen-detektiv-völklingen/

http://www.kurtz-detektei-saarbruecken.de/wirtschaftsdetektei-saarland/hintergehung-des-geschäftspartners/

Über Detektiv-Observationen: Patrick Kurtz, Inhaber der Kurtz Detektei München, im „Langen Interview“ – Teil 3


Für das Format „M19 – das lange Interview“ des Radiosenders Mephisto 97.6 unterhielt sich Patrick Kurtz, Inhaber der Kurtz Detektei München, eine Stunde lang mit Chefredakteurin Paula Drope über den Detektivberuf. Im dritten Teil geht es um Observationen und um den Alltag unserer Privatdetektive in München. Den zweiten Teil über die Detektiv-Ausbildung finden Sie hier.


Der erste Fall: Observation wegen Wettbewerbsverbots


Paula Drope: „Herr Kurtz, was war Ihr erster Fall?“

Patrick Kurtz: „Mein erster Fall war ein Verstoß gegen das Wettbewerbsverbot. Da hatte ein Mitarbeiter einen Exklusivvertrag mit einer Firma – er durfte nur für diese eine Firma arbeiten und nicht für einen Konkurrenten. Die Firma war sich aber sicher, dass er doch für einen Konkurrenten arbeitete, und dementsprechend haben unsere Münchner Detektive ihn dann observiert. Vier Tage waren das, glaube ich, drei Tage lang herumsitzen, jedes Mal 10-12 Stunden. Das war am Anfang zwar schön als Verdienst, doch es ist einfach nichts passiert. Am vierten Tag war es dann aber soweit: Der Mitarbeiter stand wirklich auf der Matte beim verdächtigten Unternehmen und arbeitete dort.“

Paula Drope: „Und was ist dann passiert?“

Patrick Kurtz: „Dann habe ich den Ermittlungsbericht geschrieben, an den Auftraggeber der Kurtz Detektei München weitergegeben und, ich denke, anschließend wird es die fristlose Kündigung gegeben haben. Wahrscheinlich gab es da auch eine Vertragsstrafe. Er wird dann keine geringe Summe gezahlt haben für den Vertragsverstoß. Aber das weiß ich nicht.“

Paula Drope: „Das heißt, wie es nach den Fällen weitergeht, das wissen Sie meistens gar nicht?“

Patrick Kurtz: „Es kommt immer darauf an. Wenn es eine gütliche Einigung gibt unter den Parteien, dann weiß ich im Endeffekt meistens nichts davon. Wenn es vor Gericht geht, dann kriegen wir natürlich noch einmal Bescheid wegen der Zeugenladung etc. Auch um Bilder anzufordern, müssen wir nachträglich kontaktiert werden. Denn die dürfen wir nicht einfach so herausgeben aufgrund des Kunsturhebergesetzes. Manche Auftraggeber halten natürlich gerne den Kontakt, gerade bei privaten Sachen: „Sie haben uns geholfen, das war wunderbar usw.“ Ich bin nach einem Fall sogar schon einmal zum Essen eingeladen worden von einer Klientin, die sehr nett war. Bei den meisten Fällen, die unsere Detektive in München bearbeiten, ist es aber trotzdem so, dass man nicht weiß, wie es weitergeht.“


Detektive müssen das Verhalten von Zielpersonen lesen können.


Paula Drope: „Sie haben jetzt hauptsächlich von Observationen gesprochen, da würde ich mal sagen, man sitzt dann im Auto? Sie haben auch gerade schon gesagt, das sei manchmal ein bisschen langweilig.“

Patrick Kurtz: „Manchmal, ja.“

Paula Drope: „Gab es denn schon so richtig brenzlige Situationen während eines Einsatzes?“

Patrick Kurtz: „Ja, mit Sicherheit. Da überrumpeln Sie mich jetzt allerdings, da ich ein bisschen im Gedächtnis kramen muss. Es gibt immer mal wieder Situationen, in denen ist man sich unsicher: Ist man jetzt noch safe, ist man von der Zielperson erkannt worden, hat die Zielperson einen schon gesehen? Es gibt ganz unterschiedliche Charaktere von Zielpersonen: Manche können unsere Privatdetektive aus München den ganzen Tag lang angucken und erkennen einen trotzdem nicht wieder, und andere, wenn die einen zweimal im Rückspiegel sehen, werden sie sofort nervös. Das merkt man den Zielpersonen als Detektiv meist sehr schnell an. Bei wieder anderen hat eine gewisse Grundnervosität andere Gründe als unsere Observation: Vielleicht sind sie nervös, weil sie gerade ein Delikt begehen. Dann hat ihr ungewöhnliches Verhalten nichts damit zu tun, dass sie glauben, konkret durch unsere Wirtschaftsdetektive aus München entdeckt worden zu sein, sondern ist einfach der brenzligen Situation geschuldet, in der sie sich wegen ihres Delikts befinden.“


Auch bei Privatdetektiven kann nicht immer alles funktionieren.


Patrick Kurtz: „Ich hatte auch schon einmal den Fall, das fällt mir jetzt spontan ein, dass uns eine Zielperson angesprochen hat, weil ihr aufgefallen ist, dass wir hinter ihr hergefahren sind. Das Observationsumfeld war eine ganz, ganz kleine Gemeinde, und innerhalb dieser Gemeinde gab es dann noch ein abgeschlossenes Areal mit 6-7 Häusern, das nur von 2 Landstraßen aus einsehbar war. Man hätte nicht in dem Areal selbst parken können, denn das wäre sofort aufgefallen – keine Chance. Man konnte nur die beiden Abfahrtswege abdecken. Das haben unsere Münchner Privatdetektive entsprechend gemacht. Wir waren verdeckt, d.h. man konnte uns auch von der Straße aus nicht sehen. Die Zielperson hätte uns unter keinen Umständen sehen können, es fuhren aber regelmäßig landwirtschaftliche Fahrzeuge an uns vorbei und am 2. oder 3. Tag passierte es dann: Unsere Detektive aus München nahmen die Observation auf, fuhren der Zielperson hinterher und sahen, wie die Zielperson in ein Haus ging. Wir postierten uns dann 200-300 Meter entfernt von dem Haus.

Plötzlich stand die Zielperson an meinem Autofenster und sagte: „Sie können jetzt einstellen.“ Ja, das war kein so schöner Moment. Ich habe das hinterher aufgearbeitet: Wie konnte es nur dazu kommen? Allerdings konnte ich keine Fehler auf unserer Seite entdecken – die Observation wäre einfach nicht anders möglich gewesen. Es muss einer der landwirtschaftlichen Fahrer dort gewesen sein, der unsere Münchner Detektive gesehen hat und wahrscheinlich mit der Zielperson verwandt oder mit ihr befreundet war. Außerdem muss er von der Situation der Zielperson gewusst haben [Krankschreibungsbetrug]. Er muss die Zielperson gewarnt haben. Es gab an der Stelle einfach keine andere Möglichkeit, die Observation durchzuziehen, außer man hätte vielleicht, weiß ich nicht, einen Hubschrauber gehabt, aber der wäre natürlich auch aufgefallen [lacht]. Nein, mir fallen auch im Nachhinein keine Lösungen für die Sache ein. Manchmal geht es einfach nicht.“

Paula Drope: „Das heißt, das ist letztendlich eine Pechsituation?“

Patrick Kurtz: „Ja. Durch einen Trick haben wir der Zielperson den Verstoß dann aber doch noch nachweisen können – obwohl sie bereits wusste, dass sie observiert worden war. Dieser Mitarbeiter war sich in der Folge zu sicher und machte zum Glück Fehler.“


Mann sitzt im Auto und blickt in den Rückspiegel; Detektiv München, Detektei München, Privatdetektiv München
Sie sind selten, doch es gibt sie: Zielpersonen, die schon mit dem zweiten Blick in den Rückspiegel misstrauisch werden.

Vorinformationen bei der Vorbereitung einer Observation


Paula Drope: „Wie groß muss dieser Glücksfaktor sein, dass man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist oder eben zur richtigen Zeit nicht an einem entsprechenden Ort?“

Patrick Kurtz: „Das ist sehr, sehr fallabhängig. Bei mir beispielsweise – das sage ich den Leuten immer, wenn sie anrufen, weil der Ehemann oder die Ehefrau fremdgeht, und sie mich fragen, wie viel das kostet –, dann sage ich, das ist ganz schwierig, pauschal zu beurteilen, wenn ich nur die Auskunft habe: „Ich hege den Verdacht, mein Partner geht fremd.“ Ich muss Folgendes immer wissen:

  • Ist das ein konkreter Verdacht?
  • Wann und wo könnte etwas passieren?
  • Oder ist es einfach nur so ein allgemeines Gefühl, das sich auf Indizien aufbaut?

Wenn unsere Privatdetektive in München nämlich nur ein allgemeines Gefühl haben, dann müssen wir auch auf gut Glück quasi ins Blaue hinein observieren. Wenn wir allerdings wissen, an dem Tag ist da und da eine Veranstaltung, der geht da vielleicht mit einer anderen Frau hin, dann können wir das natürlich deutlich besser eingrenzen. Dementsprechend kommt es immer auf die Situation an und auf das Vorwissen, das uns von den Auftraggebern übermittelt wird.“


Detektiv-Arbeit und die Kooperation mit der Polizei


Paula Drope: „Ehebruch ist ja etwas, das für Privatpersonen nicht schön ist, aber letzten Endes nichts, was die Polizei interessiert?“

Patrick Kurtz: „Genau.“

Paula Drope: „Sie haben aber auch größere Fälle. Wann stößt die Kurtz Detektei München an ihre Grenzen, also dass Sie die Polizei hinzuziehen müssen?“

Patrick Kurtz: „Bei Kapitalverbrechen sind wir sowieso verpflichtet, sie zu melden. Ansonsten gibt es wenige Situationen, in denen wir wirklich erstens verpflichtet sind und es unseren Detektiven in München zweitens auch etwas nützen würde, die Polizei hinzuzuziehen. Es liegt meistens im Ermessen des Auftraggebers und wir können uns ja nicht über den Willen des Auftraggebers hinwegsetzen. Beispielsweise wenn wir ein Kind oder einen Jugendlichen observieren, weil er unter Verdacht steht, Drogen zu nehmen. Wir können da nicht sagen, wir rufen jetzt die Polizei, weil der Junge Drogen dabei hat, denn das würde dem Kind und den Eltern als Auftraggeber der Kurtz Detektei München natürlich schaden. Das wäre nicht Ziel des Auftrags. Dementsprechend gibt es eher wenige Schnittpunkte, bei denen wir wirklich aktiv mit der Polizei arbeiten.“