„Von der Last, ein Geheimnis zu tragen“ – ein Radio-Feature mit Detektei-Inhaber Patrick Kurtz


Das Rätsel um Großmutters Schatzschatulle


Unlängst widmete die Journalistin Karoline Scheer, Trägerin des Deutschen Radiopreises 2014 in der Kategorie Beste Reportage, dem Thema „Geheimnisse“ ein Feature im Mitteldeutschen Rundfunk und interviewte dafür unter anderem Patrick Kurtz, Inhaber unserer Dortmunder Detektei.

Im Jahr 2007 hatte die Autorin eine verschlossene Metallkiste von ihrer verstorbenen Großmutter geerbt – ohne den dazugehörigen Schlüssel. Seither treibt sie die Frage um, was diese Kiste wohl beinhalten könnte. Das Gedankenspiel führte Karoline Scheer weiter zu der Entscheidung, ob sie die Kiste öffnen oder sie verschlossen lassen sollte – Geheimnis lüften oder Geheimnis wahren? Zur Entscheidungshilfe interviewte sie diverse Gesprächspartner: einen Hacker, einen Blogger, einen Professor der Universität Tübingen und einen Privatdetektiv – Patrick Kurtz.

Den gesamten Beitrag, der zunächst auf MDR Kultur und anschließend auf anderen ARD-Kulturwellen ausgestrahlt wurde, können Sie sich hier anhören (Patrick Kurtz ab Minute 20:50). Die dauerhafte Verfügbarkeit der Audiodatei ist allerdings nicht garantiert und kann unsererseits nicht beeinflusst werden, da dies im Entscheidungsrahmen des Mitteldeutschen Rundfunks liegt. Nachfolgend finden Sie eine Niederschrift des veröffentlichten Gesprächsteils zwischen Karoline Scheer und Patrick Kurtz:


Sherlock 2016 – Pfeife, Chesterfield und Borussia Dortmund


Karoline Scheer: „Film und Fernsehen haben uns geschult, wen wir bei kniffligen Fällen anrufen müssen. Denn es gibt ihn noch, den Privatdetektiv. Und dieser raucht Pfeife und empfängt mich in einem braunen Ledersessel – ganz Sherlock.“

Patrick Kurtz: „Ausgestorben ist er [der Detektivberuf] nicht. Ich denke, den wird es immer geben, weil Informationen wertvoll sind. Informationen werden immer gebraucht werden und dementsprechend wird es auch den Beruf des Detektivs in absehbarer Zeit immer geben.“

Karoline Scheer: „Patrick Kurtz mag einige Klischees erfüllen, doch wie ein Detektiv sieht er nicht aus. 31 Jahre ist er alt, statt Tweed trägt er Strickjacke und seine Hausschuhe verraten, dass sein Herz für Borussia Dortmund schlägt. So weit, so gut.“


Detektiv-Klischees; Detektei Dortmund, Detektiv Dortmund, Privatdetektiv Dortmund
Ein paar der gängigen Klischees über Detektive sah Karoline Scheer beim Zusammentreffen mit Patrick Kurtz erfüllt, andere wiederum nicht. Der braune Ledersessel ist im Übrigen eigentlich rot.

Thema Privatsphäre | Schockmomente nach Ermittlungen


Patrick Kurtz: „Ich denke, jeder hat das Recht, Geheimnisse zu haben. Ich finde auch, dass es wichtig ist, dass jeder seine Privatsphäre schützen kann. Dieses Thema spielt ja auch für uns ständig eine Rolle, weil wir immer abwägen müssen, ob wir ein berechtigtes Interesse daran haben, Ermittlungen durchzuführen. Aber wenn Geheimnisse anderen Leuten schaden, dann müssen sie ans Licht kommen.“

Wir haben [im Detektiv-Alltag] natürlich schon immer mal wieder Überraschungen, bei denen die Leute etwas krassere Reaktionen zeigen. Zum Beispiel war da mal eine Frau, die nicht vermutete, dass der Mann unbedingt fremdgeht, sondern sich einfach wunderte, was er für Aktivitäten unternahm, weil er sich komisch verhielt. Dabei kam dann heraus, dass er offenbar bisexuell oder sogar homosexuell war [– welches von beiden konnten wir naturgemäß nicht feststellen –], denn er traf sich regelmäßig auf einschlägigen Parkplätzen mit anderen Männern und hatte im Wald oder auf den Toilettenhäuschen Geschlechtsverkehr. Das war für sie [die Ehefrau] schon ein größerer Schock, weil sie gemeinsame Kinder hatten, weil sie eine große Familie waren und er das Familienoberhaupt.“


Datenspionage durch Geheimdienste


Karoline Scheer: „Detektive brauchen Geheimnisse, denn ohne sie würde es ihren Beruf nicht geben. Trotzdem: Detektive zerstören Geheimnisse systematisch, um die Wahrheit ans Licht zu bringen.“

Patrick Kurtz: „Tatsächlich ist es so, dass man sich vor den Geheimdiensten nicht abschirmen kann. Das war auch schon lange vor der BND- bzw. vor der NSA-Affäre klar, zumindest in Fachkreisen wusste jeder, dass die Daten rauskommen, dass wir in dem Sinne keine Chance haben, unsere Daten zu schützen. Aber [um sich] vor Leuten wie uns [zu „schützen“], also vor Detektiven, kann man schon ziemlich viel machen. Man kann nicht unbedingt seine Halterdaten davor schützen, dass sie jemand anfragt, man kann auch nicht seine Meldeadresse davor schützen. Aber bei allem, was wirklich im persönlichen Bereich stattfindet, was privat ist, sollte man schon in der Lage sein – wenn einem das wichtig ist –, die Daten vor anderen geheim zu halten.“

Karoline Scheer: „Laut Kurtz beauftragt jeder Deutsche [im Durchschnitt] 1,4 Mal im Leben einen Detektiv. Es ist mein erstes Mal und es ist ernüchternd:“


Was befindet sich in der Kiste?


Patrick Kurtz: „Wenn ich, wie Sie mir ja gerade gesagt hatten, nur die Hintergrundinformation habe, dass das eine Kiste ist, die Ihrer Großmutter gehörte, von der aber ansonsten nichts weiter bekannt ist, dann habe ich keine Anhaltspunkte, anhand derer ich etwas unternehmen könnte [im Sinne von Schlussfolgerungen ziehen]. Da können wir nichts machen.“

Karoline Scheer: „Wie würden Sie sie öffnen können, was wäre da rein technisch möglich? Sie sagten ja, schwierig ist es nicht?“

Patrick Kurtz: „Lockpicking heißt die [zuvor angesprochene] Methode, mit der man die meisten Schlösser öffnen kann.“

Karoline Scheer: „Wie viel Zeit würde Sie das in etwa kosten?“

Patrick Kurtz: „Mich – weil ich darin nicht geübt bin – bei so einem Schloss schätzungsweise 5 bis 15 Minuten. Jemand, der das regelmäßig macht, würde es innerhalb von wenigen Sekunden schaffen. Doch ich sehe gerade, mit Lockpicking werden wir das wahrscheinlich doch nicht machen können. Ich glaube, bei diesem Schloss ist man mit einer Zange schon ganz gut dabei.“


Weiterhören


Ob Karoline Scheer die Kiste ihrer Großmutter schließlich geöffnet hat oder nicht, können Sie gerne im Originalbeitrag nachhören, den wir im ersten Absatz verlinkt haben. Unsere Wirtschafts- und Privatdetektei aus Dortmund dankt Frau Scheer und dem MDR für diesen amüsanten Beitrag.


Kurtz Detektei Dortmund

Münsterstraße 56

44145 Dortmund

Tel.: 0231 8401 0065

Mail: kontakt@kurtz-detektei-dortmund.de

Web: http://www.kurtz-detektei-dortmund.de

https://www.kurtz-detektei-dortmund.de/2016/12/19/von-der-last-ein-geheimnis-zu-tragen-ein-radio-feature-mit-detektei-inhaber-patrick-kurtz/

Betrug beim Autokauf | Detektiv der Kurtz Detektei Bochum bei Sat.1 NRW


Die Kurtz Detektei Bochum wurde kürzlich von Sat.1 NRW für eine Expertenmeinung zum Thema Betrug beim Kfz-Kauf konsultiert. Einer unserer Bochumer Privatdetektive äußerte sich in dem kurzen TV-Beitrag wie folgt:


Verkauf gestohlener Fahrzeuge durch Betrüger


Moderation: „Ein Mann hat Björn aus Witten um 25.000 € geprellt. Der Betrüger hatte ihm ein gestohlenes Auto verkauft. Der Wittener sucht jetzt öffentlich mit einem Facebook-Post nach dem Kriminellen. Dies ist seine einzige Chance, das Geld wiederzubekommen.“

Rechtsanwalt Arndt Kempgens: „Wenn ich etwas kaufe, das gestohlen ist, dann kann ich das nicht gutgläubig erwerben, d.h. ich muss es zurückgeben und das Geld ist weg.“

Moderation: „Vor seinem vermeintlichen Wohnhaus in Köln hatte Björn sich den Personalausweis des Verkäufers zeigen lassen. Dieser wirkte täuschend echt, genauso wie die gefälschten Zulassungspapiere und das gesamte Auftreten des Betrügers.“


Präventionsmaßnahme I: Zulassung prüfen (lassen)


Moderation: „Holger ist Privatdetektiv in Bochum und kennt dieses Vorgehen. Wir wollen wissen, wie man sich schützen kann. Der erste Tipp: Zulassung prüfen.

Detektiv der Kurtz Detektei Bochum: „Den Fahrzeugbrief, auch wenn er perfekt gefälscht ist, abfotografieren, bspw. mit dem Handy, um dann mit der Polizei oder ggf. über unsere Bochumer Detektive Rücksprache zu halten und zu sagen: Dieses Auto möchte ich gern kaufen, ist mit den Papieren alles in Ordnung?“


Fahrzeugbrief; Detektei Bochum, Detektiv Bochum, Privatdetektiv Bochum
Vor dem Autokauf sollte die Echtheit der Fahrzeugpapiere geprüft werden. Gerne helfen Ihnen die Wirtschaftsdetektive der Kurtz Detektei Bochum dabei.

Präventionsmaßnahme II: Wohnortkontrolle


Moderation: „Als zweiten Tipp empfiehlt der Privatdetektiv aus Bochum: Wohnort kontrollieren.

Detektiv der Kurtz Detektei Bochum: „Man sollte den Kaufvertrag wirklich im Haus machen, indem man zum Verkäufer sagt: Können wir das Vertragliche im Haus regeln, ich möchte das nicht hier auf der Straße machen mit dem Geld und so weiter? Dann mit ihm ins Haus gehen und gucken, ob er dort auch wirklich eine Wohnung hat und tatsächlich dort wohnt.“


Präventionsmaßnahme III: Zahlung per Überweisung


Moderation: „Rechtsanwalt Arndt Kempgens aus Gelsenkirchen weiß, dass auch der Zahlungsvorgang entscheidend sein kann. Der dritte Tipp lautet: kein Barkauf.

Arndt Kempgens: „Wenn Sie das Geld nicht bar in die Hand geben, sondern überweisen, dann bekommt ja der Verkäufer das Geld auch sofort. Aber dann haben Sie tatsächlich einen durch eine Bank überprüften Namen und eine Kontoverbindung.“

Moderation: „Nach Björns Facebook-Post meldeten sich zahlreiche Menschen, die von derselben Person getäuscht wurden. Dahinter steckt wohl eine kriminelle Bande. Die Ermittlungen der Polizei laufen, und nicht nur Björn hofft, dass dieser Mann schnell gefasst wird.“