Trenchcoat und Schlapphut? Aus dem wirklichen Leben eines Privatdetektivs | MZ-Interview mit Patrick Kurtz


Julia Rau, Journalistin der MZ, im Interview mit Patrick Kurtz, dem Inhaber der Kurtz Detektei Erfurt und Thüringen:


Patrick Kurtz ist Deutschlands Vorzeigedetektiv. Der junge Unternehmer huscht von einer Fernsehsendung zur nächsten, berät sogar Filmemacher zur Authentizität eines Detektivlebens. Wie das genau aussieht, hat er MZ-Redakteurin Julia Rau erzählt.


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Patrick Kurtz ist Privatdetektiv – und sein Arbeitsleben hat mit den Darstellungen in Fernsehserien nicht viel zu tun. 

Herr Kurtz, wie wird man Detektiv?


Patrick Kurtz: „Der Detektivberuf an sich ist in Deutschland nicht geschützt; entsprechend darf jeder, der ein einwandfreies Führungszeugnis vorweisen kann, ein Detektivgewerbe anmelden. Üblicherweise hat man zuvor aber bei Ermittlungsbehörden wie der Polizei oder dem Zoll Karriere gemacht. Ich habe studiert und musste mir die Fachkenntnisse für den Detektivberuf in einer Zusatzausbildung aneignen, die ich an der Sicherheitsakademie in Berlin absolviert habe. Es wäre Harakiri gewesen, ohne Ausbildung in das Gewerbe einzusteigen. Leider machen das trotzdem viele.“


Was lernt man in der Ausbildung?


Patrick Kurtz: „Das Wichtigste sind die rechtlichen Grundlagen. Wenn man gegen das Gesetz verstößt, etwa beim Datenschutz, bringt man sich und den Auftraggeber in Teufels Küche. Im praktischen Teil lernt man Observationstechniken oder auch wie man Fingerabdrücke nimmt, Spuren sichert, Abhörgeräte aufspürt und wie IT-forensische Untersuchungen durchgeführt werden.“


Sind Quereinsteiger ein Problem in der Branche?


Patrick Kurtz: „Ja, wenn sie nicht die notwendigen rechtlichen und ermittlungstechnischen Kenntnisse mitbringen. Denn dann verrichten sie zwangsläufig schlechte Arbeit und das wiederum fällt zurück auf den Ruf der ganzen Branche. Allgemein hat die Detektivbranche mit ihrer Außenwahrnehmung zu kämpfen. Allein schon durch diese vermeintlich realistischen Detektiv-Serien im Fernsehen wird bei Klienten teilweise ein Erwartungshorizont geweckt, der fernab der Realität ist. Da kommen auch mal Anfragen, ob wir – wie die Detektive im Fernsehen – Leute einschüchtern und Informationen aus ihnen herausprügeln. Wir müssen dann erklären, wie unsere Arbeit wirklich funktioniert.“


Und wie läuft die in Wirklichkeit?


Patrick Kurtz: „Normalerweise engagieren uns Klienten, weil sie einen Verdacht haben. Am häufigsten haben wir mit Betrug zu tun – privat, also zum Beispiel Untreue, aber auch in der Wirtschaft. Dort mit großer Regelmäßigkeit Krankschreibungsmissbrauch, also Arbeitnehmer, die sich krankschreiben lassen und dann Hobbys wahrnehmen, die der Genesung im Weg stehen, oder während der angeblichen Arbeitsunfähigkeit einer Nebentätigkeit nachgehen. Außerdem ermitteln wir beispielsweise bei Unterhaltsbetrug, Spesenbetrug, Diebstahl aus Betrieben oder Unterschlagung – Letzteres häufig bei Transportfahrern, die Teile der Auslieferungsware abzweigen. Doch wir werden auch in drastischeren Fällen und mit ausgefallenen Ermittlungsmethoden tätig. So im vergangenem November mit Personenspürhunden bei der Suche nach der vermissten Anja B., die vor kurzem zerstückelt in Leipzig gefunden wurde. Die Hunde hatten bei der Suche mehrfach im Bereich der Wohnung des Täters und des Fundortes der Leiche angeschlagen.“


Wenn Frau X denkt, Herr X hätte eine Affäre, was passiert dann?


Patrick Kurtz: „Zuerst grenzen wir zeitlich ein, wann Herr X dieser Affäre nachgehen könnte, sofern das der Auftraggeber einschätzen kann. Sollte es keinen konkreten Verdacht bezüglich der Tatzeit geben, müssen wir die Zielperson über längere Zeiträume observieren. Grundsätzlich nehmen wir wenig bis gar keinen aktiven Einfluss auf das Geschehen. Es kommt ganz selten zur Interaktion zwischen Detektiven und Zielperson, vielmehr sind wir passive Beobachter – anders als die Detektive im Fernsehen. Es kann sein, dass der untreue Ehepartner nach zwei Stunden mit seiner Freundin auf der Straße knutscht, dann ist der Fall abgeschlossen. Vielleicht macht er aber auch tagelang nichts Relevantes.“


Bestätigen sich solche Verdachte in den meisten Fällen?


Patrick Kurtz: „Ich würde schätzen, das ist bei uns in etwa 75 Prozent der Fälle so. Wenn der Auftraggeber dranbleibt und wir die Mittel genehmigt bekommen, längere Zeit zu observieren, bestätigt sich der Verdacht meist. Das ist natürlich auch eine Geldfrage, eine Stunde Detektivarbeit kostet 55 Euro. Wenn wir nur wenige Stunden zur Verfügung haben, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass wir etwas nachweisen können.“


Wie läuft eine Observation?


Patrick Kurtz: „Meist beginnt die Observation im Auto, doch wenn die Zielperson zu Fuß oder mit der Bahn unterwegs ist, folgen wir dementsprechend ebenfalls fußläufig. Einen ganzen Tag im Auto zu verbringen, ist keine Seltenheit.“


Und was passiert, wenn die Zielperson das Land verlässt?


Patrick Kurtz: „Dann fahren wir hinterher, sofern es der Klient wünscht. Das haben wir sehr regelmäßig. Wenn die Zielperson unerwartet zum Flughafen fährt, muss natürlich mit dem Auftraggeber geklärt werden, ob die Verfolgung fortgeführt werden soll, schließlich muss er auch die Kosten dafür übernehmen.“


Wie sammeln Sie noch Informationen, außer bei den Observationen?


Patrick Kurtz: „In der Vorbereitung auf eine Observation wird für gewöhnlich eine Onlinerecherche durchgeführt. Schwierig wird es, wenn wir nachträglich ermitteln sollen, weil etwa eine Firma vermutet, dass ein Angestellter in der Vergangenheit Spesenbetrug begangen hat. Das können wir aktuell ja nicht mehr beobachten, doch dafür gibt es unter anderem legendierte Befragungen. Eine Legende ist im Ermittlungswesen ein Vorwand, der zur Gewinnung von Informationen dient. Man gibt sich zum Beispiel als Techniker aus und sammelt in Gesprächen Informationen. Allgemein muss man sich flexibel verändern können: Wenn man auf der Baustelle observiert, erscheint man oft am besten im Blaumann, bei einer gehobenen Abendveranstaltung hingegen im Anzug. Auch kommt es vor, dass Detektive in die auftraggebenden Firmen eingeschleust werden, um in der Rolle des neuen Kollegen unauffällig Tathergänge ermitteln und persönliche Beziehungen zu Zielpersonen aufbauen zu können.“


Ist der Job gefährlich?


Patrick Kurtz: „Selten. Es gibt gefährliche Situationen, aber nicht mehr als beispielsweise für einen Elektriker. Wir hatten einmal einen Fall, bei dem eine Familie nach ihrer Tochter suchte. Als wir sie fanden, erzählte sie unter Tränen, dass sie nicht verschwunden, sondern bewusst vor ihrer Familie geflohen war, da sie um ihr Leben fürchtete. Wir haben auf ihren Wunsch die Adresse nicht weitergegeben. Die Familie war natürlich nicht begeistert und hat zwei meiner Mitarbeiter bedroht.“


Man wird als Zielperson gefragt, ob man gefunden werden will?


Patrick Kurtz: „Grundsätzlich nicht. In dem Fall handelte es sich um eine Adressrecherche ohne berechtigtes Interesse. Detektivarbeit bedeutet immer einen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht der Zielperson. Zur Legalisierung dieses Eingriffs benötigen wir einen hinreichenden Rechtfertigungsgrund – das berechtigte Interesse. Ist das berechtigte Interesse bei einer Anschriftenermittlung nicht gegeben, machen wir es so, dass wir die Zielperson fragen, ob wir ihre Adresse weitergeben dürfen. Weil die Tochter aus dem genannten Beispiel volljährig war, hatte die Familie kein Recht, zu erfahren, wo sie sich aufhielt, sofern die Gesuchte das ihre Familie nicht wissen lassen wollte. Da gilt das Selbstbestimmungsrecht. Anders läuft es, wenn wir einen Schuldner suchen, denn dann gibt es ein berechtigtes Interesse und damit einen Rechtfertigungsgrund, in die Persönlichkeitsrechte der Zielperson einzugreifen. Der Schuldner wird also nicht gefragt, da geht das berechtigte Interesse vor.“


Welche Fähigkeiten muss man mitbringen, um Detektiv zu sein?


Patrick Kurtz: „Man braucht Sitzfleisch und Geduld für die Observationen, muss mit Hunger, Durst, Hitze und Kälte umgehen können. Und man muss eine hohe Konzentrationsfähigkeit haben, um zum Beispiel eine Tür, aus der schon seit Stunden niemand herausgekommen ist, konstant fokussiert beobachten zu können. Auch logisches Denken ist wichtig, um Puzzleteile bei komplexen Sachverhalten zusammenzufügen. So gibt es gerade bei Wirtschaftsvergehen mitunter vielschichtige illegale Verflechtungen mit internationalen Geldgeschäften. Um die Zusammenhänge verstehen zu können, sind entsprechende kombinatorische Fähigkeiten notwendig. Für Befragungen ist es von Vorteil, wenn man sich in die Menschen hineindenken kann. Baut man sich eine Legende auf, sollte man ein guter Lügner sein, um sie glaubhaft präsentieren zu können. Nicht jeder Detektiv bringt all diese Fähigkeiten mit. So kann es sein, dass ein Ermittler ein sehr guter Observant ist, aber bei legendierten Befragungen Nervenflattern kriegt.“


Ist Detektivarbeit eine Männerdomäne?


Patrick Kurtz: „Ja, Frauen sind Mangelware. Leider, denn sie sind für diverse Ermittlungsbereiche sehr wertvoll. Neulich hatten wir einen Fall, bei dem ein Paar oft in die Sauna ging. Da ist es unauffälliger, wenn man bei der Observation in der Sauna ebenfalls als Paar auftaucht. Außerdem würden die meisten Leute eine Frau nicht so schnell verdächtigen, Detektivin zu sein.“


Originalquelle aus der MZ: www.mz-web.de/halle-saale/trenchcoat-und-schlapphut–aus-dem-wirklichen-leben-eines-privatdetektivs-26736332

 

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https://www.kurtz-detektei-erfurt.de/2017/04/26/trenchcoat-und-schlapphut-aus-dem-wirklichen-leben-eines-privatdetektivs-mz-interview-mit-patrick-kurtz/

Keine Lösung ohne warten – Patrick Kurtz im Interview mit der Sicherheitsakademie Berlin


Ein Absolvent der Sicherheitsakademie Berlin berichtet über seine tägliche Praxis als Detektiv


In einem bisher unveröffentlichten Interview befragte die Sicherheitsakademie Berlin Patrick Kurtz, Inhaber der Kurtz Detektei Potsdam und Brandenburg, zum Detektivberuf und dessen Zugangsvoraussetzungen, zu seinem persönlichen Werdegang und zu seinen Berufserfahrungen seit dem Abschluss des IHK-Zertifikatslehrgangs Fachkraft Detektiv:

Die Arbeit als Detektiv ist nicht zu unterschätzen und trotzdem erschaffen Vorbilder wie der berühmte Sherlock Holmes immer wieder starkes Interesse an dem Berufsbild des „Ermittlers“. Als Absolvent der Sicherheitsakademie Berlin und selbständig tätiger Privatdetektiv kann Patrick Kurtz ein paar Einblicke in seine tägliche Arbeit geben.


Lieber Herr Kurtz, welche Qualifikationen und Kenntnisse braucht man als Privatdetektiv? Was macht einen erfolgreichen Ermittler aus?


Rechtskenntnisse sind unabdingbar. Wer seine rechtlichen Grenzen nicht kennt, macht sich in diesem Beruf eher früher als später strafbar, denn gerade im Detektivgewerbe gibt es zahlreiche Fallstricke. Fällt man über einen davon, muss man erhebliche Konsequenzen fürchten. Zudem ist es ohne fundierte Rechtskenntnisse überhaupt nicht möglich, Klienten seriös zu beraten. Zu den weiteren persönlichen Voraussetzungen für erfolgreiche Ermittlungen zählen konstante Konzentrationsfähigkeit bei langwierigen Observationen, ein hohes intuitives Situationsgespür, Kreativität bei der Lösung schwer zugänglicher Fälle, Hartnäckigkeit, Teamfähigkeit sowie ein umfangreiches und zuverlässiges Netzwerk an Kontaktpersonen.


Wie kann man sich Ihren Berufsalltag vorstellen? Welche Aufgaben gibt es zu erledigen und mit welchen Problemen werden Sie immer wieder konfrontiert?


Mein Berufsalltag spielt sich mittlerweile überwiegend in der Organisation, Endkontrolle, Problemlösung und Kundenakquise ab. Fälle übernehme ich hauptverantwortlich nur noch, wenn sie für mich von besonderem Interesse sind, alle anderen werden auf die jeweils geeignetsten Mitarbeiter delegiert und entsprechend von ihnen in Rücksprache mit meinen Fachkoordinatoren und mir durchgeführt. Als ich noch regelmäßig selbst im Feld tätig war, bestand ein Großteil der Arbeit aus Warten, denn bei vielen Observationen geschieht über Stunden und teilweise auch Tage hinweg nichts. Wichtig ist es dann, im entscheidenden Moment trotzdem hellwach und fokussiert zu sein.

Zum Glück sind Observationen nicht immer langweilige Angelegenheiten, selbst beeinflussen kann man das aber leider kaum, da der Spannungsfaktor in der Regel vom Verhalten der Zielperson abhängt – bewegt sie sich viel, hat der Observant entsprechend viel zu tun, steht ständig unter Strom und erlebt einen aufregenden Tag; bleibt die Zielperson den ganzen Tag zu Hause, kann der Detektiv meist nur warten. Sehr spannend können sich auch Recherchen entwickeln, bei denen langwierige akribische Suchen mitunter frustrierend lange Zeit fruchtlos bleiben, bis ein häufig nebensächliches Detail einen Dominoeffekt auslöst; der Rechercheur kann sich dann wie an einer Kette von Information zu Information entlanghangeln, bis er schließlich zum gewünschten Ergebnis gelangt – ein sehr befriedigendes Gefühl.


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Gerade bei Recherchen können kleine Denkanstöße große Auswirkungen haben. 

Illegale Beobachtungen und Verletzung der Privatsphäre – wie weit darf man gehen? Gibt es Situationen, in welchen sich ein Detektiv strafbar macht?


Datenschutzrechtlich ist vieles, womit sich Detektive täglich auseinanderzusetzen haben, schwammig bestimmt. Einzelne Urteile können große Auswirkungen auf die Branche haben, weshalb es wichtig ist, sich auch nach der Ausbildung ständig auf dem Laufenden zu halten. In vielen Fragen gibt es branchenintern keinen einheitlichen Konsens und auch Vollblut-Juristen können in den nicht seltenen Grenzfällen nicht mit einhundertprozentiger Gewissheit sagen, ob Ermittlungen und die Anwendung bestimmter Methoden rechtlich einwandfrei wären. Aufgrund der Risikobehaftung datenschutzrechtlich bedenklicher Maßnahmen, ist es bei uns Firmenpolitik, davon komplett die Finger zu lassen. Das heißt, dass wir weder selbst GPS-Tracker einsetzen, sofern die Eigentums- und Nutzungsverhältnisse am betroffenen Fahrzeug nicht eindeutig geklärt sind, noch Untreue-Observationen durchführen, wenn die Beziehung nicht eindeutig verfestigt ist, noch ungebührlich in das Persönlichkeitsrecht der Zielperson eingreifen, indem wir beispielsweise durch die Fenster in die Wohnung hineinfilmen, wie man es leider immer wieder in zahlreichen minderwertigen deutschen Sendungen über vorgebliche Detektive sehen muss.


Wie sehen Sie die beruflichen Aussichten für Detektive in den kommenden Jahren?


Ich glaube, dass die Branche relativ krisenfest ist, da der Wunsch nach Informationen dem Menschen grundsätzlich innewohnt und somit immer Bedarf an der Ermittlung von Neuigkeiten besteht. Dieser Bedarf wird – wenn überhaupt – nur geringfügig eingeschränkt durch bundes- oder gar weltweite Wirtschaftskrisen. Für Nachwuchsdetektive sehe ich nicht erst in den kommenden Jahren, sondern schon jetzt große Möglichkeiten, denn das Durchschnittsalter in der Branche ist sehr hoch und die hervorragenden Köpfe, meist Diplom-Kriminalisten vom alten Schlag, verabschieden sich nach und nach alle in den Ruhestand. Nachkommen kann aus dieser Richtung nichts, weil die staatliche kriminalistische Ausbildung fahrlässiger Weise schon seit 20 Jahren kaum mehr existent ist. Entsprechend gibt es in vielen Regionen schon heute zu wenig qualifizierte Detektive. Berlin gehört zwar nicht dazu, Sachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise aber schon – selbst einige Großstädte wie Dresden oder Rostock.


Warum würden Sie anderen den Beruf weiterempfehlen?


Ich würde den Beruf tatsächlich nur Personen weiterempfehlen, die die oben genannten Voraussetzungen mitbringen. Aufgrund der leider extrem niedrigen gesetzlichen Zugangsvoraussetzungen versuchen sich sehr viele Bürger in unserer Branche und scheitern damit häufig gnaden- und restlos, meist gehen sie unausgebildet und blauäugig in dieses „Abenteuer“. Die Ausbildung bei der Sicherheitsakademie Berlin hingegen hat mir geholfen, einerseits die erforderlichen Rechtskenntnisse aufzubauen und andererseits durch das Knüpfen von Kontakten zu erfolgreichen Berufsdetektiven Einblicke in die Branchenstrukturen sowie Ansprechpartner für gerade am Anfang regelmäßig auftretende Problemstellungen zu erhalten. Wer ein Freund der gewerblichen Selbständigkeit ist, geistig etwas auf dem Kasten hat, die technische Ausrüstung mitbringt und auch den durchaus vorhandenen körperlichen Anforderungen gerecht wird, kann sich sicherlich gewisse Erfolgschancen ausmalen, im Detektivgewerbe sowohl ein gutes Auskommen als auch ein spannendes Berufsleben zu finden.


Über die Sicherheitsakademie Berlin


Die Sicherheitsakademie Berlin ist ein zertifizierter und staatlich anerkannter Bildungsträger sowie Dienstleister des Bundes. Die Ausbildungsschwerpunkte liegen im Bereich der Sicherheit und der Sicherheitstechnologien. Langjährige Erfahrungen des Geschäftsführers Torben Meyer als behördlicher Personenschützer, unter anderem von Generälen und hochrangigen Persönlichkeiten des Bundesministeriums für Verteidigung oder des NATO-Hauptquartiers in Brüssel, bildeten die Basis für die Gründung des Ausbildungsinstituts. Das Ziel der Akademie ist es, die Anerkennung der Sicherheit als qualifizierte Dienstleistung voranzutreiben. Um dieses Ziel zu erreichen, vermittelt sie nicht nur fachliches Knowhow, sondern auch Werte, wie Pflichtbewusstsein und Verantwortung, denen sich die Institution verschrieben hat.

Die Angebote der Sicherheitsakademie Berlin richten sich hauptsächlich an gesellschaftliche Organisationen, staatliche Institutionen oder Unternehmen, die den Wunsch nach Weiterqualifizierung ihrer Mitarbeiter haben, sowie Privatpersonen, die nach beruflicher Qualifizierung streben. Lehrgangsinhalte können auf individuelle Bedürfnisse angepasst werden.

Web: www.sicherheitsakademie-berlin.de


Kurtz Detektei Potsdam und Brandenburg

Gregor-Mendel-Straße 15

14469 Potsdam

Tel.: 0331 2785 0052

Mail: kontakt@kurtz-detektei-potsdam.de

Web: https://www.kurtz-detektei-potsdam.de

https://www.kurtz-detektei-potsdam.de/2017/01/25/keine-lösung-ohne-warten-patrick-kurtz-im-interview-für-die-sicherheitsakademie-berlin/

Während der Krankschreibung mit den Erfurter Ultras feiern – Lohnfortzahlungsbetrug in Thüringen


Ein Ultra, der ein Spiel verpasst, weil er arbeiten muss?


Einen Ultra hält nichts vom Support seiner Mannschaft ab – auch keine Arbeitsunfähigkeit. Der Begriff des „Krankfeierns“ passt in diesem Zusammenhang besonders gut, denn typischerweise besteht die Unterstützung eines Vereins durch Ultras nicht nur aus positiven Elementen wie Gesängen, Bannern, Choreografien oder auch Protestdemonstrationen. Die meisten Anhänger dieser Fanszene verstehen ein Fußballspiel als Event und Feiertag, zu dem Alkohol und gerade im Ostsport auch Ausschreitungen wie Pyrotechnik und Gewalt gehören. Um derlei Ereignisse geht es im nachfolgenden Fallbeispiel, in dem die Kurtz Detektei Erfurt und Thüringen auf Geheiß eines Arnstädter Unternehmers ermittelte, der einen seiner Mitarbeiter verdächtigte, seine laufende Arbeitsunfähigkeit vorzutäuschen, da dieser als bekennender Erfurt-Ultra auf keinen Fall das am 28.05.2016 anstehende Endspiel des Thüringenpokals zwischen Rot-Weiß Erfurt und Carl-Zeiss-Jena verpassen wollte.


Regelmäßige kurzfristige Krankschreibungen und ein Spiel, das alles beinhaltet: Derby, Finale, DFB-Pokal


Die Zielperson unserer Erfurter Detektive war in der Vergangenheit schon mehrfach durch kurzfristige Krankmeldungen rund um Spiele von Rot-Weiß-Erfurt aufgefallen, vor allem wenn diese umterminiert oder kurzfristig angesetzt worden waren. Unser Auftraggeber aus Arnstadt hatte eine recht konkrete Vorstellung davon, dass er hier zum Besten gehalten wurde. Er war vollkommen überzeugt, dass sich sein mutmaßlich illoyaler Arbeitnehmer auf keinen Fall das Pokalendspiel entgehen lassen würde, handelte es sich schließlich nicht nur um die Chance auf einen Titelgewinn, sondern zusätzlich um ein Derby gegen den Erzrivalen und um die Qualifikationshürde für die erste Runde des DFB-Pokals, in dem große Lose und somit auch hohe Einnahmen bei möglichen Gegnern wie Borussia Dortmund oder dem FC Bayern winkten. Der Arbeitgeber witterte also eine perfekte Chance für die Überführung des Mitarbeiters, dessen Verhalten ihm schon lange ein Dorn im Auge gewesen war.

Normalerweise ließ sich der Ultra lediglich für den Spieltag bzw. für maximal ein bis zwei Tage davor oder danach krankschreiben, doch dieses Mal erhielt die Personalabteilung des auftraggebenden Unternehmens die Krankmeldung bereits am Mittwoch (Montag und Dienstag hatte die Zielperson frei gehabt), obwohl das Spiel erst samstags stattfinden würde. Noch am selben Tag verständigte sich der Geschäftsführer mit unserer Erfurter Detektei auf die Observation des Verdächtigen ab dem nächsten Tag, also Donnerstag.


Ein netter Tag am See – per se kein genesungswidriges Verhalten und somit kein Beweis für Krankschreibungsbetrug


Neben innovativer Wirtschaft bietet Thüringen seinen Einwohnern auch ein attraktives Umfeld: Die Natur- und Nationalparks des Freistaats locken als Naherholungsgebiete, das Schiefergebirge und der Rennsteig, ein Wanderweg, der über alle Gipfel des Thüringer Waldes führt, laden zum Wandern ein; die Flüsse Saale, Werra, Ilm, Unstrut und weitere Gewässer sind zum Angeln freigegeben. In direkter Nähe zu Erfurt gibt es nicht nur die prominent an der A4 liegenden Drei Gleichen, sondern auch das Seengebiet „Erfurter Seen“ und den Stausee Hohenfelden, an dem früher das Musikfestival „Highfield“ abgehalten wurde (inzwischen bei Leipzig). An diesen Badesee begab sich die Zielperson unserer Thüringer Wirtschaftsdetektive am Vormittag des ersten Observationstages und fuhr mit ihrem Pkw in ein Waldstück am Ufer. Dem krankgeschriebenen Arbeitnehmer direkt dorthin zu folgen, wäre für unser Detektiv-Team zu gefährlich gewesen, denn auf einem kaum befahrenen Waldweg fällt natürlich jedes Fahrzeug im Rückspiegel sofort auf. Aus diesem Grund hielten die Ermittler die Zu- und Abfahrtsstraße unter Kontrolle, prüften online, ob es weitere Abfahrtsmöglichkeiten gab (dem war nicht so), und verständigten sich anschließend darauf, dass sich einer der Detektive aus Erfurt fußläufig in den Wald und auf die Suche nach der Zielperson begeben würde.

Nach einiger Zeit fand der suchende Ermittler das geparkte Fahrzeug in einer kleinen Wegbucht, wenige Meter davon entfernt lag die Zielperson splitternackt am Ufer und sonnte sich an diesem Donnerstag mit wechselnder Bewölkung. Unser Thüringer Privatdetektiv informierte seinen im Fahrzeug wartenden Kollegen, dass er nun nach einem geeigneten Beobachtungspunkt suchen würde. Die Auswahl gestaltete sich so schwierig, dass beide schon darüber diskutierten, ob man nicht am anderen Ufer Position beziehen sollte, um die Zielperson von dort mit dem Teleobjektiv kontrollieren zu können, doch wurde diese Möglichkeit nach Rücksprache mit der Einsatzzentrale verworfen, da die Weiterverfolgung gefährlich hätte werden können, wenn ein Ermittler am anderen Ufer festhängt, während die Zielperson abfährt. Als Alternative fand unser Wirtschaftsdetektiv aus Erfurt schließlich eine Baumkrone, in die er sich wie ein Jäger hineinbegab und von dort die Zielperson beobachten konnte, wenn auch in der Sicht behindert durch Äste und Laubwerk. Im Laufe des Tages unternahm der krankgeschriebene Mitarbeiter nicht viel anderes, als augenscheinlich zu schlafen, sich Filme oder Serien auf einem mitgebrachten Tablet anzusehen, in einer kaum sichtgeschützten Senke zu masturbieren und sogar mehrfach im klirrend kalten See zu schwimmen. Gegen fünf Uhr nachmittags begab sich die Zielperson zurück nach Hause und verließ die Wohnung an diesem Tag nicht mehr.


Ausgedehnter „Spieltach“: Frühschoppen schon am Vortag


Scheinbar sollte die dieses Mal vorgezogene Krankschreibung des regelmäßig Arbeitsunfähigen als kleiner Erholungstag vor den Strapazen der anstehenden Fußballveranstaltung dienen, denn am nächsten Morgen Punkt neun Uhr stand ein Herr mit Erfurter Fan-T-Shirt vor der Haustür des leidenden Kranken und beide fuhren in eine Fan-Kneipe zum „Frühschoppen“, das sie auf den Nachmittag und den Abend ausdehnten, bis die Zielperson unserer Wirtschaftsdetektei aus Erfurt gegen halb zwölf Uhr nachts sturzbetrunken von der herbeigeeilten Ehefrau nach Hause chauffiert wurde.

Am Spieltag traf sich der Ultra vormittags in der Nähe des Erfurter Hauptbahnhofs mit mehreren weiteren Fans, konsumierte Bier und grölte Gesänge und Parolen, ehe er mit ca. 600 weiteren Fans mit dem Zug nach Jena reiste, wo das Pokalfinale um 17:00 im nicht ganz ausverkauften Ernst-Abbe-Sportfeld stattfinden sollte (RWE hatte ein Ticketkontingent von lediglich 1.200 erhalten). Um nicht aufzufallen, hatten sich unsere Thüringer Detektive in eigens angeschaffte Fankleidung von Rot-Weiß Erfurt geworfen und konnten auf diese Weise den Sichtkontakt zur Zielperson auch dann noch halten, als die Fangruppe am Bahnhof Jena-Paradies von der Polizei in Empfang genommen und zum Stadion eskortiert wurde.

Für diesen Einsatz waren drei Ermittler eingeteilt: Zwei sollten nach dem Betreten des Sportgeländes durch die Zielperson den Tribünenausgang der Gästefans im Auge behalten, um die Zielperson beim Verlassen der Sportstätte wiederaufnehmen zu können, der dritte hatte von der Einsatzzentrale der Kurtz Wirtschaftsdetektei Erfurt und Thüringen ein Ticket für die Haupttribüne erhalten, um von dort aus in neutralem Wechseloutfit den krankgeschriebenen Arbeitnehmer im Gästeblock zu identifizieren und seine zweifelsohne genesungswidrigen Handlungen zu dokumentieren. Da der Privatdetektiv neunzig Minuten oder im Falle einer Verlängerung sogar noch mehr Zeit haben würde, sollte es ihm voraussichtlich gelingen, die Zielperson in der Menge ausfindig zu machen. Deutlich erschwert wurde ihm dies allerdings durch das Abzünden von Bengalos und Nebeltöpfen im Gästeblock, die ihm die Sicht verdeckten und zu einem verzögerten Anstoß führten.


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In den Blocks beider Fangruppen wurde kräftig verbotene Pyrotechnik gezündet – mittendrin: die krankgeschriebene Zielperson der Kurtz Wirtschaftsdetektei Erfurt und Thüringen.

Feiern und saufen in der Krankheitszeit


Im Laufe des Spiels zündelten sowohl die Erfurter als auch die Jenaer Fans fleißig weiter. Viel zu sehen gab es ohnehin nicht, denn die Partie gestaltete sich zäh und spielerisch recht arm. Durch zwei späte Tore schaffte Carl-Zeiss Jena zum dritten Mal in Folge und zum großen Frust der Rot-Weißen den Pokalsieg und damit auch den möglicherweise millionenschweren Sprung in den DFB-Pokal. Aus der Ferne dokumentierte unser Ermittler, wie die Zielperson der Kurtz Privatdetektei Erfurt und Thüringen die Fangesänge kräftig mittrug und jede Menge offenbar illegal eingeschleustes Bier konsumierte. Ab dem zweiten Gegentor wirkte der Ultra geschockt; damit stand er nicht allein da, spielt RWE doch schließlich eine Klasse über dem Erzrivalen, der sich in der Regionalliga nicht einmal mit Ruhm bekleckert, sondern den Wiederaufstieg deutlich um 24 Punkte verpasst hatte. Als sich die Erfurter Mannschaft um Kapitän Tyrala den mitgereisten Anhängern stellte, brannten vereinzelt Vereinsschals ab. Immerhin begaben sich die Fans nach Abpfiff relativ friedlich zurück zum Bahnhof und fuhren von dort nach Hause. Eine „After-Match-Party“ gab es in der Landeshauptstadt für die Zielperson unserer Erfurter Detektive nicht: Sichtlich frustriert ließ sich der erneut stark alkoholisierte Arbeitnehmer von seiner Frau am Hauptbahnhof abholen und direkt nach Hause fahren.

An dieser Stelle beendete unser Thüringer Detektiv-Team die Observation, denn die ermittelten Beweise waren erdrückend. Der Geschäftsführer der Firma aus Arnstadt erhielt den gerichtsverwertbaren Ermittlungsbericht am darauffolgenden Montag und ließ die Zielperson an deren nächsten Arbeitstag (Mittwoch) im Büro antanzen, um dem betrügerischen Arbeitnehmer „einen Einlauf zu verpassen“, wie er sich ausdrückte, und ihm die fristlose Kündigung zu überreichen.


Gerichtsverwertbare Ermittlungen in Thüringen: Gerne auch für Sie.


Die IHK-zertifizierten Detektive der Kurtz Detektei Erfurt und Thüringen ermitteln für Privatpersonen, ebenso wie für Unternehmen landes-, bundes- und weltweit. Wir verfügen im In- und Ausland über hervorragende Kontakte zu Behörden, Detekteien und ehemaligen Mitarbeitern der Polizei und der Geheimdienste, weshalb wir auch grenzüberschreitend zeitnah und effektiv agieren können.

Gerne übernehmen wir auch Ihren Auftrag. Rufen Sie uns für eine unverbindliche Beratung an (0361 2243 0020) oder senden Sie uns eine E-Mail mit einer Fallbeschreibung an kontakt@kurtz-detektei-erfurt.de.


Kurtz Detektei Erfurt und Thüringen

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http://www.kurtz-detektei-erfurt.de/angestelltenüberprüfung/krankschreibungsmissbrauch/


*Hinweis


Alle Namen und Orte sind selbstverständlich zur vollständigen Unkenntlichkeit verändert.

*Hinweis: Alle Einsätze der Kurtz Detektei Erfurt und Thüringen werden von der Arnstädter Straße 50 in Erfurt aus durchgeführt. Bei anderen  beworbenen Einsatzorten oder -regionen handelt es sich weder um örtliche Niederlassungen noch um Betriebsstätten der Kurtz Detektei Erfurt und Thüringen, sondern um vergangene oder mögliche künftige Einsatzorte.